Sportlicher Leiter von Wolfurt: „Kriterium für Neustart sollte die Situation in den einzelnen Bundesländern sein!“

Ende Mai kann der Amateurfußball in Österreich wieder planen und in die Zukunft schauen – trotz etlicher Fragezeichen. Aber auch in der Eliteliga spricht viel für einen ziemlich normalen Start in die neue Saison, in denen ja die abgebrochene Meisterschaft des Vorjahres wiederholt wird. Der sportliche Leiter des Meusburger FC Wolfurt, Sebastian Spettel, blickt im Ligaportal.at Vorarlberg Interview optimistisch auf einen planmäßigen Neustart. Seit 24. Mai trägt aber der FC Wolfsburg Trauer – Heinz Kessler ist im Alter von 74 Jahren verstorben.

 

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Training einmal pro Woche sinnvoll

Sebastian Spettel, sportlicher Leiter und Trainer FC Wolfurt 1b: „Unsere beiden Kampfmannschaften (1 und 1b) haben am 19. bzw. 20. Mai 2020 ihre ersten Einheiten nach über zwei Monaten Zwangspause absolviert. Die Freude beider Teams und deren Spieler war enorm groß endlich wieder auf dem Rasen stehen zu können. Kurz gesagt: die Lage ist der Situation entsprechend. Aktuell überwiegt die Freude wieder (freiwillige) Trainings absolvieren zu können, allerdings macht es aus unserer Sicht keinen Sinn, mehr als nur einmal die Woche zu trainieren. Es fehlt einfach dafür noch ein sportliches Ziel - keiner weiß wie lange es noch dauert!“

Kaderänderungen

Sebastian Spettel: „Harun Erbek wird den Verein verlassen, sein Bruder Ibrahim wird neuer Co-Trainer von Joachim Baur, Peter Muxel beendet seine Karriere und wird Co-Trainer in Alberschwende von Rene Fink. Zugänge sind Eigenbauspieler Kilian Kalb, den wir behutsam aufbauen werden (zurück aus Lauterach) und vom 1b ziehen wir David Knaus hoch. Die Augen werden immer offen gehalten was auf dem Transfermarkt passiert!“

Ausblick

Sebastian Spettel: „Fußballspiele im Amateurbereich ohne Zuschauer sind für uns als Verein absolut nicht vorstellbar! Aus meiner Sicht sollte aber einem Start nichts im Wege stehen. Wir haben aktuell offiziell in Vorarlberg fünfzehn Corona Infizierte. Wichtig und richtig wäre, wenn die Regierung bzw. der ÖFB die Situationen in den einzelnen Bundesländern bewertet und schaut, ob ein Start möglich ist oder nicht. Unser Ländle mit der Großstadt Wien zu vergleichen macht in dieser Angelegenheit keinen Sinn. Da vergleicht man Äpfel mit Birnen!“

Heinz Kessler verstorben

Am 24. Mai ist im 74. Lebensjahr unser verdientes Vereinsmitglied Heinz Kessler gestorben. Heinz wurde am 10. August 1946 – drei Monate vor der konstituierenden Versammlung des FC Wolfurt – geboren und trat schon im Schüleralter dem FC Wolfurt bei. Er war Teil einer Gruppe begeisterter junger Fußballer der Jahrgänge 1946 bis 1948, die mit großem Erfolg den Vorbildern der ersten Spieler-Generation nacheiferten.Nach der Jugendzeit durfte Heinz für den FC Wolfurt einige Spiele in der Regionalliga West bestreiten, danach wechselte er in die berühmte Reservemannschaft von Herbert Gmeinder, mit der er mehrere Meistertitel gewann. Neben dem Sportlichen war für Heinz aber immer das Gesamtwohl des Vereins besonders wichtig: So stellte er sich bereits in jungen Jahren als Beirat zur Verfügung und war bei vielen Anlässen, vor allem bei den legendären Zeltfesten, ein verlässlicher Helfer. Dabei war Heinz als versierter Gitarrenspieler auch Stütze zahlreicher geselliger Anlässe.Bis zuletzt war Heinz, sofern es ihm die Gesundheit erlaubte, bei allen Spielen der Kampfmannschaft ein treuer Fan, der sich in Diskussionen aber auch nicht scheute, seine Ansicht offen zu vertreten. Auch der Besuch von Jahreshauptversammlungen oder Veranstaltungen der Altherren war ihm wichtig. Der FC Wolfurt bedankt sich bei Heinz für mehr als sechs Jahrzehnte Vereinstreue und möchte seiner Familie auch auf diesem Weg die herzliche Anteilnahme übermitteln. (Quelle: homepage FC Wolfurt)

 

 

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