Vereinsbetreuer werden

6 Siege in Serie - FC Akdenizgücü will im Frühjahr nachlegen!

"Am Anfang haben wir uns schon schwer getan aber je länger die Herbstsaison gedauert hat, umso besser haben wir in die Spur gefunden." Der Sportliche des FC Akdenizgücü Wien, Serhat Ekinci, kann nach einer zunächst durchwachsenen Saison zur Halbzeit doch zufrieden zurückblicken. Nachdem die Umstände zunächst eine schwierige Saison vermuten ließen, kam man immer besser in Tritt und liegt nun zur Winterpause auf Platz 4 in der Tabelle, 5 Zähler hinter Leader SV Rojava. Weshalb man im Winter auf jeden Fall am Kader arbeiten will und wo man am Ende der Spielzeit stehen will, hat mir Ekinci im Telefonat verraten.

Sommerurlaub als anfängliches Problem

"Nach der langen coronabedingten Reisebeschränkungen, nutzten viele der Mannschaftsmitglieder die Möglichkeit, zu ihren Verwandten in die Türkei zu fliegen. Das war in der Vorbereitung aber auch schon zu Beginn der Meisterschaft ein Problem." So konnte man die nötigen Kondition und den Trainingsrythmus nicht aufbauen. Auch während der ersten Meisterschaftsrunden sei das noch ein Problem gewesen. "Gegen Viktoria konnten wir dann noch überraschen aber in den Folgerunden hat man den Rückstand gemerkt", so der Sportchef. Ekinci zeigt trotz der unglücklichen Umstände aber Verständnis für die Anliegen der Spieler. "Nach der langen Zeit ist die Sehnsucht die Familie und Verwandte zu sehen natürlich groß." Mit Fortdauer sei es aber gelungen immer besser in Form zu kommen. "Wichtig war, dass wir zuletzt 6 Siege in Folge feiern konnten. So können wir mit der Tabellenplatzierung zur Halbzeit doch zufrieden sein."

Die Mannschaft habe den schwierigen Start auch mental gut weggesteckt. "Das war nur kurz ein Thema in den Köpfen der Spieler, denn sie wussten, dass der Rythmus erst mit der Zeit kommt. Sie wussten auch, dass sie mehr können und haben sich deshalb auch bei schwierigen Spielverläufen nicht aus der Ruhe bringen lassen", führt Ekinci fort.

Kader soll vergrößert werden

Dass der gute Saisonverlauf trotz sehr kleinem Kader gelang, lag auch daran, dass man weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben war. "Wir haben einen Kader von 12 bis 13 Spielern und damit kaum Möglichkeiten von der Bank aus Verstärkungen zu bringen. Das wollen wir in dieser Wintertransferzeit auf jeden Fall ändern. Punktuell sollen daher Verstärkungen geholt werden", gibt Ekinci Ausblick auf das Transferfenster. 

Außerdem solle der größere Konkurrenzdruck dafür sorgen, dass die Motivation und das Engagement innerhalb der Mannschaft angehoben wird. "Oftmals gab es kein gutes, manchmal gar kein Training. Das war nicht immer einfach. Natürlich haben alle Familie und Arbeit aber im Sinne des Vereins müssen wir da handeln."

TWL Elektra großer Favorit

Ziel sei es im Frühjahr auf jeden Fall unter den Top 5 zu bleiben. "Zunächst wollten wir eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und in der oberen Tabellenhälfte sein. Nachdem wir nun aber so weit oben sind, wollen wir dort auch bleiben." Favorit auf den Meistertitel und Aufstieg sei für Ekinci ganz klar TWL Elektra. "Sie haben die größte Qualität im Kader. Doch auch Rojava darf man nicht unterschätzen, sind im Herbst unbesiegt geblieben." Falls eine der Mannschaften auslassen sollte, wolle man aber zur Stelle sein. Serhat Ekinci sieht seine Mannschaft auf jeden Fall gerüstet.

 

MW