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3. Platz für Sportlichen Leiter des NAC kein Zufall!

"Wir verfolgen schon seit Jahren mit einer Strategie ein Ziel und heuer hat dieses Vorhaben erstmals richtig Früchte getragen." Der Nußdorfer AC überwintert nach einem starken Herbstdurchgang auf dem 3. Platz der 2. Landesliga in Wien und dementsprechend stolz sind alle im Verein. Der Sportliche und Sektionsleiter Wolfgang Vogl hat mir Gespräch erzählt, woran der Erfolgslauf seines Teams geknüpft ist, welche Probleme er langfristig auf die Amateurvereine aufgrund der Coronakrise zukommen sieht und wie er die Fortsetzung der Liga im Februar beurteilt, hat er mir in einem ausführlichen Gespräch verraten.

Forcierung der Jugend!

"Wir sind mit dem Herbst natürlich mehr als zufrieden. Mit nur 3 Niederlagen in 11 Spielen haben wir uns hervorragend geschlagen und die waren im Prinzip Selbstfaller, speziell das 2:7 am Ostbahn-Platz. Aber das macht uns das Gesamtergebnis natürlich nicht kaputt." Angesprochen auf die plötzliche Leistungsexplosion im Vergleich zur Vorsaison, die man nur auf Rang 12 beenden konnte, ließ Wolfgang Vogl die letzten Jahre ein wenig Revue passieren. "Wir haben seit längerer Zeit den Fokus auf unsere Jugend gelegt und wollen mit ein paar erfahrenen Spielern die richtige Balance finden. Außerdem arbeiten wir gut mit der Vienna zusammen und da im Speziellen mit Trainer Alexander Zellhofer. Durch die gute Partnerschaft kommen auch immer wieder junge und gute Spieler zu uns um Spielpraxis zu sammeln. Gleichzeitig können wir unseren Jungs Perspektiven bieten und ihnen dann auch einen Aufstieg in Form eines Engagements beim Tabellenführer der Wiener Stadtliga in Aussicht stellen." Dabei ist dem Sportlichen Leiter des NAC vor allem der Charakter wichtig. Laut seiner Meinung gehören Leistung entsprechend honoriert und dazu gehört auch eine ordentliche Einstellung. 

Die Stimmung war über die Zeit der Einschränkungen zumeist eine gute, auch dem sportlichen Erfolg geschuldet. "Doch es hängt auch sehr viel vom Charakter eines jeden Spielers ab. Wir haben da in der Vergangenheit speziell drauf geachtet. Die Qualität muss passen aber auch der Charakter - erst dann kann ein Spieler sein volles Potential ausschöpfen und der Mannschaft wirklich helfen. Wir haben aber bereits im Sommer auf Trainingsgeld ausgezahlt, denn der Aufwand sollte unserer Ansicht nach entlohnt werden." 

Jugendligen läuft Zeit davon!

Als großes Problem sieht Vogl den fehlenden Fußball in den Jugendligen. "Aktuell sind bis auf die Verbandsligen auch alle Jugendligen unterbrochen und da ist es teilweise schwerer die Jungs wieder zurück auf den Platz zu bekommen. Die Spieler der Kampfmannschaft haben Verträge die sie einhalten müssen, das fehlt bei den Jugendlichen. Außerdem hat das Trainerteam lange keinen Kontakt zu den jungen Spielern, die sich dann eventuell vom Fußball abwenden. So fehlen den Verbandsligen aber irgendwann die Spieler und das kann durchaus zum Problem werden."

Präventionskonzept hat vor Abbruch nicht geschützt!

Dass die Liga Anfang November dann trotz aller Maßnahmen und Konzepte abgebrochen wurde, stößt dem Verantwortlichen ein wenig sauer auf. "Ich unterstütze natürlich die Maßnahmen keine Frage. Doch in vielen Parks treffen sich die Jugendlichen ebenfalls und spielen Fußball, da gibt es weder ein Hygienekonzept noch Kontrollen. Deswegen find ich es sehr schade, dass wir die vier Herbstrunden nicht noch zu Ende gespielt haben. Das hätte uns auch im Hinblick auf die Rückrunde geholfen."

Transferfenster erst nach Hinrunde!

Um einer gewissen Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen schlägt Wolfgang Vogl vor, das Transferfenster erst nach Abschluss der Hinrunde, sprich den vier ausstehenden Spielen zu öffnen. "Das würde dafür sorgen, dass jede Mannschaft mit dem Team die 15 Spiele der Hinrunde absolviert, mit der es sie ohnehin gespielt hätte wenn kein Abbruch stattgefunden hätte. Erst danach sollten die Teams neue Spieler verpflichten können." Als Trainingsstart ist der 4. Jänner ausgeschrieben. "Das Virus wird uns noch länger begleiten, ich hoffe aber doch, dass der aktuelle Zeitplan eingehalten werden kann."

Gegenseitige Unterstützung durch Sponsoren und Verein!

In der durch weniger Zuschauer- und Kantineneinnahmen beeinträchtigen Saison, hilft man sich beim NAC und seinen Sponsoren gegenseitig. "Die Sponsoren haben bei unserer Tribüne Werbetafeln zur Präsentation und können durch die Jugendförderung den Betrag sofort absetzen und uns als Verein dadurch helfen. Dafür wiederum machen wir auf unseren Kanälen auch Werbung für die Unternehmen, die sich als Sponsoren anbieten."

Transfers sieht Sektionsleiter Vogl nach einem starken Herbst als nicht notwendig an. "Wir wollen die Mannschaft so zusammenhalten und sollte sich etwas ergeben werden wir uns das anschauen - wie immer ist das aber speziell vom Charakter abhängig." Wie sich der Nußdorfer AC im Frühjahr schlägt und ob man an den Leistungen des Herbstes anknüpfen kann, darf mit Spannung erwartet werden.

 

Marco Wiedermann