Vereinsbetreuer werden

Nach harten Jahren sieht KSV Siemens nun endlich Land!

"Ich habe der Mannschaft vor Beginn der heurigen Saison ein Flipchart in die Kabine gestellt und ihnen angewiesen, dass sie miteinander ein gemeinsames Saisonziel definieren sollen." Giorgi Bidzinahsvili, Trainer des KSV Siemens Großfeld, ließ sein Team selbst die Zieldefinierung finden. Es folgte ein Herbst, der im Vergleich zu den Vorsaisonen sensationell gut lief. Der Lohn ist Platz 7 und ein großer Abstand zum Tabellenende. "Als Trainer will man aber natürlich trotzdem immer mehr."

Klare Steigerung

"Um den Gedanken zu Ende zu führen. Die Jungs haben sich als Ziel 22 Punkte aus 15 Runden gesetzt. Aktuell halten wir bei 19 Zählern, haben aber noch das eine Nachtragsspiel, wenngleich das gegen Fortuna 05 ist." Trainer Bidzinahsvili ist voll des Lobes, wenn er über die Leistungen seiner Mannschaft im Herbst spricht. "Wir sehen eine klare Steigerung im Vergleich zu den Vorsaisonen, haben zur Halbzeit absolut gar nichts mit den unteren Rängen zu tun und das war auch unser Ziel." Tatsächlich liegt man im gesicherten Mittelfeld, der Abstand zu den Top 6 ist jedoch schon groß. Dass im Sommer viele junge Spieler zum Verein gekommen sind, mache die Leistung noch außergewöhnlicher. "Die Erfahrung hat da im Herbst teilweise gefehlt aber das ist ganz normal. Trotzdem bin ich ein Trainer der stets mehr will. Teilweise haben wir auch unnötig Punkte liegen gelassen. Manchmal "grätschte" uns Corona hinein." 

Spielsystem gesucht

Eine schwierige Sommervorbereitung samt noch nicht gefundenem Spielsystem ließ den Auftakt in die neue Spielzeit dann mit Niederlagen versehen. "Da war nach zwei Niederlagen ein wenig Verzweiflung in der Mannschaft. Doch wir haben das analysiert und den Jungs auch vermittelt, dass sie das nötige Talent auf jeden Fall haben", so der KSV-Trainer. Nachdem das passende Spielsystem gefunden wurde, konnte man mit qualitativ tollem Fußball und einer ordentlichen Spieldisziplin einige Matches für sich entscheiden. 

Kader zusammengelegt

Auch in der Trainingsorganisation wurde einiges geändert. "Die Reserve trainiert jetzt immer bei der Kampfmannschaft mit und aus diesem Pool an Spielern wähle ich die Besten aus. Das erhöht den Konkurrenzkampf und auch aus der U18 strömen junge, talentierte Leute nach. Das braucht zwar eine gewisse Eingewöhnungsphase, doch alle haben die nötige Qualität." 

Spieler sollen nach Höherem streben

Für Bidzinahsvili steht aber auch fest, dass seine Jungs ihr Talent entsprechend nützen müssen. "Mein Ziel ist es, dass die Jungs ihr Potential ausschöpfen und dann schnellstmöglich auch den nächsten Schritt wagen. Nach 1 oder 2 Jahren können sie bei entsprechenden Leistungen auch schon zu höherklassigen Vereinen wechseln. Gelingt das, spricht das ja auch für mich als Trainer und selbstverständlich für den Verein."

Herbst darf kein Zufall sein

Voerst gelte es aber zu zeigen, dass man sich erneut weiterentwickeln konnte. "Wir wollen beweisen, dass die Leistungen im Herbst kein Zufall waren. Mit breiter Brust wollen wir das Frühjahr ähnlich erfolgreich bestreiten und uns auch dauerhaft im Mittelfeld festsetzen. Ich bin überzeugt, dass es sogar noch erfolgreicher werden kann", ist Bidzinahsvili optimistisch. Dass die Trainingsbedingungen durch einen fehlenden Kunstrasenplatz nicht die idealsten seien, lässt er aber nur bedingt als Ausrede gelten. "Wir sind alle positiv eingestellt und greifen voll an."

 

MW