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McDonalds LUV Graz – eine Herbstbilanz

altZwei Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen war die Bilanz der Kickerinnen von McDonalds LUV Graz in der Herbstsaison 2011/2012. Wir sprachen mit dem Trainer, Gerhard Vidovic, über die erste Hälfte der Meisterschaft.

 

"Der eine oder andere Punkt mehr wäre möglich gewesen"

„Im Großen und Ganzen waren wir mit der Herbstsaison zufrieden", erklärt Gerhard Vidovic einleitend. Vidovic weiter: „Der eine oder andere Punkt mehr wäre allerdings möglich gewesen. Man muss aber bedenken, dass wir einige Abgänge und auch Zugänge hatten und sich die Mannschaft erst einspielen musste. Ebenso wurden wir durch einige Verletzungen immer wieder geschwächt. Höchst erfreulich ist, dass wir im Cup das Viertelfinale erreicht haben. Mal schauen, wie weit wir kommen können. Der nächste Gegner ist der SC/ESV Parndorf – da stehen die Chancen so 50:50. Natürlich müssen wir auch darauf achten in der Meisterschaft von den ganz hinteren Plätzen der Tabelle wegzukommen."

"Kleine finanzielle Anerkennung brächte den Frauenfußball weiter"

Die grundsätzlichen Steine die im Weg liegen um den österreichischen Frauenfußball schneller weiterzubringen sieht Gerhard Vidovic in Bezug auf die Trainingsintensität. „Die Athletik ist ganz sicher noch das größte Manko des österreichischen Frauenfußballs wenn man diesen mit den Leistungen in den führenden europäischen Nationen vergleicht. In diesen führenden Ländern kommt den Spielerinnen zumindest eine kleine finanzielle Anerkennung zu. Damit ist es dann auch möglich eine größere Trainingsintensität zu erreichen. Unsere Spielerinnen finanzieren einen großen Teil des Spielbetriebes praktisch selbst – sind also absolute Idealisten und leben voll für ihren Sport. Natürlich lassen sich Arbeit, Schule oder Studium nicht ohne weiteres mit dem Training in Einklang bringen", erklärt Gerhard Vidovic.

Ligasponsor - eine reizvolle Idee von Gerhard Vidovic

Eine höchst reizvolle Idee schlägt Gerhard Vidovic in Bezug auf die österreichische Frauenliga vor. „Es wäre sicher ein großer Fortschritt, wenn man einen Ligasponsor gewinnen könnte. Das würde das mediale Interesse noch zusätzlich pushen. Es ist schon viel besser geworden und auch die großen Zeitungen berichten immer wieder über die Frauenfußballszene in Österreich. Der letzte Sieg der österreichischen Frauenfußballnationalmannschaft gegen Portugal wurde zumindest in den meisten Medien erwähnt."

Österreich - Portugal nicht im TV?

Trotzdem ist es aber höchst verwunderlich, mit welch unterschiedlichen Maßstäben über Männer- bzw. Frauenfußball berichtet wird. Die Popularität des Frauenfußballs ist zwar in Portugal auch nicht sonderlich groß, aber man bedenke mal welchen Volksaufstand es geben würde, wenn ein Spiel des Herren-Nationalteams nicht im Fernsehen zu sehen wäre – gar bei einem Sieg der österreichischen Mannschaft. Potentielle Sponsoren und Medien sollten durchaus ein paar Gedanken daran verschwenden, dass man vor einem Spiel der Frauen-Fußballnationalmannschaft auch etwas anderes bewerben könnte als Autos oder Bier – die Bereitschaft der weiblichen Bevölkerung sich mit Kickerinnen zu identifizieren ist ganz sicher auch in Österreich vorhanden.

Wir bedanken uns bei Gerhard Vidovic für das interessante Gespräch.


von Josef Krainer