Austria XIII peilt Top 5 an!

"Gleich das erste Match gegen Stadlau haben wir verloren, ohne wirklich eine Chance zu haben." Für Michael Keller, Trainer des FV Austria XIII Auhof Center, war der Start in die heurige Saison ein holpriger, lange fehlte die notwendige Konstanz im Spiel des Tabellenfünften. Mitte des Herbstes wurde es zwar besser, "insgesamt hatten wir aber zu viele Schwankungen." Dass jedoch noch einiges möglich ist, weiß der Chefcoach auch. "Wir hoffen auf ein leistungsstarkes Frühjahr wie 2022", so Keller.

Schwankungen verhindern bessere Ausbeute

Denn trotz eines überzeugenden Schlusssprints in den letzten Runden, gelang es nicht, konstant Leistungen über längere Zeit zu bringen. "Auf der einen Seite haben wir in einem unglaublich starken Spiel Schwechat nach 0:1-Rückstand noch 3:1 geschlagen und auf der anderen Seite verlieren wir Spiele, die man einfach nicht verlieren darf", ärgert sich Keller. Problem sei auch, dass man gleich 26 Gegentreffer erhielt. "Wir haben zwar auch 33 Tore geschossen aber die Anzahl der Gegentreffer ist trotzdem zu hoch." 

Verletzungen erforderten Defensivumstellung

Das führt der 60-Jährige auch auf zahlreiche Umstellungen in der Verteidigung während der Herbstsaison zurück. "Wir dürfen nicht sechs Mal verlieren aber einfach war es auch nicht, weil gleich mehrere Akteure in der Verteidigung ausfielen oder ungewohnte Rollen einnehmen mussten. Erst am Ende haben wir dann Stabilität gewonnen." Speziell die jungen Spieler hätten aber aufgezeigt und sich bewiesen.

Besser lief es in der Offensive. Benedikt Martic mit 14 Toren und Stefan Nemetz mit 9 Toren machten zusammen alleine zwei Drittel der 33 Volltreffer aus. "Ein enorm starkes Duo, für das es auch immer wieder Anfragen gibt. Das spricht für uns." Handlungsbedarf sieht Keller aber in einem spielstarken Sechser, "der Linie in unser Spiel bringt und die Jungen führt. Andrija Pavlovic wäre ein solcher, ist aber selber erst 21 Jahre alt."

Hoffen auf ähnliches Frühjahr

Dass man trotz eines punktereichen Herbstes eigentlich noch mehr Punkte hätte holen können, ist für Keller aber auch ein Ansporn. "Wir wollen im Frühjahr einen ähnlichen Lauf wie 2022 hinlegen. Da waren wir mit 33 Punkten das zweitbeste Frühjahrsteam. Die Top 3 werden schwierig, die Top 5 sind aber absolut unser Ziel." Auch im Toto-Cup ist man noch dabei und wolle da so weit kommen wie möglich. 

Liga an Qualität gewonnen

Dass die Wiener Stadtliga heuer eine große Leistungsdichte vorweise, spreche auch für die Liga und deren Mannschaften. "Donaufeld hatte letztes Jahr einen unglaublichen Lauf, da waren alle anderen chancenlos. Heuer hat man mit Schwechat, FavAC, Sportunion Mauer und SV Donau gleich vier hochkarätige Teams." Der Trainingsstart der Keller-Elf findet am 16. Jänner statt. Heimtraining hat er keines verordnet, denn "die Spieler müssen selber auf ihre Fitness schauen. Wie fit sie dann sind, sehen wir."

 

MW