Hubschraubereinsatz, Kreuzbandrisse und null Punkte - die Situation beim ASV13

Der ASV13 hat den wahrscheinlichsten schwersten Saisonstart. Zuerst muss man gegen die richtigen Top-Mannschaften ran. Dann verliert man noch dazu die direkten Duelle. Als wäre das alles nicht schon genug hatte man am 6. Spieltag einen Hubschraubereinsatz am Heimplatz. Ganz zu Schweigen von der hohen Anzahl an Verletzten. Gerhard Frey, sportlicher Leiter und Trainer der KM stellt sich nun den Fragen von Ligaportal und spricht über die Situation.

Ligaportal: "Erstmal das wichtigste, wie geht es dem Spieler, seit dem Zusammenstoß letzte Woche?

Gerhard Frey: "Seit Montag ist er wieder zu Hause, aber er kämpft stark mit den Nachwirkungen der schweren Gehirnerschütterung inklusive Schleudertrauma (eine Nacht lag er auf der Intensivstation). Abgedunkeltes Zimmer, viel Schlaf, Trinken nur mit Strohhalm, (fast) kein Handy und kein Fernsehen. Also nicht unbedingt das typische Leben eines 23-Jährigen. Aber zum Glück wird er sich wieder komplett erholen und das ist mit Abstand das Wichtigste!"

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Ligaportal: "Worauf führt man die aktuellen Leistungen und den Tabellenplatz nach fünf Runden zurück?"


Gerhard Frey: „Im letzten Sommertransferfenster mussten wir leider drei junge Leistungsträger mit enormem Potenzial abgeben in die Regionalliga abgeben. Uns gelang es nicht, diese Abgänge in der Mannschaft zu kompensieren. In Kombination mit mehreren Kreuzbandrissen oder anderen Verletzungen steht man jetzt vor einer sehr schweren Aufgabe. Dann spielt auch gleich am Anfang gegen Top-Mannschaft, das steigerte in Folge nicht das Selbstvertrauen meiner Truppe gegen die direkten Gegner. Auch die Häufigkeit von individuellen Fehlern ist enorm, sowas wird in dieser Liga sofort ausgenutzt.

 

Ligaportal: "Wie gehen sie als Trainer in die nächsten Wochen, woran wird man arbeiten?"

Gerhard Frey: „Wir setzen auf viele verschiedene Wege, um zu unserem Ziel zu kommen. Diverse Teambuilding-Aktionen und eine abwechselnde Trainingsgestaltung probieren wir aktuell durch. Als Trainer hinterfragt man auch seine Taktik und das Defensiv-Verhalten, bei solchen Ergebnisse. Jetzt ist es wichtig, die Fehler zu analysieren und herausfinden, womit die Mannschaft und ich am besten umgehen können. Es soll auch kein Talent auf der Strecke bleiben, die Situation ist auch eine Erfahrung für eine so junge Mannschaft, aus der man nur lernen kann. Viele Spiele werden heute auch schon im Kopf entschieden, da muss man als Trainer darüber in klaren sein, dass man auch den Kopf der Spieler trainieren muss, um mental auf dem Niveau zu sein.

 

Ligaportal: "Wo sehen sie sich nach 15 Runden, wenn die Hinrunde zu Ende geht?"

Gerhard Frey: „Realistisch, ähnlich wie im Vorjahr. Da konnten wir die Hinrunde mit 11 Punkten abschließen. Im Frühjahr konnten wir unsere Punkteausbeute dann verdoppeln und deswegen in der Liga bleiben. Das ist natürlich auch kein Dauerzustand, man möchte sich nicht jede Saison im Abstiegskampf befinden. Wichtig ist mir auch, dass wir es schaffen, das gesamte Potenzial auf den Platz zu bringen. 

 

Ligaportal: "Wie stellen sie sich auf die kommenden Runden ein und was ist möglich?"

Gerhard Frey: „Die Stadtliga ist eine Wundertüte, hier kann jeder jeden schlagen. Ohne die notwendige Leistung bringt uns das aber auch nicht. Ich habe immer vollstes Vertrauen in jedem, der auf dem Platz steht. Wenn, die Jungs dann noch die Erfolge auf dem Training auf den Platz bringen, ist hier sicher etwas für uns zu holen. Ein bisschen Spielglück, dass uns aktuell oft verlassen hat, wäre natürlich auch von Vorteil.

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