FC Pinzgau will sich nicht auf Lorbeeren ausruhen! Bierbaumer-Karriereende schmerzt

FC Pinzgau Saalfelden

Der FC Pinzgau Saalfelden beendete die abgelaufene Saison als viertbestes Salzburger Team auf dem starken achten Platz der Regionalliga West. Auch wenn den Pinzgauern kein Cup-Startplatz zugesprochen wurde, ist dieses Ergebnis ein Riesenerfolg. Vor allem der sechste Rang in der Rückrundentabelle darf zufriedenstellen. Dies sieht Chefcoach Markus Fürstaller nicht anders. Er weiß das tolle Resultat aber einzuordnen: "Im Nachhinein betrachtet ist der Tabellenplatz sehr gut, vor allem das Frühjahr ist positiv verlaufen. Es war aber sehr knapp. Auf den Lorbeeren dürfen wir uns also keinesfalls ausruhen. Das ist verboten. Der Schuss hätte leicht nach hinten losgehen können."

Herz der Mannschaft hört auf

Die Zielsetzung für die neue Spielzeit fällt daher ähnlich bodenständig wie in der Vergangenheit aus. Im Fokus steht der Klassenerhalt, wie Markus Fürstaller betont: "Wir wollen möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben." Dieses Ziel hätte er nach oben korrigiert, wenn ihm Kapitän und Abwehrboss Stefan Bierbaumer nicht abhandengekommen wäre. Der Jungpapa hat doch ein wenig überraschend sein Karriereende verkündet und wird künftig sträflichst vermisst werden. "Er war das Herz der Mannschaft und eine große Stütze. Er wird schwer zu ersetzen sein. Solche Leitfiguren sind ganz schwer zu finden. Mit ihm an Bord wäre die Zielsetzung eine andere", tut Markus Fürstaller dieser Abgang besonders weh. Zudem stehen auch Andreas Unterberger und Michael Schwaiger nicht mehr zur Verfügung. 

Vier Neuzugänge als Bereicherung

Den drei Abgängen stehen vier Neuerwerbungen gegenüber. Harald Nindl (Bramberg), Simon Viertler (Kitzbühel) und Harald Empl (Mühlbach/Pzg.) standen schon länger fest. Mit dem Piesendorfer Christof Klinkan, der zuletzt in der U19 des SV Grödig kickte, konnte zudem ein vierter Pinzgauer verpflichtet werden. Der Innenverteidiger soll behutsam herangeführt werden, so Markus Fürstaller: "Er ist ein junger Spieler, dem wir die Zeit geben werden, sich zu einer Stammkraft zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass er das schaffen wird." In den ersten Vorbereitungswochen hinterließen alle Neulinge einen guten Eindruck. Die Eingliederung schreitet rasch voran. "Die Neuen sind bereits gut integriert. Sie beleben das Trainingsgeschehen", ist Coach Fürstaller zufrieden. Dies gilt allgemein für die bisherigen Trainings, aber nicht für den ersten Probegalopp gegen den FC Kitzbühel.

Erfolgreicher Trainingsstart, missglückter erster Test

"Ich bin mit den Trainings sehr zufrieden, aber das Testspiel war eine Katastrophe", lässt FC Pinzgaus Übungsleiter kein gutes Haar an der 2:3-Niederlage gegen den Westligaabsteiger. "Das Ergebnis stört mich dabei nicht, sondern die Art und Weise wie wir aufgetreten sind. Das war keine gute Leistung. Wir haben uns katastrophal präsentiert. Das war von der Einstellung, vom Körperlichen und vom Spielerischen gar nichts. So geht der Schuss nach hinten los." Zuversicht kostet ihn dieser missglückte Start in die Testspielphase aber kaum. Nicht nur das sonstige Auftreten seiner Mannschaft, sondern auch die erfolgreiche Transferzeit lassen Markus Fürstaller positiv gestimmt in die nächsten Wochen gehen: "Mit den Transfers bin ich sehr zufrieden. Wir haben nur mit ganz wenigen Spielern gesprochen und alle Spieler bekommen, die wir wollten."

 

Geschrieben von Lukas Kollnberger

 

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