SC Kalsdorf: Mit einem Ex-Profi als Winter-Neuzugang auf einen ÖFB-Cup-Platz?

Im Sommer gab man beim SC Copacabana Kalsdorf das Ziel aus, nichts mit dem Abstiegskampf in der Regionalliga Mitte zu tun haben zu wollen. Die Schirgi-Männer überwintern auf dem siebten Tabellenplatz und sind dementsprechend mehr als im Soll, dem SCK gelang es offenbar die vielen Neuzugänge gut zu integrieren. Ligaportal sprach mit SCK-Sportchef Franz Schauer über den vergangenen Herbstdurchgang, die corona-bedingten Konsequenzen für Verein und Spieler sowie über die Kaderplanung und Zielsetzungen für das Frühjahr.

SCK-Sportchef Schauer: ''Würden gerne einen Cup-Platz ergattern''

Der SCK startete mit Siegen gegen Bad Gleichenberg und Weiz optimal in die Saison, doch anschließend folgten drei Pleiten am Stück. In der Folge stabilisierten sich die Schirgi-Männer wieder, von den verbleibenden acht Spiele bis zur Winterpause verloren sie nur zwei. In der Zwischenbilanz bedeutet dies den siebten Tabellenplatz, nur fünf Punkte ist der SCK entfernt von Spitzenreiter Gleisdorf und somit hat man noch alle Chancen auf eines der begehrten ÖFB-Cup-Tickets. Dies ist nun auch das erklärte Saisonziel, wie SCK-Sportchef Franz Schauer bestätigt: ''Wir stehen nicht so schlecht da und würden gerne einen Cup-Platz ergattern. Grundsätzlich sind wir mit der Herbst-Platzierung nicht unzufrieden. Wir hatten zwischendrin einige Ausfälle und hätten sogar den einen oder anderen Punkt mehr holen können'', fasst der sportliche Leiter den Kalsdorfer Herbst zusammen. Auch die Kalsdorfer hatten so ihre Probleme mit der Pandemie, wie Schauer erläutert: ''Nicht nur der Herbst, sondern das ganze Jahr 2020 war für den Verein sehr anstrengend. Man weiß ja schon nicht mehr wirklich, was passiert. Mich würde es wundern, wenn wir im Februar den Trainingsbetrieb wiederaufnehmen können. Die Spieler rufen ständig an, um zu wissen, wie es weitergeht'', zeigt sich Schauer im Hinsicht auf den Trainingsbeginn eher pessimistisch. Laut dem Sportchef hat der SCK bereits um Unterstützungszahlungen angesucht, bisher aber noch nichts erhalten.

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Nach zwei Jahren in Kalsdorf bricht Abwehrmann Emir Dautovic seine Zelte ab.

Vier Abgänge und ein Neuzugang: Ex-Profi Denis Straus stößt zur Kalsdorfer Truppe

Vier Abgänge müssen die Kalsdorfer auffangen - Emir Dautovic, der mit der SU Tillmitsch in Verbindung gebracht wird, Dominic Rass und Bian Paul Sauperl, die aus beruflichen Gründen zurückrudern müssen sowie Amar Ozegovic gehören im Frühjahr nicht mehr zum Kalsdorfer Kader. Im Gegenzug stößt mit Denis Straus ein slowenischer Ex-Profi zum Team von Jörg Schirgi. Der 24-jährige Außenbahnspieler kommt vom NK Cejle, im Vorjahr kam der Offensivmann zu 36 EInsätzen in Slowenien's höchster Spielklasse, doch ein Kreuzbandriss bremste den Slowenen im Herbst aus: ''Ich habe nach wie vor sehr guten Kontakt in die erste und zweite slowenische Liga. Ich habe dort einige Spiele beobachtet, Straus hat dann im Herbst bei uns mittrainiert'', so Schauer. Doch damit sind die Transferaktivitäten des SCK noch nicht beendet, ein Sauperl-Ersatz für das Sturmzentrum wird noch gesucht, doch spruchreif ist noch nichts. Die weiteren Abgänge wollen die Kalsdorfer vereinsintern mit Spielern aus der KM II kompensieren. Für die erneute Liga-Unterbrechung Anfang November zeigt Schauer grundsätzlich Verständnis: ''Ich glaube schon, dass es der richtige Zeitpunkt war, wenngleich man nicht viel gehört hat von Übertragungen'', bringt es der SCK-Sportchef auf den Punkt. Die ersten Testgegner des SCK sind die SV Lafnitz Amateure am 2. Februar 2021, zum Frühjahrsauftakt müssen die Kalsdorfer am 6. März 2021 bei den Sturm Graz Amateuren antreten.

Foto: Richard Purgstaller

Bericht: Pascal Stegemann

 


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