Rollentausch im Spiel der Runde 22! Allerheiligen fordert Gleinstätten

altaltWenn der ASV Stein Reinisch Allerheiligen am Freitag ab 19 Uhr auswärts in unserem Spiel der Runde 22 auf den SV Tondach Gleinstätten trifft, dann könnten die Rollen nicht klarer verteilt sein. Die Gäste kämpfen um Rang zwei in der Tabelle, die Hausherren um den Klassenerhalt. Doch Moment, dieses Mal sieht die Rollenverteilung dann wohl ein wenig anders aus. Allerheiligen fährt mit einer Rumpftruppe zum Süd-Derby - sechs Stammkräfte fehlen. Dazu trennte sich Anfang der Woche bekanntlich auch noch Trainer Andreas Moriggl von den Allerheiligenern.

"Was soll ich tun", sagt ASV-Interims-Coach Josef Felgitscher. "Wir werden uns sicher nicht abschlachten lassen, aber große Chancen rechnen wir uns in dieser Partie nicht aus. Andererseits hat es dann aber auch einen großen Reiz, mit den Jungs zu überraschen." Allerheiligen greift auf vier Spieler aus der zweiten Kampfmannschaft, die in der Gebietsliga West kickt, zurück. "Es geht nicht anders. Unser Kader ist von Haus schon dünn. Wenn dann so viele Leute nicht zur Verfügung stehen, müssen wir eben auf diese Variante zurückgreifen."

Rollentausch in der Südsteiermark

Scheinbar hat man die Rollen wirklich getauscht. In Gleinstätten fehlen inzwischen nämlich nur mehr Lukas Hasler und Daniel Buchegger verletzt. Gesperrt ist im Gegensatz zu den Gästen, wo Marko Kocever, Michael Kulnik und Manuel Suppan eine Sperre absitzen, gar niemand. Dazu kommt, dass die Mannschaft von Trainer Christian Gerlitz zuletzt einen sehr wichtigen Auswärtssieg in St. Florian feiern durfte. "Das waren wahrscheinlich die drei wichtigsten Punkte der Saison", erklärt der Übungsleiter, der allerdings auch weiß, dass der Sieg nur dann etwas wert war, wenn er auch bestätigt wird. "Das ist uns allen bewusst und ich weiß, dass mein Team auch in der Lage dazu ist, Allerheiligen zu schlagen. Nur mit Halbgas wird es aber auch nicht klappen."

Wenn nicht dieses Mal, dann nie

ASV-Sportdirektor Reinhold Wutte schiebt die Favoritenrolle gleich ganz den Hausherren zu. "Wenn sie uns nicht schlagen, dann schlagen sie uns nie mehr", nimmt er seine Spieler vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte in Schutz. Dass der Abgang von Coach Moriggl nicht besonders hilfreich war, sei auch klar. "Das war kein netter Zug, aber was solls. Ich würde auch lieber mit einem besseren Gefühl zu meinem alten Verein fahren."

Interimscoach Felgitscher führte indes mit jedem Spieler Einzelgespräche. "Das geht an keinem Spieler spurlos vorbei. Wir haben alle mit Andi Moriggl sehr viel erreicht. Dass man da nicht zur Tagesordnung übergeht, ist für mich verständlich." Andererseits fordert der Neo-Coach von seinen Mannen auch so viel Professionalität, am Freitag fokussiert ins Spiel zu gehen. "Die Regionalliga ist nicht mehr irgendeine Klasse. Da geht es dann doch um Einiges und wir haben heuer ja auch noch ein Ziel." Man will den aktuellen Tabellenplatz verteidigen und vielleicht sogar noch einen oder zwei Ränge gut machen. "Das wäre das Ziel. Ob es uns gelingt, hängt auch ein wenig vom morgigen Spiel ab." Über seine Zukunft im Verein will er noch nicht sprechen. Nur so viel, dass man sich am Ende der Saison zusammensetzen werden, verrät er.

Die Gallier sind da

Und was ist eigentlich mit dem Derbycharakter des Spiels? Beide Trainer sind sich einig, dass es wohl schöner wäre, wenn beide bereits so gut wie fix vom Abstieg gerettet wären. Auf Gleinstätten wartet allerdings noch ein harter Endspurt. "Wir werden uns mit allem was wir haben, in die Schlacht werfen", verspricht Gerlitz und hofft auf drei Zähler. Setzt es eine erneute Heimniederlage und gewinnt Steyr bei den LASK Juniors, sind die Gleinstättener jedenfalls endgültig in der Kiste. Von Seiten der Allerheiligener treten übrigens 100 "Gallier" den Weg ins Tondachstadion an.

von Martin Mandl

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