Rückkehr an die Tabellenspitze: St. Anna düpiert Hertha Wels mit 6:2!

Am heutigen Freitagabend kam es in der 8. Runde der Regionalliga Mitte zum Aufeinandertreffen zwischen dem USV RB Weindorf St. Anna am Aigen und dem WSC HOGO Hertha Wels. Und erneut präsentierte sich St. Anna in absoluter Torlaune: Die Kocijan-Elf fertigte Titelkandidat Hertha Wels am Ende mit 6:2 ab, nach der Pause kamen die Steirer mächtig ins Rollen und scorten vier Tore in elf Minuten. Überragender Mann war Christoph Kobald, der drei Treffer beisteuern konnte, Michael Tieber traf doppelt und auch Marco Sundl trug sich in die Torschützenliste ein. 

Mächtig Betrieb: Zwei Elfmeter und drei Tore - St. Anna führt zur Pause

In der Anfangsphase trat die Hertha sehr dominant auf und hatte eigentlich das Spiel im Griff, den ersten Aufreger gab es nach knapp eine Viertelstunde, als der Unparteiische auf Elfmeter für Hertha Wels entschied. Doch der bereits in den letzten Wochen bärenstarke St. Anna Keeper Donner bewahrte Nerven und konnte den Penalty abwehren (17.). Kurz darauf startete die Hertha wieder einen guten Angriff über Aliti, doch dessen Flanke schoss Affenzeller über das Tor (21.). Und so rächte sich wenig später der vergebene Elfer, denn dieses Mal zeigte der Unparteiische auf der anderen Seite auf den Punkt. St. Anna-Kicker Christoph Kobald machte es besser als sein Gegenüber und verwandelte links unten zur 1:0-Führung (25.). In der Folge verhinderte erneut Donner einen Torerfolg der Gäste, Oliver Affenzeller tauchte allein vor dem St. Anna-Gehäuse auf, doch der Keeper verhinderte mit einer Top-Parade den Einschlag (32.). Die Herthaner wurden hier eiskalt von den Kocijan-Männern bestraft, denn quasi im Gegenzug stellte St. Anna durch Goalgetter Michael Tieber diskussionwürdig, weil eventuell irregulär auf 2:0 (34.). Doch kurz darauf gelang dem WSC der nicht unverdiente 1:2-Anschlusstreffer, Florian Maier nahm aus gut 16 Metern Maß und machte die Partie wieder spannend (38.). Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr und so ging es mit einer 2:1-Führung für St. Anna in die Pause. 

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Foto: Wie schon beim 5:1-Sieg gegen Bad Gleichenberg war St. Anna auch gegen den WSC mächtig in Torlaune.

Tollhaus St. Anna: Erneut vier Tore in elf Minuten

Die Heimischen eröffneten die zweiten 45 Minuten mit einem Paukenschlag, erst wenige Minuten war der zweite Durchgang alt als sich die Kocijan-Schützlinge über Tieber und Lackner durchkombinierten. Lackner's präzise Flanke konnte Kobald per Kopf mit seinem zweiten Treffer des Abends veredeln und auf 3:1 stellen (49.). Doch jetzt lief der USV-Motor erst so richtig heiß, erneut bekam Christoph Kobald die Kugel und machte den Dreierpack perfekt (53.). Wiederum nur vier Minuten später zappelte das Spielgerät erneut im Welser Netz: Dieses Mal hieß der Torschütze Marco Sundl, der einen Freistoß direkt zum 5:1 verwandeln konnte (57.). Der St. Anna-Express war wie gegen Bad Gleichenberg absolut nicht aufzuhalten, keine drei Minuten später machten die Hausherren das halbe Dutzend perfekt, wieder traf Michael Tieber dieses Mal nach feiner Latyak-Vorarbeit (60.). Nach diesem Offensiv-Feuerwerk ließen es die Hausherren verständlicherweise wieder etwas ruhiger angehen, was noch einmal die Herthaner - natürlich längst geschlagen - auf den Plan rief. Knapp 20 Minuten vor dem Ende verhinderte der erneut starke Keeper St. Anna's den Anschlusstreffer, ein paar Minuten später betrieben die Welser dann mit 2:6 durch ein Eigentor durch Marko Balazic lediglich Ergebniskosmetik (78.). Bis zum Schlusspfiff passierte nichts mehr, es blieb beim 6:2. Durch den nächsten Kantersieg gegen einen Titelfavoriten erobert St. Anna die Tabellenführung vom FC Gleisdorf zurück, der WSC hingegen erhält einen herben Dämpfer im Kampf um die Top-Plätze. 

Markus Waldl (Trainer WSC Hertha Wels): ''Sehr schwierig zum erklären, wie wir dieses Spiel verloren haben. Wir waren zu Beginn die dominierende Mannschaft und haben die Partie im Griff gehabt. Wir haben dann einen Elfmeter verschossen und richtig gute Chancen vergeben. St. Anna hat mit der ersten Aktion einen Elfmeter rausgeholt, das 0:2 war eine brutale Fehlentscheidung. Dann haben wir das 2:1 eigentlich zu einem guten Zeitpunkt geschossen, aber dann in der zweiten Hälfte innerhalb von fünf Minuten das Spiel verloren. Allerdings hat es St. Anna im Umschaltspiel auch richtig stark gemacht.''

Beste/r Spieler: Simon Donner (USV St. Anna am Aigen), Christoph Kobald (USV St. Anna am Aigen)

 

USV RB Weindorf St. Anna am Aigen - WSC HOGO Hertha Wels 6:2 (2:1)

STAHLBAU MÜLLER ARENA St. Anna am Aigen, SR Marcus Pottendorfer, 230 Zuseher

USV St. Anna: Donner, Petric, Schleich (64. L Salamun), Tieber (90.+1 N.  Salamun), Kobald (90.+1 Pfleger), List, Weber, Balazic, Sundl, Lackner (88. Thurner-Seebacher), Latyak

WSC Hertha Wels: Strasser, Maier, Mislov, Racic (60. Salo), Fröschl, Mayer, Gabriel, Holzinger (60. Hadzic), Affenzeller (67. Danicic), Jozic (81. Ljatifi), Aliti 

Torfolge: 1:0 Christoph Kobald (25.), 2:0 Michael Tieber (34.), 2:1 Florian Maier (38.), 3:1 Christoph Kobald (49.), 4:1 Christoph Kobald (53.), 5:1 Marco Sundl (57.), 6:1 Michael Tieber (60.), 6:2 Marko Balazic (ET.) (78.)

 

Foto: Richard Purgstaller

Bericht: Pascal Stegemann 

 


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