Drei Ausschlüsse beim Trainerdebüt von Christian Zieges Pinzgau gegen St. Johann!

Trainereffekt könnte man es nennen – ohne Zweifel hat der FC Pinzgau Saalfelden das erste Spiel in der Regionalliga West unter Christian Ziege gegen den TSV McDonald's St. Johann mit wichtigen Fußballtugenden gewonnen. In einer extrem hektischen Partie hat Pinzgaus Team den Gegner auch dann nicht unterschätzt, als St. Johann bereits mit zwei Mann weniger am Feld stand. Volle Kampfkraft ohne Kompromisse von Pinzgau brachte am Ende einen 2:1 Erfolg gegen einen Gegner, der gelbe Karten gesammelt hat. Einmal glatt rot und zweimal gelb-rot dezimierten die Kicker der Gäste am Feld entscheidend. Der Schiri versuchte sich mit gelben Karten zu wehren, besser wäre es wohl gewesen, die Gemüter rechtzeitig zu beruhigen.

 

St. Johann geht kurz vor der Pause in Führung

In der ersten Hälfte erleben über 300 Zuschauer und Fans eine ziemlich ausgeglichene Partie. Ermin Hasic kommt für Pinzgau zu einer guten Möglichkeit, aber ansonsten neutralisieren sich die Abwehrreihen ziemlich. Knapp vor der Pause schlägt es aber dann dennoch im Kasten der Heimelf ein. Nach einer Ecke trifft Florian Ellmer zum 1:0 für St. Johann.

Partie wird extrem hektisch

In Hälfte zwei wird die Partie unglaublich hektisch. Nach nur vier Minuten kassiert Lukas Beran die rote Karte – die Gäste mit einem Mann weniger am Feld. Es folgt eine weitere Serie an gelben Karten, die nicht ohne Nachwehen bleiben. Milan Sreco bekommt in der 63. Minute die zweite gelbe Karte und St. Johann steht mit zwei Mann weniger am Feld. Pinzgau kämpft voll weiter und unterschätzt den numerisch geschwächten Gegner in keiner Weise. Ermin Hasic gelingt in der 71. Minute das 1:1. Pinzgau drückt weiter und kann in der 83. Minute das Spiel drehen – 2:1 durch Tamas Tandari. Kurze Zeit danach der dritte Ausschluss für St. Johann - zweite gelbe Karte für Dusko Sakan. St. Johann hatte zwar die eigenen Nerven nicht im Zaum, aber ein guter Schiri sollte es auch verstehen, die Gemüter zu beruhigen, Dann muss man auch nicht zwölfmal zum gelben und einmal zum roten Karton greifen.

Christian Ziege, Trainer FC Pinzgau Saalfelden: „Es freut mich sehr, dass sich heute die Jungs mit einem Sieg belohnt haben. Dieses Gefühl haben sie ja schon länger nicht mehr gehabt. Sie haben alle Dinge, die wir unter der Woche besprochen haben, sehr gut umgesetzt – speziell im Spiel gegen den Ball. Die erste Halbzeit war sehr gut – trotz dem 0:1 knapp vor der Pause. Die zweite Halbzeit war dann sehr hektisch – so viele Karten und Ausschlüsse habe ich persönlich noch nie erlebt. Trotzdem ist es nicht einfach gegen einen numerisch unterlegenen Gegner ein Spiel zu drehen. Ein großes Pauschallob für das Team – speziell vom Einsatz her sehr ansprechend!“

Hannes Rottenspacher, Sektionsleiter FC Pinzgau Saalfelden: „Eine unnotwendigerweise sehr hektische Partie und deswegen drei Ausschlüsse für die Gäste. In der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe, die Mannschaften haben sich ziemlich neutralisiert. Die Spieler von St. Johann haben dann in Hälfte zwei ihre Nerven weggeschmissen. Wir haben uns in der numerischen Überzahl viele Möglichkeiten erkämpft und am Ende gewonnen.“

Ernst Lottermoser, Trainer TSV McDonald's St. Johann: „Der erste Grund für die Niederlage ist, dass wir sehr undiszipliniert gespielt haben. Die Hälfte der gelben Karten hätten wir uns sparen können. Der zweite Grund für die Niederlage ist die katastrophale Schiedsrichterleistung. Ich weiß jetzt nicht aus welchem Bezirk von Wien die Schiedsrichter kommen, die dann bei uns pfeifen. Bei der ersten roten Karte für unser Team war sehr viel theatralische Dramatik dabei, wie sich der Spieler von Pinzgau fallen gelassen hat. Und dazu kam dann bei uns in der entscheidenden Szene Unvermögen im Abschluss – statt 2:1 für uns 2:1 für Pinzgau!“

 

 

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