SC Kalsdorf: Kämpft der SCK heuer um den Ligaverbleib anstatt um einen ÖFB-Cup-Platz?

Der SC Copacabana Kalsdorf geriet im Herbst gehörig ins Stolpern und hinkt den eigenen Ansprüchen in der Regionalliga Mitte hinterher, letztlich überwintert man auf einem enttäuschenden 13. Platz und muss im Frühjahr um den Klassenverbleib zittern. Im September warf zudem Trainer Jörg Schirgi das Handtuch, Zoran Eskinja übernahm die Mannschaft. Ligaportal sprach mit SCK-Sportchef Franz Schauer über den vergangenen Herbst, das kommende Frühjahr sowie über die Zielsetzung und die Kaderplanung.

Abstiegskampf im Frühjahr? "Hatten im Sommer höhere Ansprüche"

Fünf Siege, ein Unentschieden und acht Niederlagee - das ist die mehr oder weniger ernüchternde Herbstbilanz der Kalsdorfer. Mit 16 Punkten und dem 13. Tabellenplatz müssen sich die Eskinja-Männer im Frühjahr auf einen Kampf um den Klassenerhalt einstellen. Dementsprechend ist man mit der gezeigten Leistung im Herbst nicht wirklich zufrieden, wie auch Kalsdorf-Sportchef Schauer betont: "Mit dem Tabellenplatz sind wir natürlich nicht zufrieden. Im Sommer hatten wir höhere Ansprüche und wir waren uns einig, dass die Top 6 möglich sind. Wir hatten auch einen guten Start und haben dann Hertha Wels geschlagen. Doch dann ist irgendwie der Wurm reingekommen, den wir auch nicht mehr loswerden konnten", zieht Schauer Resümee unter einen mehr oder weniger verkorksten Herbst. Aus diesem Grund sind die Kalsdorfer gezwungen ihre Saisonziele neu zu justieren: "Vor der Saison war das Ziel ganz klar ein ÖFB-Cup-Platz. Jetzt ist das Ziel nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Und das wird eventuell eine Herausforderung, denn bei einer Kürzung auf 16 Mannschaften könnten bis zu sechs Mannschaften absteigen", so Schauer. Bei dieser Mission nicht mehr helfen werden folgende drei Spieler, die den Verein fix verlassen werden: Stürmer Salko Mujanovic hat ein Angebot aus Bosnie vorliegen und ist auf dem Absprung. Auch der vom GAK ausgelihene Reality Arase Asemota kehrt nach Graz zurück und Aldin Aganovic heuert beim SV Wörgl an. Demensprechend verliert der SCK einiges an Qualität in der Offensive, weswegen auch Spieler im vorderen Mannschaftsteil als Neuzugänge gesucht werden: "Natürlich wollen wir unsere Offensive verstärken und uns beim Toreschießen verbessern. Mit Filip Smoljan vom GAK haben wir bereits einen Stürmer geholt, am kommenden Mittwoch könnten sich noch etwas tun."

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Gegen Aufstiegsfavorit Sturm II war für Kalsdorf im Herbst nichts zu holen.

SCK-Sportchef Schauer: "Wenn diese Saison nicht fertig gespielt werden kann, gehören die aus der Regierung entmündigt"

Der Kalsdorfer Sportchef hat außerdem eine Botschaft an die Politik, falls die RLM ein drittes Mal in Serie abgebrochen werden sollte: "Wenn diese Saison nicht fertig gespielt werden kann, gehören die aus der Regierung entmündigt. Mit 2 G kann man immer fertig spielen", lautet die eindeutige Meinung Schauer's, ob die Saison fertig gespielt werden kann oder nicht. Seit September hat Ex-"Gallier"-Coach Zoran Eskinja das Sagen in Kalsdorf, der 54-jährige beerbte Jörg Schirgi, der im September nach dem Cup-Aus gegen Serienmeister Red Bull Salzburg das Handtuch warf. Eskinja soll den SCK im Frühjahr zum Klassenerhalt führen, um Schlimmeres zu verhindern, den Kampf um einen ÖFB-Cup-Platz scheint man in Kalsdorf derzeit zumindest bereits aufgegeben zu haben. Der SCK-Sportchef Schauer tippt eher auf Hertha Wels als Meister: "Die Frage habe ich schon ein paar Mal gelesen. Hertha Wels hatte einen schlechten Start, sonst wären sie wahrscheinlich Herbstmeister geworden. Ich glaube, es wird ein Kampf bis zum Ende mit vielleicht besseren Chancen für Hertha Wels, die werden sich im Winter auch wieder gut verstärken", schließt Schauer ab.

Bericht: Pascal Stegemann

Foto: Richard Purgstaller

 


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