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Spieltagsanalyse

Regionalliga Mitte 15/16: Spieltaganalyse Runde 15 mit Reinhard Burits

Nach der 15. Runde der Regionalliga Mitte - powered by club-bodytec.at - blicken wir wieder mit unserem Experten Reinhard Burits auf die ereignisreichsten Spiele des vergangenen Wochenendes zurück. Am letzten Spieltag der Hinrunde gab es wieder sehenswerte Spiele, herausragende Akteure und hauchdünne Ergebnisse zu bestaunen. So waren bei gleich sechs Partien mit maximal einem Treffer Unterschied vor allem die Torhüter im Mittelpunkt. Last-Minute-Erfolge feierten zudem sowohl der ATSV Stadl-Paura als auch die Union St. Florian und die SPG FC Pasching/LASK Juniors. Mit nur fünfzehn Treffern war es das bislang torärmste Wochenende der Saison. (Jetzt Trainingslager buchen)

Reinhard Burits über...

... den Herbstmeister

Mit einem wahren Kraftakt hat sich der FC Blau-Weiß Linz doch noch den Herbstmeistertitel in der laufenden Saison gesichert. In den letzten zwei Spielen haben die Stahlstädter fünf Zähler auf den TSV Hartberg gut gemacht - während die Steirer federn lassen mussten. Reinhard Burits fasst zusammen: "Blau-Weiß hat eine sensationelle Saison gespielt. 35 Punkte sind sehr sehr gut, rechnet man das auf eine ganze Saison um, wäre das überragend. Außerdem haben sie mit drei erzielten Toren und nicht einmal einem Gegentreffer pro Partie einen unglaublichen Schnitt." Burits, der selbst bei den Linzer aktiv war, findet zudem auch das Zurückfinden in die Erfolgsspur beachtlich. Denn zur Mitte der Saison und auch vor wenigen Wochen schlitterte man in Minikrisen: "Das macht eine Klassemannschaft aus. So ein kleiner Leistungsabfall ist aber eigentlich normal und bei jeder Mannschaft einmal erkennbar."

Tolle Ergebnisse, Offensiv- wie Defensivleistung und ein funktionierendes Umfeld machen den oberösterreichischen Hauptstadtverein in diesem Jahr aus. Unserem Experten imponiert, wie das Team um Trainer Wilhelm Wahlmüller und Sportchef David Wimleitner harmoniert. "Es ist viel passiert in den letzten Monaten. Mit Wimleitner haben sie einen mehr als geeigneten Verantwortlichen, der die Liga und den Fußball sehr gut kennt, gemeinsam mit dem Coach wurden da kaum Fehlgriffe gemacht in der jungen Vergangenheit", meint Burits. "Ihre Transferpolitik war einfach super im Sommer. Wenn Kevin Vaschauner auf der Bank Platz nehmen muss und sich Fabian Schnabel erst in die erste Elf kämpfen muss, spricht das für enorme Breite im Kader. Die Neuzugänge wie Thomas Jackel, Dominic Rass oder Sinisa Markovic und Simon Abraham haben sich sofort eingefügt und spielten eine tolle Hinrunde."

... den Zweitplatzierten

"Sie haben gegen zwei sehr gute Mannschaften einen Punkt geholt", fasst Reinhard Burits die letzten beiden Ergebnisse des TSV Hartberg zusammen. Denn für ihn dominiert hier nicht der Gedanke, dass diese Partien eine Schwäche der Steirer zeigten, sondern unterstreichen, wie gut die beiden oberösterreichischen Vereine funktionieren. "Die Union St. Florian hat einen super Herbst gespielt, den sie mit diesem Sieg noch unterstrichen haben. Dass jetzt auch die Union Gurten gepunktet hat, passt da auch dazu!"

... Torhüterextreme

Nicht minder im Mittelpunkt wie die grandiosen Auftritte von Christoph Binder und Co. stand der Ausrutscher von Sturm Amateure-Torhüter Tobias Schützenauer. Das 18-jährige Talent leistete sich in der 91. Minute einen folgenschweren Patzer, der mit dem 2:1-Siegtreffer durch Stadl-Pauras Mario Petter bestraft wurde. Für Reinhard Burits kein Grund zum Verzweifeln: "Die Torhüter sind in der jetzigen Zeit extrem gefordert. Die Mannschaften stehen viel höher, attackieren früher, da muss auch der Goalie mitgehen und eine Art Libero markieren. Das macht das ganze Spiel natürlich noch viel komplexer." Fehler wie diese passieren nicht nur in Amateur- oder Halbprofi-Ligen, sondern auch viel höher. Das beste Beispiel: FC Bayern-Keeper Manuel Neuer. "Es schaut natürlich immer gut aus, wenn so ein Ausflug ein gutes Ende findet. Ich würde diese Situationen insgesamt nicht überbewerten. Ich ziehe den Hut davor, dass sich viele Goalies im neuen System weiterentwickeln können", meint Burits. "Ich hoffe und denke, dass er im Verein die Rückendeckung hat, die er jetzt vielleicht braucht. Er hat Mut bewiesen, das hat halt diesmal nicht funktioniert. Nun ist er wieder eine Erfahrung reicher! Mir als Trainer wäre es genauso lieber, er probiert's, als dass er zu zaghaft ist." Also Kopf hoch, Tobias Schützenauer!

... Parallelen zur Vorsaison

Vergleicht man den aktuellen Stand in der Tabelle der Regionalliga Mitte mit dem, der zur gleichen Zeit in der Vorsaison gültig war, dann stechen viele Parallelen ins Auge. Zwei Kärntner Vereine (WAC Amateure und Annabichler SV; ATSV Wolfsberg und SAK Klagenfurt) hängen in den Seilen und im Tabellenkeller fest. Im Tabellenmittelfeld drängen sich die Mannschaften auf minimalem Abstand aneinander. Aktuell beträgt der Abstand zwischen dem Drittplatzierten ATSV Stadl-Paura und dem Tabellenachten SC Kalsdorf nur fünf Punkte - im Vorjahr waren es an selber Stelle sechs Zähler Differenz. Zudem gibt es auch heuer wieder zwei souveräne Spitzenteams. Der große Unterschied zur Saison 2014/15: Der Kampf um den Titel ist spannend wie nie!

binder vsvorwärts

Zahlen zum Spieltag:

Heimsiege: 5 (62,5 %)
Unentschieden: 1 (12,5 %)
Auswärtssiege: 2 (25 %)
torreichstes Spiel: SV Lafnitz 3:1 (2:0) SK Vorwärts Steyr
erzielte Tore: 15

 

Foto: Harald Dostal

 

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