2. Runde ÖFB-Cup: Die ''Wölfe'' schenken dem Stadtrivalen gleich ein halbes Dutzend ein!

In der 2. Runde des UNIQA ÖFB-Cups kam es heute zum ''Wolfsberger Stadtduell'' zwischen dem ASCO ATSV Wolfsberg und dem RZ Pellets WAC. Acht Jahre ist es her, dass sich der ATSV und der WAC in einem Pflichtspiel gegenüberstanden. Am 5. August 2011 gewann der damalige Zweitligist WAC im ÖFB-Cup beim damaligen Kärntner-Liga-Klub ATSV mit 2:1. Erst vor vier Tagen musste sich der ATSV den RZ Pellets WAC Amateuren mit 0:1 geschlagen geben, gegen die Wolfsberger Bundesliga-Mannschaft hagelte es gleich ein halbes Dutzend. Beim souveränen 6:0-Sieg der Wölfe, bei dem unter anderem Weissman mit einem Dreierpack hervorstach, gab sich der Europacup-Teilnehmer keine Blösse.

Dominanter WAC: Weissman-Doppelpack bringt den Bundesligisten auf die Siegerstraße

Der favorisierte Bundesligist nahm vom Start weg das Heft in die Hand und übernahm die Spielkontrolle. Der WAC beherrschte Ball und Gegner und erarbeitete sich bereits in den Anfangsminuten ein Übergewicht. Dies schlug sich nieder in einigen guten Gelegenheiten für den WAC, ein frühes 1:0 lag hier in der Luft. Doch die WAC-Fans mussten bis zur 15. Spielminute warten, bis es soweit war: Ein Pass in die Tief fand Schmerböck, der per Stangl-Pass Weissman in Szene setzte. Der Stürmer musste nur noch den Fuß hinhalten, um den WAC mit 1:0 in Führung zu bringen (16.). Fast direkt im Gegenzug hatte Marcel Stoni den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Angreifer versiebte die Gelegenheit. Auch in der Folge stellten die Struber-Männer das dominante und gefährlichere Team - der WAC facheklte nicht lange und ging mit frühen Abschlüssen auf das 2:0. Der ATSV hielt im Rahmen seiner Möglichkeiten dagegen, konnte aber nach gut einer halben Stunde das 0:2 nicht verhindern. Nach einer feinen Kombination über Schmidt kam Weissman im Strafraum an den Ball und jagte die Kugel mit Hilfe der Latte unhaltbar in die Maschen (28.). Die Kirisits-Männer wiederum versuchten immer wieder für Offensivakzente zu sorgen, doch meist fehlte es am letzten Pass. Mit einer klaren 2:0-Führung für den WAC ging es in die Pause.

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Foto: Shon Weissman brachte den WAC mit seinem Doppelpack in Halbzeit eins auf die Siegerstraße.

Halbes Dutzend: Weissman, Baumgartner und Schmerböck erhöhen

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste: Der WAC übernahm früh das Kommando und drückte die Hausherren in die Defensive. In der 53. Minute musste ATSV-Rückhalt Friesacher mit einem Reflex das 0:3 verhindern (51.). Doch zwei Minuten später klingelte es dann das erste Mal im zweiten Abschnitt: Einen flachen Schöfl-Abschluss fälschte Weissman mit seinem dritten Treffer des Tages unhaltbar ab - 0:3 (53.). Und die Gäste waren noch lange nicht satt: Schmerböck zog von links einfach ab, doch die Kugel zischte knapp am langen Eck vorbei (66.). Mit dem dritten Treffer hatte der WAC dem unterklassigen Gegner natürlich den Zahn gezogen und so hatten die Kirisits-Männer nicht mehr viel hinzuzufügen. So richtig mit vollem Zug ging der Bundesligist auch nicht mehr zu Werke, die Struber-Elf verwaltete jetzt den klaren Vorsprung und spielte die Partie souverän herunter. Doch einen hatte der Favorit noch in petto: Rund eine Viertelstunde vor dem Ende stieg Baumgartner nach einer Ecke am höchsten und köpfte die Kugel zum 4:0 ein (75.). Doch auch der ATSV kam noch einmal zu einer guten Gelegenheit, doch Wutte schlug den direkten Freistoß aus hervorragender Position in die Mauer (79.). Und so setzten kurz darauf die Gäste mit dem 5:0 durch einen von Wutte abgefälschten Niangbo-Schuss noch einen drauf (83.). Doch auch dies sollte noch nicht der Schlusspunkt sein, denn vier Minuten später nahm Schmerböck ein Geschenk der Hausherren an und musste nach einem Abwehrfehler nur noch einschieben (88.). Mit einem halben Dutzend Tore gab sich der WAC nun zufrieden, den tapfer kämpfenden Hausherren war noch nicht einmal der Ehrentreffer vergönnt. Kurz darauf war Schluss: Der WAC wird seiner Favoritenrolle voll auf gerecht und zieht souverän in die dritte Runde ein.

Ortwin Laggner (Sektionsleiter RZ Pellets WAC): ''Wir sind früh in Führung gegangen, kurz nach der Pause haben wir dann das 2:0 gemacht. Das hat es natürlich leichter gemacht. Der ATSV hat sich dann weiter zurückgezogen und sie konnten kräftemäßig nicht mehr zusetzen. Bei uns hat heute das komplette Mittelfeld, mit dem wir normalerweise spielen, gefehlt. Wir haben gesehen, dass auch Spieler der sogenannten zweiten Garnitur vollkommen mitspielen können.''

 

ASCO ATSV Wolfsberg - RZ Pellets WAC 0:6 (0:2)

ATSV Arena, 2520 Zuseher, SR Thomas Fröhlacher

ATSV Wolfsberg: Friesacher, Maximilian Gollner, Seebacher, Rupp (72. Rokavec), Pfennich, Stoni (65. Pucher), Bae, Pöcheim, Wutte, Shabani (61. Kothmaier), Poljanec

RZ Pellets WAC: Kofler, Manfred Gollner, Weissman (67. Niangbo), Schmidt, Rnic (72. Peric), Sprangler, Baumgartner, Schöfl (83. Schmid), Wernitznig, Schmerböck, Gölles

Torfolge: 0:1 Shon Zalman Weissman (16.), 0:2 Shon Zalman Weissman (28.), 0:3 Shon Zalman Weissman (53.), 0:4 Dominik Baumgartner (75.), 0:5 Stefan Wutte (ET) (83.), 0:6 Marc Andre Schmerböck (88.)

 

Foto: Richard Purgstaller

Bericht: Pascal Stegemann

 

 

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