Corona-Krise (14): Bei den Jungen Wikingern wünscht man sich klare Ansagen vom Verband!

Derzeit steht der Fußball in Österreich aufgrund der Corona-Virus-Krise komplett still. Nicht nur die Profi-Ligen haben ihre Meisterschaften auf Eis gelegt, auch im Amateur-Bereich ist der Ligabetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt. Selbstverständlich ist davon auch die Regionalliga Mitte betroffen. Ligaportal sprach mit Herwig Drechsel, Trainer bei den Jungen Wikingern Ried und Tim Entenfellner, Team-Manager in Ried über die derzeitige Lage, die finanziellen und sportlichen Konsequenzen der Krise sowie über sinnvolle und notwendige Maßnahmen für den Club.

Junge Wikinger-Coach Drechsel: ''Das fairste wäre, wenn man bei dem engen Punktestand wie in der Regionalliga Mitte noch einmal beginnt''

Als Aufsteiger überwinterten die Jungen Wikinger Ried knapp über dem Strich, verpatzten den Frühjahrsauftakt gegen den SV Allerheiligen jedoch mit 1:2. Nun zog der Corona-Virus auch den Drechsel-Youngsters den Stecker und verdammte die Innviertler zum Heimtraining, wie Chefcoach Drechsel bestätigt: ''Die Spieler haben ein Heimprogramm bekommen, das sie abspulen müssen und welches auch notwendig ist. Wir können den Spielern nicht sagen, dass sie nichts tun müssen. Sonst sind auf einem Stand wie nach einem Monat Urlaub''. Die interne Kommunikation läuft bei den Jungen Wikingern derzeit über eine WhatsApp-Gruppe, um die Isolation aufrechtzuerhalten. Auch in Ried ist man sich nicht sicher, was die fairste Lösung wäre, falls die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann: ''Eine ganz faire Lösung wird es nicht geben. Ich glaube, das fairste wäre, wenn man bei dem engen Punktestand wie in der Regionalliga Mitte noch einmal beginnt'', glaubt Drechsel. Auch der Junge Wikinger-Coach glaubt eher nicht mehr an die Fortführung der Meisterschaft: ''Wir alle hoffen natürlich, dass bald wieder ein normaler Spielbetrieb stattfinden kann. Aber Stand jetzt sieht es leider nicht so gut aus''. Dennoch steht man in Ried hinter den Beschlüssen der Regierung, die als sinnvoll und alternativlos erachtet werden: ''Es sind definitiv notwendige Maßnahmen. Wir müssen schauen, dass wir das eindämmen und möglichst schnell in den Alltag zurückkehren können'',  gibt Drechsel die einschlägige Richtung vor.

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Durch die Angliederung an den Profi-Betrieb sind fehlende Zuschauereinnahmen nicht das Problem.

Teammanager Entenfellner: ''Nachwuchsbetrieb sollte aufrechterhalten werden können''

In finanzieller Hinsicht sind die Jungen Wikinger aufgrund der professionellen Umgebung viel besser aufgestellt als die meisten Ligakonkurrenten, wie der Marketing und Teammanger der Jungen Wikinger, Tim Entenfellner, bestätigt: ''Grundsätzlich verhält es sich mit einer zweiten Mannschaft in der Regionalliga anders. Bei unseren Matches spielen ja Zuschauereinnahmen eine eher untergeordnete Rolle.'' Damit haben die Jungen Wikinger selbstverständlich einen kleinen Wettbewerbsvorteil, denn bei vielen anderen Vereinen sind die Zuschauereinnahmen ein wesentlicher Bestandteil des Budgets. Dennoch dürfte auch die SV Ried von der Corona-Krise alles andere als unbeschadet bleiben, auch deshalb fordert Entenfellner von den Entscheidungsinstanzen eine möglichst schnelle Kommunikation: ''Ich glaube, dass es gut wäre, wenn man ein Datum oder ein Szenario bekommt, wann wieder gespielt werden kann. Außerdem sollten finanzielle Unterstützungen beschlossen werden, dass der Nachwuchsbetrieb aufrechterhalten werden kann'', hofft der Teammanager. Die Jungen Wikinger Ried sind besonders auf eine funktionierende Nachwuchsarbeit angewiesen, die Drechsel-Youngsters bestücken ihre Regionalliga-Truppe schließlich regelmäßig aus den eigenen Jugendakademien.

Bericht: Pascal Stegemann

Foto: Harald Dostal

 

 

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