DSC Deutschlandsberg: Mit einer Verjüngungskur will man einen einstelligen Tabellenplatz erobern!

Der DSC WONISCH Installationen Deutschlandsberg beendete die abgebrochene Regionalliga Mitte 19/20 auf dem elften Tabellenplatz und verpasste als nur sechstbestes steirisches Team ein ÖFB-Ticket. Damit verfehlte der Club die eigene Zielsetzung, für die Saison 20/21 wollen die Blau-Gelben nun einen neuen Anlauf starten. Der DSC steht ebenso vor der schwierigen Aufgabe mit der Corona-Krise umzugehen und wirtschaftliche und sportliche Problemstellungen erfolgreich zu lösen. Ligaportal sprach mit DSC-Sportchef Philip Leitinger über die kommende und die vergangene Spielzeit sowie über Kaderplanung und Zielsetzungen.

Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz - ''Haben eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend''

Natürlich hat man sich die vergangene Saison ganz anders vorgestellt, wie auch DSC-Urgestein Philip Leitinger kritisch anmerkt: ''Ich glaube, die letzte Saison war sehr verkorkst von uns. Mit der Mannschaft war nicht damit zu rechnen, dass wir keinen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Wir haben unser Ziel leider klar verfehlt, aber Jammern hilft nichts, wir sind jetzt wieder voller Tatendrang.'' Auch heuer will der DSC einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und ein ÖFB-Cup-Ticket ergattern, entweder über die Liga oder über den Champions Cup. Zum Vorteil könnte die Tatsache werden, dass die Deutschlandsberger den Großteil der Mannschaft aus dem Vorjahr halten konnte, wie auch Leitinger betont: ''Wir konnten den Stamm der Mannschaft halten. Natürlich war das aus budgetärer Sicht nicht leicht. Ich bin voll begeistert, dass 90 Prozent der Spieler mitgezogen haben. Von den meisten haben wir gehört, dass unser Umfeld einfach passt'', so der DSC-Sportchef. Dennoch gibt es sechs Abgänge zu vermelden, die der Verein mit jungen und hungrigen Spielern aus der Region kompensieren will: ''Wir wollten die Mannschaft verjüngen und haben Talente aus dem Bezirk geholt, die das Potenzial für die Regionalliga haben. Ich glaube, das ist uns gelungen. Wir haben heuer eine sehr gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern'', zeigt sich Leitinger optimistisch. Den Verein verlassen haben neben Tormann Christopher Prasser (FC Großklein) Kapitän Thomas Wotolen und Abwehrmann Marco Köfler, die in der vergangenen Spielzeit zu den festen Größen im Team von Christoph Meier zählten und gemeinsam bei Liga-Konkurrent Gleisdorf anheuern. Auch Jan Gruber (TuS Heiligenkreuz) und der erst in der Winterpause vom TSV Hartberg verpflichtete Nino Köpf (TuS Bad Gleichenberg) kehren den Deutschlandsbergern den Rücken. Die Liste der Abgänge beschließt Christoph Leitinger, der zum TuS Groß St. Florian wechselt.

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Foto: Christoph ''Ladi'' Meier darf fünf neue Gesichter beim DSC Deutschlandsberg begrüßen.

Fünf Neuzugänge beim DSC - Sturm wartet zum Liga-Auftakt

Als Neuzugänge darf der DSC Goalie Clemens Steinbauer begrüßen, der nach einer einjährigen Leihe vom TuS Groß St. Florian zum DSC zurückkehrt. Die Tormann-Frage war ein wichtiger Punkt, wie Leitinger betont: ''Nach dem Abgang von Prasser haben wir uns entschieden mit zwei jungen Tormännern in die Saison zu gehen, wir trauen beiden die Nummer Eins zu. Bisher war es auch vollkommen die richtige Entscheidung.'' Weiterhin kommt Stürmer Sebastian Weitlaner vom SV Pachern, der für den Oberligisten 19/20 fünf Tore in zwölf Spielen verbuchen konnte. Ebenfalls für den Sturm vorgesehen ist Roland Kober vom USC Eichkögl, der beim 5:3-Testspielsieg gegen Voitsberg mit einem Doppelpack bereits seine Qualitäten vor dem gegnerischen Gehäuse unter Beweis stellen konnte. Ein neuer Mann für das Mittelfeld ist Lukas Elias Kremser, der vom ASK Köflach kommt, wo der Neuzugang 19/20 auf zehn Einsätze kam. Die Liste der Zugänge beschließt Christoph Urdl von Liga-Konkurrent Sturm Graz Amateure, der mit 17 Einsätzen eine feste Größe bei den ''Jungblackys'' war und nun für die Deutschlandsberger die Außenbahn beackern soll. Auch dem bisherigen Trainer-Team vertraut man in der kommenden Spielzeit: Chefcoach Christoph ''Ladi'' Meier, Co-Trainer Christian Ziegler und Tormann-Trainer Franz Reiterer schenkte man weiterhin das Vertrauen. Sie sollen auch 2020/21 die Geschicke des DSC in die richtigen Bahnen leiten. Bisher haben die Deutschlandsberger drei Vorbereitungsspiele in den Beinen, die gegen Leoben, Ilz und Voitsberg allesamt gewonnen werden konnten. Zwei Aufbauspiele stehen für die Meier-Schützlinge noch auf dem Plan - am 31. Juli empfängt der DSC den FC Großklein und am 7. August den SV Frauental, bevor am 14. August zum Liga-Auftakt die RLM-Meister der Sturm Graz Amateure auf den DSC wartet: ''Großklein ist ein Oberliga-Verein, da werden wir viele unserer jungen Spieler spielen lassen. Frauental ist dann schon ein anderer Gradmesser. Wichtig ist, dass jetzt alle erstmal fit bleiben, unser Kader ist nicht der Größte'', bringt der sportliche Leiter mögliche Herausforderungen auf den Punkt. Der Liga-Auftakt gegen Sturm ist für Leitinger eine schwierige Aufgabe: ''Wir sind voll fokussiert auf den 14. August. Die Sturm Graz Amateure wollen Profis werden, die haben eine super Ausbildung genossen und sind ein richtiger Gradmesser'', weiß Leitinger. Auch deshalb zählt der sportliche Leiter die ''Jungblackys'' zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten, ansonsten gibt es für ihn keinen klaren Favoriten: ''Wir sind sehr froh, dass es wieder los geht, einen klaren Favoriten habe ich nicht. Bei Hertha Wels weiß ich nicht, wie sie sich verstärkt haben, Allerheiligen hat auch wieder eine super Truppe. Vielleicht sind es auch wir'', hofft der Ex-DSC-Kicker.

Foto: Richard Purgstaller

Bericht: Pascal Stegemann


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