LASK betreibt doppelte Wiedergutmachung bei Schützenfest gegen den SAK

lask bigsakGleich in zweifacher Hinsicht wollte sich LASK Linz im Heimspiel gegen den SAK Celovec/Klagenfurt rehabilitieren. Einerseits für die bittere 0:1-Pleite im Hinspiel, wo die Klagenfurter trotz zweier Ausschlüsse die Oberhand behielten. Andererseits für das 0:1 vergangene Woche gegen die Kapfenberg Amateure. Gegen eine dicht gestaffelte SAK-Hintermannschaft tut man sich lange Zeit schwer. Am Ende steht dennoch ein 5:0-Kantersieg zu Buche. Mann des Spiels ist mit seinem fünften Dreierpack einmal mehr Radovan Vujanovic. Mit dem Sieg bleibt der LASK auf einen Punkt an Spitzenreiter Pasching dran.

Standardsituation bringt frühe Führung  

Bei den Hausherren ersetzt Sebastian Schröger den gelbgesperrten Georg Harding im defensiven Mittelfeld. Beim SAK fehlen Murat Veliu und Helmut König ebenfalls auf Grund einer Sperre. Die erste Szene in Tornähe gehört den Gästen. Darijo Biscan startet ein Solo, wird aber von Balakiyem Takougnadi rechtzeitig geblockt. Die Linzer benötigen einige Minuten, um in die Partie zu finden. Der SAK steht tief, präsentiert sich kompakt in der Defensive. So bedarf es einer Standardsituation, um erstmals gefährlich vor das Tor von Gäste-Keeper Reichmann zu kommen. Wolfgang Klapf bringt einen Corner zur Mitte, über Kapitän Hieblinger landet der Ball vor den Füßen von Daniel Kogler. Der lässt sich diese Chance nicht entgehen, bringt die Schwarz-Weißen früh mit 1:0 in Führung (11.).

Trotz 2:0: Defensivreihe der Gäste bereitet Probleme 

Die Antwort der Klagenfurter folgt beinahe auf dem Fuße. LASK-Goalie Pervan zeigt sich aber aufmerksam, klärt vor dem heraneilenden Darijo Biscan. Im Gegenzug verpasst Vujanovic eine Fabiano-Hereingabe. Nach 25 Minuten profitieren die Linzer neuerlich von einer Standardsituation. Eine Kogler-Flanke berührt Kevin Puschl mit der Hand, Schiedsrichter Ciochirca zeigt auf den Punkt. Eine Sache für den Toptorschützen der Liga. Sicher verwertet Radovan Vujanovic den Strafstoß zum 2:0. Trotz des beruhigenden Vorsprungs tun sich die Heimischen in der Folge weiter schwer. Der SAK verfolgt seine Defensivtaktik auch nach zwei Gegentoren. Die Jagodic-Elf mit diszipliniertem Auftreten im Abwehrverhalten, lässt den Linzern kaum Räume. Der LASK zwar mit einem Übergewicht in Sachen Spielanteilen, nennenswerte Torszenen kreiert man aus dem Spiel heraus aber selten. Bis auf einen Klapf-Schuss sehen die Zuschauer in der ersten Hälfte kaum noch zwingende Gelegenheiten.

Entscheidung durch Doppelschlag  

Die zweiten 45 Minuten beginnen mit zwei leichtfertigen Ballverlusten der Hausherren. Der SAK kann das nicht ausnutzen, verpasst einen möglichen Anschlusstreffer. Den Linzern mangelt es in dieser Phase weiter an kreativen Einfällen. Das Spielgeschehen hat die Daxbacher-Elf aber fest im Griff. Nach knapp einer Stunde ist es schließlich ein Doppelschlag, der die Partie endgültig entscheidet. Eine Klapf-Flanke verwertet Fabiano zum 3:0 (58.). Nur eine Minute später trifft Vujanovic nach Vorlage von Benjamin Freudenthaler aus kurzer Distanz. Mit seinem 20. Saisontor erhöht er auf 4:0. Das Spiel ist nun gelaufen, die Linzer versuchen, das Torverhältnis weiter zu verbessern. Bereits in Minute 65 zappelt der Ball ein weiteres Mal im Netz der Klagenfurter. Sebastian Schröger bedient einmal mehr Vujanovic, der sich auch diese Möglichkeit nicht entgehen lässt. Mit seinem fünften Hattrick in der laufenden Saison sorgt er für den fünften Treffer des Tages. Der LASK gibt sich mit diesem Ergebnis aber nicht zufrieden. Die Schwarz-Weißen lassen nicht locker, halten den Druck hoch. Zwei Minuten vor dem Ende verpasst Vujanovic knapp sein viertes Tor. Danach passiert nichts mehr, der LASK feiert eine gelungene Wiedergutmachung und bleibt an Tabellenführer Pasching dran. 

 

Gerhard Klein (Teammanager LASK Linz):

"Das war heute eine ganz andere Partie als letzte Woche. Wir haben bis zur letzten Minute mit vollem Einsatz gespielt, einige schöne Kombinationen waren ebenfalls dabei. Die Mannschaft hat sehr guten Fußball gezeigt, der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient. Positiv ist zudem, dass wir in Sachen Torverhältnis bis auf einen Treffer an Pasching herangekommen sind. Von der Ausgangsposition ändert sich natürlich nichts, da Pasching auch gewonnen hat. Für uns gilt es daher, nächste Woche im Derby gegen St. Florian an die heutige Leistung anzuschließen und drei Punkte einzufahren."

Die Besten: Balakiyem Takougnadi, Radovan Vujanovic, Mario Hieblinger 

 

Igor Ogris (Sportlicher Leiter SAK Celovec/Klagenfurt):

"Wir haben ganz gut begonnen, sind dann aber durch einen Eigenfehler in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit war es ähnlich. Wir haben nicht schlecht angefangen und sind erneut für unsere Fehler bestraft worden. Der Sieg für den LASK war natürlich verdient. Die Linzer glänzten zwar nicht, das war aber auch nicht notwendig. Wir machen auswärts zu viele Eigenfehler, gegen eine solche Klassemannschaft kann man sich das einfach nicht erlauben. Jetzt gilt es, das nächste Woche zu Hause gegen Pasching wieder auszubessern und Punkte mitzunehmen."

 

Christoph Gaigg 

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