Hoffnungsschimmer für die Jungfalken? 2:1-Sieg in St. Florian

st-florian bigkapfenbergAm Freitagabend empfing Union T.T.I. St. Florian in der 25. Runde der Regionalliga Mitte die Kapfenberg 1919 Amateure. Die Gäste aus der Obersteiermark stande mit dem Rücken zur Wand. Den Gästen helfen nur noch Siege, wenn es mit dem Klassenerhalt noch irgendwie klappen soll. Und tatsächlich, die Gäste setzten sich knapp aber doch und mit Glück mit 2:1 durch. Die Heimischen scheiterten vor allem an der eigenen Chancenauswertung. Kapfenberg ziert weiter das Tabellenende, hat jetzt aber wenigsten 16 Punkte auf dem Konto.  

1:0 für Kapfenberg

Die St. Florianer starten besser ins Spiel. Nach wenigen Augenblicken gibt es auch schon die erste Chance. Ewald Huber tritt einen Freistoß und Thomas Höltschl vergibt nur ganz knapp. Die Gäste tun sich schwer, sie sind verunsichert. Im Frühjahr warten die Obersteirer noch immer auf den ersten vollen Erfolg. Mehr als Schüsse aus der Distanz sind nicht drin für die Kapfenberger. Die Heimischen werden vor allem über Standards gefährlich. Die Kapfenberger stehen insgesamt tief und spielen auf Konter. Nach 17 Minuten führt so ein Konter beinahe zur Führung. Verteidiger Dominic Winkler ist aber zur Stelle. In der 22. Minute ein schöner Spielzug über rechts: Auf einen Doppelpass von Himmelfreundpointner und Höltschl folgt der flache Ball in die Mitte, wo Ertl am kurzen Pfosten um Haaresbreite zu spät kommt. Der KSV verhält sich defensiv, traut sich nur ganz selten mehr Risiko zu nehmen. Dennoch steht es nach etwas mehr als einer halben Stunde 1:0 für die Steirer. Wunderschöner Spielzug der Gäste: von rechts wird der Ball auf die linke Seite gebracht, von wo aus Kurzmann in der Mitte Michael Vollmann bedient. Der lässt noch einen Gegenspieler stehen und schießt aus kurzer Distanz ins linke obere Eck ein - Lucic ist zwar noch dran, kann den Gegentreffer aber nicht mehr verhindern. Die Heimsichen zeigen sich davon aber wenig geschockt, jetzt nimmt die Partie Fahrt auf. Erst wird Höltschl nach einer scharfen Hereingabe noch entscheidend gestört, danach ein Schuss von Krennmayr geblockt. Den Sängerknaben fehlt teilweise das Glück in ihren Aktionen bzw. im Abschluss - immer steht ein Kapfenberger im Weg oder der Pass bzw. die Flanke kommt um einen Tick zu spät oder zu früh. Die St. Florianer wollen unbedingt noch vor der Pause ausgleichen. Gernot Falkner zieht aus der Distanz ab, der Keeper hat mit dem Ball größte Probleme und lässt ihn abprallen. Den Nachschuss von Himmelfreundpointner kann er dann aber parieren. Mit dieser Aktion geht es dann auch in die Pause.

St. Florian mit Top-Chancen 

Im zweiten Durchgang wieder eine starke Anfangsphase der Sängerknaben, nach einem Freistoß von Himmelfreundpointner kann Höltschl seinen Kopfball nicht aufs Tor setzen. In der 54. Minute muss der Ausgleich fallen: Ertl spielt nach einer Unstimmigkeit in der Kapfenberger Abwehr schön in den Rückraum, wo Thomas Höltschl freistehend aus sechs Metern zum Schuss kommt, doch mitten auf das Tor zielt und so der Gäste-Keeper halten kann. Die Oberösterreicher erspielen sich weiterhin Top-Chancen, aber sie bringen das Leder einfach nicht im Kasten unter. KSV spielt weiter auf Konter, was sich beinahe noch einmal bezahlt macht. Glanzparade von Lucic - der auffällige Thomas Schnittler zieht aus 25 Metern ab, doch der heimische Tormann kann den Ball aus dem Kreuzeck fischen. In der 70. Minute zappelt das Leder dann aber zum zweiten Mal im Netz. Miroslav Beljan zimmert einen Freistoß direkt in den Kasten. Jetzt muss St. Florian riskieren, wenn es noch mit Zählbarem klappen soll. Kurz darauf ein wunderbarer Diagonalpass von Krennmayr auf Himmelfreundpointner, der zumindest einen Eckball herausholt. Himmelfreundpointner spielt Huber flach an, der lässte den Ball durch und Höltschl kommt zum Schuss, trifft das Leder aber nicht voll und daher segelt die Kugel über das Tor. Es spielt nur St. Florian, während der KSV mauert und versucht, die drei Punkte über die Zeit zu bringen. Kurz darauf Pech für Lucic, der das Leder ans Aluminium knallt. Der Kapfenberger Keeper hätte hier keine Chance gehabt. Dann sieht ein Kapfenberger die Rote Karte. Nach einem Eckball fährt Albert Vallci mit der Hand zum Ball und es gibt Elfmeter. Lucic tritt an und verwandelt. Jetzt werfen die Gastgeber alles nach vorne. Sie wollen den Ausgleich erzielen und setzen Kapfenberg unter Druck. Schon wieder eine tolle Chance, der Ball ist sogar schon über der Linie, doch der Assistent entscheidet auf Abseits. Die letzte Aktion ist ein Freistoß für St. Florian, der aber nichts einbringt. Kapfenberg jubelt kurz darauf über drei Zähler. 

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