Traumtore en masse: Weiz dreht Partie gegen Wallern

Für den SV Zaunergroup Wallern läuft es ebenso wie beim Gegenüber, dem SC Sparkasse Weiz, aktuell nicht besonders gut. Im heutigen Duell in der 26. Runde der Regionalliga Mitte galt für beide, Wiedergutmachung für zuletzt enttäuschende Leistungen zu leisten, zudem mussten für die Gäste zwingend Punkte für den Kampf um Tabellenrang dreizehn her. Für die Wallerner lief zunächst alles nach Plan, ehe der Aufsteiger aus der Steirerliga auftrumpfte und eine Partie gespickt mit Traumtoren in einen 3:2-Heimsieg drehte.

Alles nach Plan für den SVW

Bei den Trattnachtalern konnte Noch-Trainer Harald Gschnaidtner auf einen vollzähligen Kader zurückgreifen, auch die Steirer hatten wieder eine starke Startelf nach zuletzt mehreren Ausfällen. Und der Favorit begann auch dementsprechend, hatte die ersten Standardsituationen und bei einem gut angetragenen Schuss von Patrick Durlacher Pech (12.). Direkt im Gegenzug bewiesen die Wallerner aber Eiseskälte. Nach einem langen Ball wurde Manuel Gerner bedient, der Stürmer ließ sich nicht bitten und schob an Goalie Sascha Harrer zur 1:0-Führung ein (12.). In der Folge drückten die Oberösterreicher auf den nächsten Treffer, klare Torchancen blieben aber aus. Eine grandiose Einzelleistung musste es richten. Simon Abraham, der im Sommer zum Ligakonkurrenten Blau-Weiß Linz wechseln wird, legte sich den Ball bei einem Freistoß zurecht und hämmerte von halbrechts aus 25 Metern genau in den Winkel (43.). Durchaus verdient gingen die Gäste mit dem 2:0-Vorsprung in die Pause.

Weiz trumpft auf - und dreht das Spiel

Auch nach dem Wiederanpfiff waren es zunächst die Abstiegsbedrohten, die den Ton angaben. Im Spielaufbau der Steirer schlichen sich zu viele Fehler ein, sodass auch auf deren Seite eine Standardsituation zum Tor führen musste. Goalgetter Christopher Feiner war es, der nach einer Ecke am höchsten Stieg und zum Anschlusstreffer einköpfelte (56.). Durch das Tor wirkten die Weizer aufgeweckter. Feiner (59.) und Christian Friedl (63.) ließen aber gute Gelegenheiten zunächst aus. Gerner, der Torschütze aus der ersten Halbzeit, fand in Harrer bei einem der seltenen gefährlichen Wallern-Abschlüsse seinen Meister (69.). In der 75. Minute klingelte es zwar im Kasten von Matija Dandic, Feiner verschaffte sich bei seinem Kopfball aber auf unfaire Art und Weise Platz und wurde zurückgepfiffen. Erst zehn Spielminuten vor dem Ende gelang der in dieser Phase verdiente Ausgleich des SC Weiz. Georg Grasser bereitete sich in ähnlicher Position wie Abraham in der ersten Halbzeit auf einen direkten Freistoß vor, traf ebenso wunderschön in die obere Ecke des Gehäuses zum 2:2 (81.). Für den SVW kam es sogar noch dicker: Nach einem Eckball faustete Dandic das Leder zu ungerecht weg, der eingewechselte Kevin Steiner zog ab und besorgte mit dem nächsten Traumtor den Endstand von 3:2 (87.). Wallern, das mit den null Punkten sicherlich nicht zufrieden ist, steckt also weiterhin hinten fest, die Weizer haben nun wieder alles selbst in der Hand, um das beste steirische Team der Liga zu werden.

SC Sparkasse Weiz : SV Zaunergroup Wallern 3:2 (0:2)

Siemens Energy Stadion Weiz, 600 Zuschauer, SR Stefan Krassnitzer

Torfolge: 0:1 (12.) Manuel Gerner, 0:2 (43.) Simon Abraham, 1:2 (56.) Christopher Feiner, 2:2 (81.) Georg Grasser, 3:2 (87.) Kevin Steiner

Stimmen zum Spiel:

Uwe Hölzl, Trainer SC Weiz: "Heute waren es zwei völlig verschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte war meine Mannschaft schwach, hat irgenwie nervös gewirkt. Ich weiß nicht genau, warum das so war. Wallern hat aggressiv und gut begonnen, haben aber nicht wirklich viele Chance gehabt. Wir sind aber gar nicht gefährlich geworden. Nach der Halbzeit hat Kevin Steiner dann den Umschwung gebracht, nachdem er drei Wochen verletzt war. Das Spiel ist dann auf ein Tor gelaufen, meiner Meinung nach war es auch beim nicht gegebenen Tor kein Foul. Letztendlich geht der Sieg in Ordnung. Schön langsam lichtet sich unser Lazarett wieder, wäre der Kader komplett, dann könnten wir sicher wieder unter den ersten fünf mitspielen."

Herwig Drechsel, sportlicher Leiter SV Wallern: "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut, haben wenig zugelassen und verdient 2:0 geführt. Danach haben wir unsere Gelegenheiten bei Kontern nicht genutzt und diese nicht gut zu Ende gespielt, dadurch haben wir die Weizer stark gemacht. Wir haben drei Tore nach Standards bekommen, was natürlich sehr bitter ist. Es war klar, dass Weiz nach dem Rückstand offensiver spielen wird, sie sind schlussendlich dafür belohnt worden."

Die Besten: Kevin Steiner, Markus Durlacher bzw. Simon Abraham, Michael Schildberger

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