Regionalliga Ost 2020 – Ein Jahr voller Probleme! – Erste Jahreshälfte 

Das Jahr 2020 werden die Allermeisten wohl nicht so schnell vergessen! Es war ein Jahr, das vor allem durch das Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen und Folgen geprägt war. Dies machte sich nicht nur im Profifußball, sondern vor allem auch im Amateurfußball Österreichs bemerkbar. Doch was bleibt uns nun von den vergangenen 12 Monaten? Im folgenden Teil des Jahresrückblicks lassen wir die ersten Monate und Ereignisse dieses Jahres Revue passieren!

 

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Bilder, die uns lange verwehrt geblieben sind!

 

Der gute alte Fußball!

Wer kennt es nicht? Sich zurücklehnen und im Internet die Wiederholungen oder Highlights der Herbstsaison 2019 anschauen. Die Bilder die dort sichtbar sind, wirken wie Ereignisse lang vergangener Tage, die die Sehnsucht in jedem einzelnen auf einen Höhepunkt treiben! Was wie selbstverständlich erschien, geht uns nun am meisten ab. Damit ist aber nicht nur der Spielbetrieb gemeint, der im Profifußball ja weiterhin gegeben ist, sondern vielmehr das ganze Drumherum. Mit anderen Worten, die Fans und die damit verknüpfte Atmosphäre, die einfach durch nichts ersetzt werden kann. War es einst nämlich tosender Jubel auf den Tribünen, sind es aktuell nur noch Schreie einzelner. Wann werden wir ihn also wiedersehen? Den guten alten Fußball.

Die Fußballwelt hält den Atem an!

Die Rückrunde der Saison begann im Frühjahr 2020 ganz nach Plan und ohne Aussicht auf das, was uns allen bevorstehen sollte. Doch als die ersten Corona-Fälle im Land bekannt wurden und der Druck auf die Regierung immens anstieg, wurde schnell klar, dass die Fortführung der Ligen nicht mehr dem Realismus entsprach. Anfang Jänner dieses Jahres war es dann schließlich soweit: Der Spielbetrieb in allen Ligen Österreichs wurde eingestellt, mit der Hoffnung, sobald wie möglich wieder loslegen zu können. Doch in der Regionalliga Ost wurde bekanntermaßen nichts daraus. Der ÖFB beschloss in seiner Präsidiumssitzung vom 15.04, den Abbruch aller Meisterschaften und Cup-Bewerbe, mit Ausnahme der Bundesliga, des ÖFB-Cups und der Zweiten Liga. 

Regionalligisten müssen abspecken!

Mit diesem Beschluss war also auch das Saisonende der Regionalliga Ost besiegelt, was viele Vereine in ein wirtschaftliches Chaos stürzte und unbedingte Reaktionen erforderte. Der 1. Wiener Neustädter SC stellte beispielsweise komplett auf Amateurbetrieb um, was zur Trennung von Trainer Thomas Fögel führte. Sein Posten übernahm im Anschluss Sportdirektor Jürgen Burgemeister. Vorstand Rainer Spenger äußerte sich damals wie folgt zu diesem Thema: „(…) durch den Corona-bedingten Abbruch der Meisterschaft haben wir allerdings zusätzliche finanzielle Probleme bekommen. (...) Wir können uns leider keine Angestellten mehr leisten, weder am Spieler-, noch am Betreuersektor. Profitum in Wiener Neustadt ist deshalb vorerst Geschichte. Wir machen mit dem finanziellen Irrsinn nicht mehr mit. Wer mehr verdienen will, muss sich einen anderen Klub suchen.“ So wie den Wiener Neustädtern erging es aber den meisten Amateurvereinen Österreichs. Durch den Abbruch mussten schließlich sie alle große finanzielle Einbuße hinnehmen. 

Fußball - Die Nahrung unserer Gesellschaft!

Die Folgen blieben allerdings nicht nur finanzieller Natur. Schließlich geht es im Fußball, wie wir alle wissen, nicht nur um das liebe Geld. Fußball ist in unsere Kultur nämlich von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Die Einstellung des Spielbetrieb fühlte sich in etwa jedoch so an, als hätte jemand einen Stecker gezogen, den man eigentlich nicht ziehen kann. Und das in einer Zeit, in der der Fußball, als Bindeglied einer Gesellschaft, am meisten benötigt wurde!

 

Im morgigen zweiten Teil des Jahresrückblicks wird der weitere Jahresverlauf, bis hin zum jetzigen Zeitpunkt, genauer beleuchtet!

 

Foto: Josef Parak

 

Samuel Marton

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