Sturm-Trainer Roman Mählich: "Europacup-Startplatz ist keine Vorgabe vom Verein"

Der SK Sturm Graz durchlebte in den letzten Wochen ein Wellenbad der Gefühle. Nach dem großen Jubel über den Einzug in die Meistergruppe der Bundesliga folgte gleich im ersten Spiel des Finaldurchgangs eine überraschende, aber verdiente 1:0-Heimpleite gegen den SKN St. Pölten. Eine Woche darauf feierten die Grazer einen knappen Auswärtssieg gegen die Wiener Austria, ehe man sich am vergangenen Sonntag Ligaprimus Red Bull Salzburg mit 1:3 geschlagen geben musste.

Foto: Richard Purgstaller 

Platz fünf spiegelt Leistungsstärke wider 

Laut Roman Mählich spiegle der 5. Tabellenplatz genau die aktuelle Leistungsstärke der Grazer wider. „Es war ein schwieriges Jahr. Ein großer Umbruch hat im Sommer vor einem Jahr nach dem Cup-Sieg stattgefunden. Die Mannschaft wird hin und wieder noch verglichen mit dieser ganz großen Truppe. So weit sind wir noch nicht“, so der Sturm-Coach gegenüber Sky

Sturm soll sich "peu à peu in der Offensive verbessern"

In der Defensive läuft es seit dem Amtsantritt von Roman Mählich rund. In elf Ligapartien kassierten die Steirer lediglich acht Gegentore. Der Fokus auf die Stabilität in der Defensive wirkte sich allerdings auf die Offensivbemühungen aus. In den letzten sieben Partien schossen die Blackys lediglich vier Tore: „Ich bin schon ein Verfechter einer guten Organisation im Spiel. Ich denke, dass das einfach wichtig ist. Wir wollen uns peu à peu in der Offensive verbessern. Wir wissen, dass wir zu wenig Tore schießen“, weiß Mählich.

Europacup-Startplatz keine Vorgabe des Vereins 

Doch welche Ziele steckt sich der SK Sturm? Was können die Steirer in dieser Saison noch erreichen? Das Erreichen eines Europacup-Startplatzes sei keine Vorgabe, bestätigt der Chefcoach. „Wenn es optimal läuft, dann können wir in dieser Gruppe auch den dritten Rang erreichen – aber es muss wirklich optimal laufen. Wir heben uns nicht ab von den Konkurrenten um den dritten Platz“, merkte der 47-Jährige an. „Wir müssen und wollen auch – das steht ganz oben auf der Liste – in den nächsten Monaten zeigen, dass wir auch in der Offensive besser Fußball spielen können als wir das bisher gezeigt haben“, kündigte der Niederösterreicher an. 

Mählich setzt verstärkt auf die eigene Jugend 

Auffällig ist, dass der Nachfolger von Heiko Vogel vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzt. Michael John Lema etwa stand in den letzten drei Spielen jeweils in der Startelf. Der 19-Jährige erzielte in Salzburg den Führungstreffer zum 1:0. Außerdem durfte sich am vergangenen Sonntag der erst 18-jährige Tobias Koch erstmals in der Bundesliga beweisen. „Ich stelle jetzt nicht nach Geburtsurkunde auf. Aber wenn ich im Training den Eindruck habe, dass die Jungs das Zeug haben, richtig gute Fußballer zu werden, dann denke ich, es kann nicht zu früh sein, ihnen auch die Möglichkeit zu geben sich zu präsentieren. Da habe ich auch keine Angst davor. Und so mache ich das. Das ist keine Vorgabe vom Verein, das ist meine Einstellung“, erklärt Roman Mählich.

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