ATSV Stadl-Paura: Nur ein Wunder kann die Traunviertler noch vor dem Abstieg retten!

Sportlich gesehen hätte der ATSV Stadl-Paura den Abstieg aus der Regionalliga Mitte durchaus verdient, die letzten beiden Halbsaisonen beendeten die Stadlinger auf dem vorletzten bzw. viertletzten Platz und nur weil die beiden Spielzeit annulliert wurden, hielten sie die Klasse. Ein noch schlimmeres Bild zeigt sich in diesem Jahr, nach überwiegend kläglichen Leistungen im Herbst findet man sich wieder einmal ganz unten wieder. Der vorläufige Tiefpunkt dürfte dabei die 0:13-Klatsche gegen Sturm Graz II in der letzten Runde vor der Winterpause gewesen sein. Ligaportal sprach mit Sportchef und Obmann Johann Stöttinger über den vergangenen Herbst, das kommende Frühjahr sowie über die Zielsetzung und die Kaderplanung.

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Auch bei Aufsteiger Treibach kam der ATSV unter die Räder.

Grauenhafte Bilanz: Nur sechs Siege in drei Saisonen

Die Bilanz der letzten drei (Halb-)Saisonen ist erschreckend und macht nicht gerade Hoffnung für das kommende Frühjahr: In den letzten 46 Liga-Spielen holten die Traunviertler lediglich 23 Punkte, umgerechnet brachten die Stadlinger dabei gerade einmal sechs Siege zustande. Im Herbstdurchgang der Saison 21/22 lief es einmal mehr katastrophal, mit nur fünf Punkten aus 16 Spielen und dem abgeschlagenen letzten Platz dürfte der Abstieg kaum mehr zu verhindern sein. Die Gründe für das erneut schlechte Abschneiden sieht Obmann Johann Stöttinger in der fehlenden Qualität des Kaders: "Wir hatten einfach keine passende Mannschaft und auch Pech, weil sich unser Tormann gegen den WAC das Kreuzband gerissen hat. Wir hatten in den letzten Wochen keinen richtigen Tormann." Doch Stöttinger geht auch kritisch mit seiner Mannschaft ins Gericht, schließlich verloren die Stadlinger auch gegen direkte Mitkonkurrenten: "Wir hätten auch den einen oder anderen Punkt mehr holen müssen, gegen den FC Wels hätten wir zum Beispiel nie verlieren dürfen", so der ATSV-Obmann.

ATSV-Obmann Stöttinger: "Kein Maleur in die OÖ-Liga abzusteigen"

Komplett abgeschrieben hat der Verein den Klassenerhalt noch nicht, wenngleich der ATSV-Obmann die Situation auch richtig einzuschätzen weiß: "Wenn wir die eine oder andere Verpflichtung tätigen können, dann ist vielleicht noch ein Funken Hoffnung da. Allerdings wäre es auch kein großes Maleur in die OÖ-Liga abzusteigen". Für den verletzten Keeper Matias Vivaldo suchen die Stadlinger auf jeden Fall Ersatz, ansonsten ist in Sachen Transfers noch nichts spruchreif. Auch wenn ein erneuter Liga-Abbruch dem ATSV zum erneuten Male in die Karten spielen würde, favorisiert Stöttinger die sportliche Lösung: "Ich hoffe, dass durchgespielt wird, auch wenn ein Abbruch für uns besser wäre. Wenn, dann möchte ich die Klasse sportlich halten". Trainingsauftakt ist am 17. Jänner, mit dem SV Micheldorf, dem ASKÖ Oedt 1b sowie dem SC Marchtrenk stehen bereits drei Testspielgegner fest. In punkto Titelkampf glaubt Stöttinger an ein steirisches Happy-End: "Meiner Meinung nach holt sich Sturm Graz II den Titel", glaubt der ATSV-Obmann. Die "Jungblackys" schenkten dem ATSV im letzten Spiel vor der Winterpause gleich 13 Buden ein.

Bericht: Pascal Stegemann

Foto: SK Treibach


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