SV Allerheiligen: Im Frühjahr soll es trotz aller Widrigkeiten wieder ein ÖFB-Cup-Platz sein!

Nach dem ''Vizemeistertitel'' in der abgebrochenen Regionalliga Mitte Saison 19/20 wollte der USV Stein Reinisch Allerheiligen an die größtenteils starken Vorstellungen anknüpfen, doch der Herbstdurchgang der Saison 20/21 lief für die ''Gallier'' nicht ganz zufriedenstellend. Der Liga-Dino überwintert nur auf dem elften Platz - um eines der begehrten ÖFB-Cup-Tickets ergattern zu können müsste die Eskinja-Elf im Frühjahr noch einen Zahn zulegen. Ligaportal sprach mit ASV-Manager DI Reinhard Hohl über den vergangenen Herbstdurchgang, die corona-bedingten Konsequenzen für Verein und Spieler sowie über die Kaderplanung und Zielsetzungen für das Frühjahr.

Runde zwei im Cup - in der Liga blieb man bisher unter den eigenen Erwartungen

Vor allem zu Saisonbeginn lief es bei den ''Galliern'' so gar nicht rund - fünf der ersten sieben Spiele vergeigten die Süd-Steirer teilweise unglücklich und verließen somit den Platz als Verlierer. Danach konnte sich der ASV zwar etwas steigern, der große Durchbruch blieb dem Liga-Dino jedoch bisher verwehrt. Nach dem ''Vizemeistertitel'' in der Vorsaison ist man bei den ''Galliern'' mit dem Herbst deshalb nicht wirklich zufrieden: ''Ich würde sagen, wir sind eigentlich sportlich nicht ganz zufrieden. Keine Vorwürfe an die Mannschaft, aber aus unserer Sicht haben wir in gewissen Phasen unglücklich agiert. Wir stehen nicht da, wo wir sein wollen'', so Hohl. Ein Grund für das mäßige Abschneiden dürfte auch indirekt mit den Spielverlegungen aufgrund von Corona zusammenhängen: ''Wir mussten 4 Meisterschaftsspiele absagen und mussten 3 Wochen mit Sondergenehmigung weiter für das ÖFB Cup Spiel gegen Amstetten trainieren.'' Deutlich besser präsentierte sich der RLM-Vizemeister im Cup, wie auch Allerheiligen's Manager Reinhard Hohl betont: „Wir haben extrem stark dagegengehalten. Man darf nicht vergessen, dass wir wegen Verschiebungen 3 Wochen kein Spiel gehabt haben. Uns fehlten 2 Minuten in der Nachspielzeit auf das Elfmeterschießen.“ Erst in der Verlängerung scheiterten die ''Gallier'' in der zweiten Runde an Zweitligist Amstetten, in der Liga waren die Erfolgserlebnisse eher seltener Natur: Vier Siege gelangen den Eskinja-Männern in elf Spielen, die wohl beeindruckendste Vorstellung war das 4:4 im Steirer-Derby gegen Deutschlandsberg als es den ''Galliern'' mit einer furiosen Aufholjagd noch gelang einen 0:4-Rückstand zu egalisieren. Die schwere Corona-Zeit mit ständigen Spiel-Absagen und Verschiebungen hat die Mannschaft gut weggesteckt, wie der Team-Manager betont: ''Aus meiner Sicht war die Stimmung den Umständen entsprechend sehr positiv. Wir hatten ja auch Corona-Fälle und bei den ganzen Ungewissheiten und dem ständigen Auf und Ab waren die Spieler sehr diszipliniert.'' Gerade diese Ungewissenheit machte auch dem ASV zu schaffen, die Süd-Steirer waren eines der Teams, die am meisten von den Spielabsagen betroffen waren: ''In Gleichenberg sind wir schon vor Ort gestanden, als das Spiel abgesagt wurde. Ich möchte dem Trainer-Team ein großes Lob aussprechen. Wir hatten immer wieder Ausfälle und sie haben es immer wieder geschafft darauf zu reagieren'', so Hohl.

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Kapitän und Tormann Flo Schögl soll die ASV-Kicker im Frühjahr in den ÖFB-Cup führen.

Zwei junge Spieler aus der Region als Neuzugänge, zwei Abgänge

Grundsätzlich steht jedoch auch der ASV hinter dem Meisterschaftsstopp im November: ''In der Gesamtheit muss man sagen, dass es wahrscheinlich nicht anders möglich war. Wir haben gemerkt, dass es ein großer Aufwand ist die Vorgaben einzuhalten. Wir haben auch gemerkt, dass es in der Kabine sehr schnell unkontrollierbar wird''. Im Hinblick auf das Frühjahr hofft man auch bei den ''Galliern'', dass die Corona-Situation einen Start im März zulasst, wie DI Reinhard Hohl betont: ''Eine konkrete Planung ist in diesen Zeiten extrem schwierig. Es könnte schon sein, dass Ende März wieder gespielt werden kann. Man muss aber auch eine Vorbereitungszeit einplanen, darauf kommt es an. Wintertransferzeit ist vom 7. Jänner bis 6. Februar.“ Corona hat auch den ASV hart getroffen, neben Ticketeinnahmen und Kantinenerträgen wurden auch die Sponsoren weniger: ''Auch der Ausfall von Vereinsfesten, Frühschoppen usw. fehlen. Sport, insbesondere Fußball ist gewohnt zu kämpfen, aber ohne finanzielle Unterstützung wird es nicht gehen'', richtet Hohl einen Appell an die Entscheidungsträger. Die ''Gallier'' haben beim Staat bereits um Unterstützung angesucht, bisher ist jedoch noch nichts eingelangt. Der ASV wurde auch am Winter-Transfermarkt aktiv und holte mit Jonas Janetzko (19) vom SC Unterpremstätten und Paul Kargl (18) vom SV Straß zwei junge Spieler aus der Region, weitere Transfer-Aktivitäten sind laut DI Hohl nicht ausgeschlossen: ''Momentan sind wir noch in Gesprächen, aber es kann sein, dass es sowohl weitere Zugänge als auch Abgänge geben wird.'' Mittlerweile steht fest, wer den ASV verlassen wird: Raphael Glanznig, der erst im Sommer nach Allerheiligen wechselte, geht zum TuS Heiligenkreuz, Stammspieler Daniel Bernsteiner zieht es zum SV Kaindorf/Sulm. Noch gilt es abzuwarten, ob die ''Gallier'' plangemäß starten können. Reinhard Hohl hat für das neue Jahr mehr als einen Wunsch: ''Gesundheit steht an erster Stelle. Gemeinsam schaffen wir diese herausfordernde Zeit.'' Sportlich soll es für den ASV im Frühjahr wieder besser laufen, der ÖFB-Cup-Platz bleibt weiter das erklärte Ziel: ''Wir hoffen, dass wir den Sprung ins vordere Mittelfeld schaffen. Wir haben noch ein paar Nachholspiele, wir haben das Ziel Cup-Platz noch nicht aufgegeben'', schließt Hohl ab.

Foto: Richard Purgstaller

Bericht: Pascal Stegemann

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