Union St. Florian knöpft zehn Kalsdorfern drei Punkte ab!

Die Union T.T.I. St. Florian hat zwar vor einer Woche ein beachtliches Unentschieden gegen den Tabellenvierten FC Blau-Weiß Linz feiern können, dennoch war die Abstiegsgefahr noch immer akut. Am heutigen Freitag empfingen die Sängerknaben in der 18. Runde der Regionalliga Mitte zuhause den SC Copacabana Kalsdorf. Die Steirer, die klar zu favorisieren waren, haben nach einem 4:1-Sieg in der letzten Woche den Erfolgslauf aber nicht fortsetzen können und konnten den nächsten oberösterreichischen Gegner nicht schlagen. Mit dem verdienten Sieg sind die Florianer dem Ziel Klassenerhalt wieder etwas näher.

Offensiver Beginn, Glanzparaden und aktive Neulinge

Die Elf von Neo-Coach Gerald Scheiblehner, der sein Heimspieldebüt feierte, startete angriffslustig in die Partie gegen den Tabellensiebten. Mit Edin Ibrahimovic, im Winter von der UVB Vöcklamarkt verpflichtet, und dem Ex-Paschinger Bünyamin Karatas in der Startelf gelang den Hausherren sofort die erste Torchance. Einen tollen Volley von Thomas Himmelfreundpointner konnte Kalsdorf-Goalie Weissenbacher aber ebenso sehenswert parieren (1.). Nur vier Minuten später dann der erste Aufreger des sehr spielfreudig geführten Duells: Ein ungestümes Einsteigen von Peter Riedl wurde mit Elfmeter für die Steirer geahndet. Doch Thomas Miedl konnte die Chance nicht nutzen, Reuf Durakovic erriet die Ecke und lenkte den Ball am Tor vorbei (5.). Die Offensivpower beider Teams ließ anschließend etwas nach, Karatas (8.) auf Seiten St. Florians beziehungsweise Weinberger (18.) auf Seiten Kalsdorfs konnten ihre Gelegenheiten nicht verwerten. In der 23. Minute war es dann abermals Himmelfreundpointner, der die beste Torchance der ersten Halbzeit für sein Team vorfand. Mit einem Traumpass auf die Reise geschickt lief der Angreifer aus halbrechter Position auf den gegnerischen Keeper zu, doch sein Schuss ging knapp neben das Tor. So beendete der Schiedrichter die ansehnliche erste Halbzeit vor nur rund 200 Zusehern mit einem torlosen Unentschieden.

Kalsdorf schwächt sich selbst

Der nächste Aufreger dann kurz nach der Pause. David Fink zog im Laufduell mit Ibrahimovic kurz nach der Mittelline die Notbremse. Der Stürmer wäre wohl dahin gewesen, hätte vermutlich die Kugel aber nicht vor dem gegnerischen Keeper erreicht. Der Schiedsrichter entschied - entgegen der Forderung der Zuseher - nur auf den gelben Karton (49.). Dennoch blieb Fink nicht mehr lange auf dem Platz, sein Arbeitstag war nach der zweiten Gelben Karte innerhalb von nur vier Minuten bereits nach 52 Spielminuten beendet. In Überzahl setzten die Florianer ihr Offensivspiel weiter fort. Nach einigen Angriffsversuchen war es dann Mario Buric, der die nächste Großchance zur Führung verwertete. St. Florian führte einen umstrittenen Einwurf schnell aus und über Umwegen gelangt der Ball zu Buric, der aus 16 Metern die Kugel ins lange Eck zirkelte. Keeper Weissenbacher war zwar noch dran, doch via Innenstange landete der Ball im Tor (65.). Danach gestaltete sich die Partie etwas zerfahren, die letzten zehn Minuten gehörten dann wieder den offensivfreudigen Union-Kickern. Da die Kalsdorfer immer mehr aufmachen mussten, kamen die Gastgeber zu Top-Gelegenheiten, doch weder der Schuss von Rudolf Naderer noch ein Ball von Rexhe Bytyci nach einem Konter fanden den Weg ins Tor. Die Floskel "Wer die Chancen nicht nutzt, bekommt hinten die Tore" zog in diesem Falle nicht. Die zahlreichen vergebenen Möglichkeiten rächten sich am Ende nicht, die Florianer schafften mit dem nächsten Achtungserfolg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt und liegen vorübergehend sogar auf Rang elf. Die Steirer hingegen verlieren langsam den Anschluss an das obere Tabellenmittelfeld.

Union T.T.I. St. Florian : SC Copacabana Kalsdorf 1:0 (0:0)

Sportpark St. Florian, 100 Zuschauer, SR Rene Bichler

Torfolge: 1:0 (65.) Mario Buric

Stimmen zum Spiel:

Wolfgang Spat, sportlicher Leiter Union St. Florian: "Es war ein gutes Match von beiden Seiten heute. Viele Chancen, auch Kalsdorf war sehr gut. Vielleicht waren wir um das eine Tor, um das Euzerl besser. Von den Chancen her war es ein verdienter Sieg, mit einer Top-Mannschaftsleistung gegen eine starke Mannschaft. Ich kann die Entscheidung beim Tor nicht beurteilen, aber diese Szene war nicht spielentscheidend, denn wir haben insgesamt sehr viele Chancen verhaut."

Christian Peintinger, Trainer SC Kalsdorf: "Ich denke, dass wir heute nicht unseren besten Tag gehabt haben. Der Sieg geht in Ordnung, wir haben in keinster Weise das Spiel, das wir uns vorgenommen haben, aufziehen können, aus welchem Grund auch immer. Zu allem Überdruss verschießen wir auch noch einen Elfmeter, und beim Tor war der Einwurf eine klare Fehlentscheidung. Der Einwurf wäre für uns gewesen, was mir der Schiedrichter auch nach dem Spiel noch gesagt hat, aber der Referee ist nicht Schuld an der Niederlage. Das Spiel ist hoffentlich eine Eintagsfliege, wir wollen an die Leistung vom Spiel gegen Wallern und von der Vorbereitung anknüpfen!"

Die Besten: Mario Buric, Thomas Himmelfreundpointner bzw. Christoph Weissenbacher

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