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Spielberichte

Premierensieg: Hartberg lässt Mattersburg keine Chance

Der TSV Prolactal Hartberg darf sich nach einem souveränen 4:2-Heimsieg gegen den SV Mattersburg über seinen allerersten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte freuen. Nach den knappen Niederlagen gegen Sturm und Admira legte der Aufsteiger gegen Mattersburg einen perfekten Start hin und ging bereits in der 1. Minute durch Zakaria Sanogo in Führung. Marko Kvasina gelang aber postwendend der Ausgleich (5.). Dank einem Eigentor von Mattersburg-Goalie Kuster sowie den Treffern von Flecker und Blauensteiner stellte die Hartberger auf 4:1. Der eingewechselte Jefte konnte nur mehr verkürzen. 

 

Gerald Baumgartner konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. 

Hartberg gelingt Blitzstart

Hartberg-Coach Markus Schopp nahm gegenüber der 0:1-Heimniederlage vor einer Woche gegen Admira zwei Änderungen vor: Statt Tobias Kainz und Christoph Kröpfl (beide Bank) begannen heute Michael Blauensteiner und Florian Flecker. Sein Gegenüber Gerald Baumgartner veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:2 gegen Salzburg nur auf einer Position: Cesar Ortiz stand aufgrund einer leichten Blessur nicht im Kader. An seiner Stelle begann Thorsten Mahrer in der Innenverteidigung der Burgenländer. 

Der Aufsteiger erwischte einen Blitzstart und durfte bereits in der ersten Minute den Führungstreffer bejubeln: Michael Huber schickte mit einem langen Ball in die Tiefe den pfeilschnellen Zakaria Sanogo auf die Reise, der auf und davon war und mit einem satten Schuss ins lange Eck auf 1:0 stellte (1.). Allzu lange durften sich die Oststeirer allerdings nicht über die Führung freuen, denn nur wenige Minuten später schlugen die Gäste zurück: Nach einer Hereingabe von Gruber legte Höller per Kopf auf Kvasina ab, der völlig unbedrängt einschieben konnte - 1:1 (5.). Der Bundesliga-Neuling ließ sich davon allerdings nicht aus der Fassung bringen und startete ein regelrechtes Powerplay: Kuster musste etwa gegen Flecker retten (23.).  

Die Hartberger Angriffswelle wurde jedoch von einem Elfer-Pfiff von Referee Altmann gebrochen. Rene Swete eilte aus seinem Tor und ging unnötigerweise ins Duell mit Kvasina, der sich geschickt fallen ließ. Julius Ertlthaler übernahm die Verantwortung, scheiterte aber an Swete, der stark abtauchte und somit seinen Fehler wieder gut machte (30.). Es war die Initialzündung eines weiteren Hartberger Sturmlaufs in der ersten Hälfte. Zunächst schickte Diarra mit einem perfekt getimten Steilpass Florian Flecker in die Tiefe, der das Leder staubtrocken ins lange Eck schlenzte - 2:1 (33.), ehe ein Eigentor von Mattersburg-Goalie Markus Kuster die Hausherren erneut jubeln ließ. Der Schlussmann der Burgenländer brachte eine Tadic-Ecke nicht unter Kontrolle und faustete das Leder ins eigene Tor - 3:1 (38.). Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. 

Mattersburg kann Aufsteiger nie wirklich gefährden

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften auf das Spielfeld der Profertil-Arena zurück. Unverändert blieb auch das Spielgeschehen: Hartberg hatte die Partie im Griff und war nach Wiederbeginn die engagiertere Mannschaft. Nach einem Querpass von Tadic hatte Rep den vierten Treffer auf dem Fuß, doch der Neuzugang verzog (58.). Wenig später machten die Hartberger alles klar: Ein abgerissener Schuss von Rep landete bei Michael Blauensteiner, der aus kurzer Distanz mühelos auf 4:1 stellte (62.).

Mattersburg gab jedoch nicht auf und verkürzte: Der eingewechselte Jefte Betancor stand bei einer Jano-Flanke goldrichtig und köpfelte ein - 4:2 (70.). Spannend wurde es aber nicht mehr. Ganz im Gegenteil. In der absoluten Schlussphase waren es eher die Hartberger, die dem fünften Treffer näher waren als die Gäste dem dritten. Am Ende durften sich die Oststeirer über einen hochverdienten Sieg freuen. 

Stimmen zum Spiel

Markus Schopp, Trainer TSV Prolactal Hartberg: „Die Mannschaft hat sich das in den ersten beiden Spielen eigentlich schon verdient. Sie haben heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Der Sieg ist ein schönes Gefühl, vor allem, wenn man weiß, wie die Mannschaft in den letzten beiden Spielen für Kleinigkeiten bestraft wurde. Es ist eine schöne Belohnung für alle, die sich in den letzten Wochen und Monaten bemüht haben, dass wir in der Bundesliga spielen können. Wir müssen am Boden bleiben. Es wird nicht weniger leicht in den nächsten Wochen, Punkte zu machen. Es ist noch Luft nach oben.“

Gerald Baumgartner, Trainer SV Mattersburg: „Es war sehr kurios. Wir haben uns viel vorgenommen und wollten ein Feuer entfachen, um drei Punkte zu holen. Der Spielverlauf war sehr schlecht mit dem 0:1. Wir sind zurückgekommen, haben den Elfmeter nicht gemacht und beim 3:1 hat den Tormann die Sonne geblendet – es war mehr oder weniger ein Eigentor. Hartberg war mit komplett neuer Mannschaft unbekannt. Sanoga haben wir fast nicht in den Griff bekommen. Der Knackpunkt war für mich der Elfmeter und auch beim 4:1 haben wir gepatzt. Gesamt gesehen war es zu wenig und ein verdienter Sieg für Hartberg.“

Florian Flecker, TSV Prolactal Hartberg: „Wir haben es mit dem frühen Tor gut angelegt. Der parierte Elfer war sehr wichtig für die Moral, das Tor draufzulegen war ebenso wichtig für die Moral und war sehr gut. Ich probiere immer, mein Bestes zu geben. Es hat heute sehr gut funktioniert und wir haben gut harmoniert.“

Quelle: Sky

TSV Prolactal Hartberg - SV Mattersburg 4:2 (3:1)

Profertil-Arena; 2.812 Zuschauer; SR Altmann 

Tore: Sanogo (1.), Flecker (33.), Kuster (38./Eigentor), Blauensteiner (62.) bzw. Kvasina (5.), Jefte (70.)

Hartberg: Swete - Blauensteiner, Huber, Siegl, Rasswalder - Flecker, Ljubic, Diarra - Sanogo (81./Rotter), Rep (93./Kainz), Tadic (69./Holzer)

Mattersburg: Kuster - Renner, Mahrer, Malic, Kerschbaumer (77./Hart) - Jano, Salomon - Gruber (54./Jefte), Ertlthaler (65./Bürger), Höller - Kvasina 

 

Foto: GEPA pictures/Red Bull Media

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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