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LASK: Oliver Glasner hat im Sturm die Qual der Wahl

Mit einem Rückstand von 14 Punkten auf Tabellenführer Red Bull Salzburg nimmt der LASK die letzten vier Partien im Grunddurchgang der Tipico Bundesliga in Angriff. Das erste Ligaspiel im Jahr 2019 steigt am Freitag in einer Woche zu Hause gegen die Wiener Austria. Zuvor geht es für die Linzer bereits am kommenden Samstag daheim gegen St. Pölten um den Einzug ins Cup-Halbfinale. Da sollen die Athletiker im besten Fall an die hervorragenden Leistungen im Herbst anschließen. Trainer Oliver Glasner nahm sich im Rahmen der Frühjahrsstart-Pressekonferenz in Wien Zeit für ein Gespräch mit Ligaportal, äußerte sich zur Vorbereitung, zu den Neuerwerbungen und zum bevorstehenden Cup-Viertelfinale gegen St. Pölten. 

Oliver Glasner nahm sich im Rahmen der heutigen Frühjahrsstart-Pressekonferenz Zeit für ein Interview. 

Glasner schwärmt über Bedingungen in Spanien

Über den Verlauf der Vorbereitung zeigt sich der 44-Jährige sehr zufrieden: „Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, sehr gut durchziehen können. Die Spieler haben super mitgezogen - so, wie sie es eigentlich immer machen“, freut sich Glasner, der ebenso betont, dass es wichtig gewesen sei, kaum verletzte Spieler gehabt zu haben: „Wir hatten bis auf Fabian Benko keinen Verletzten zu beklagen - das war auch sehr positiv. Deswegen sehe ich die Vorbereitung als sehr gelungen an.“   

Wenn der Erfolgscoach der Oberösterreicher an das elftägige Trainingslager in Alicante (Spanien) zurückdenkt, gerät der gebürtige Salzburger ins Schwärmen: „Das war mit der beste Platz, auf dem ich in meiner Karriere nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler trainiert habe. Wir haben super Bedingungen vorgefunden, das Wetter war top. Alles, was wir uns zu Hause auf den Wunschzettel geschrieben haben, wurde dort erfüllt.“ Im luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel „La Finca“ residierte man sogar lange Zeit als einzige Fußballmannschaft. Erst gegen Ende des Aufenthalts stieß ein internationaler Topklub dazu: „In den letzten drei Tagen ist dann noch Zenit St. Petersburg dazugekommen“, verrät Glasner.  

Die 12 Sportdirektoren/Klubmanager der Bundesligisten kamen heute in luftiger Höhe zu Wort. Foto: Josef Parak

„Es war eine relativ ruhige Transferzeit“ 

Transfertechnisch hat sich beim Tabellenzweiten der Bundesliga nicht allzu viel getan. Die beiden Wunschspieler Stefan Haudum (von Blau-Weiß Linz) und Joao Klauss (TSG Hoffenheim) konnten bereits in der ersten Jännerhälfte verpflichtet werden. Ende Jänner wurde mit dem 19-jährigen Ghanaer Ishaku Konda noch ein Perspektivspieler für die Innenverteidigung verpflichtet. Bis auf Dogan Erdogan, der im Herbst ohnehin keine Rolle mehr gespielt hatte und dessen Abgang bereits im November angekündigt worden war, konnten sämtliche Leistungsträger gehalten werden. „Es war eine relativ ruhige Transferzeit“, bestätigt Glasner. Wenngleich es sowohl konkrete als auch lose Anfragen gegeben habe. Namen wollte der LASK-Coach allerdings nicht nennen. 

Viel wichtiger sei gewesen, dass man die neuen Spieler bereits zum Start der Vorbereitung im Verein begrüßen durfte: „Unser Ziel ist immer, dass wir die neuen Spieler zu Beginn der Vorbereitung bei uns haben, um sie sportlich und menschlich zu integrieren“, schildert Glasner. 

Kann der LASK an die starke Herbstsaison anschließen? Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hoher Konkurrenzkampf in der Offensive 

Mit der Verpflichtung von Joao Klauss wird der Konkurrenzkampf in der Offensive noch größer. Mit Klauss, Joao Victor, Goiginger, Tetteh, Otubanjo und Frieser haben die Linzer sechs Spieler im Kader, die sich um die drei vakanten Plätze in der Offensive matchen. Alle Stürmer wird der Trainer der Oberösterreicher wohl nicht zufriedenstellen können. Der Trainer der Linzer sieht allerdings vielmehr das Positive an der enormen Dichte in der Offensive: „Es ist schön, wenn die Positionen doppelt besetzt sind. Alle Spieler, die wir zu uns holen, sind absolute Teamplayer, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen. Deswegen habe ich da überhaupt keine Bedenken.“ 

Oder wird es doch ein weltweit einzigartiges System mit sechs Stürmern? „Vielleicht überlege ich mir noch, ob wir mit sechs Stürmern spielen. Momentan habe ich das noch nicht ganz gefunden, vor allem, dass wir dann auch wenige Gegentore bekommen“, scherzt ein gut gelaunter Oliver Glasner. 

Cup-Viertelfinale gegen St. Pölten als Standortbestimmung 

Für das anstehende Cup-Duell gegen St. Pölten weist Glasner die Favoritenrolle von sich: „Wir haben in dieser Saison zweimal gegen St. Pölten gespielt, beide Partien endeten mit einem Unentschieden. Das zeigt, dass zwei Mannschaften mit einem ähnlichen Leistungsniveau aufeinandertreffen. Aber wir sehen uns gut gerüstet und werden alles daran setzen, ins Cup-Halbfinale einzuziehen“, merkt der LASK-Coach an.

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Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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