Spielberichte

Trainereffekt hält an: Sturm feiert verdienten Heimsieg gegen Admira

Der SK Sturm Graz blieb auch im vierten Spiel unter Neo-Coach Roman Mählich ohne Gegentor und feierte einen hochverdienten 3:0-Heimsieg über den FC Flyeralarm Admira.

Fabian Koch brachte die Grazer im letzten Bundesliga-Spiel des Jahres nach etwas mehr als einer Stunde in Führung. Peter Zulj erhöhte unmittelbar vor Anbruch der Schlussviertelstunde per Traumtor auf 2:0, ehe der eingewechselte Philipp Hosiner in der Nachspielzeit seine dreimonatige Torsperre beendete und den 3:0-Endstand besorgte.

Die Grazer sind damit seit sechs Spielen ungeschlagen, verbesserten sich in der Tabelle auf Platz fünf und werden mit großer Wahrscheinlichkeit über dem Strich überwintern. Die Admira hingegen kassierte die vierte Niederlage im sechsten Spiel unter Reiner Geyer und geht als Tabellenletzter in die Winterpause. 

Philipp Hosiner konnte beim 3:0 über die Admira seine dreimonatige Torsperre beenden. Foto: Richard Purgstaller 

Sturm muss auf angeschlagenen Kapitän verzichten - Geyer muss drei Gesperrte vorgeben 

Sturm-Coach Roman Mählich musste im Vergleich zum torlosen Remis am vergangenen Sonntag gegen Rapid eine Umstellung vornehmen. Anstelle von Kapitän Stefan Hierländer, der beim Abschlusstraining einen Schlag abbekommen hatte und daher nicht im Aufgebot stand, spielte Lukas Grozurek, der erstmals seit Runde 12 wieder in der Startelf der Grazer gestanden war. 

Reiner Geyer musste in seinem sechsten Pflichtspiel als Cheftrainer der Admira auf die gesperrten Vorsager, Maier und Zwierschitz verzichten. Zudem saß Daniel Toth zunächst nur auf der Ersatzbank. Dafür spielten Spasic, Malicsek, Soiri und Sahanek von Beginn an. 

Sturm müht sich gegen mutiges Schlusslicht 

„Wir wollen mutig auftreten und den Gegner aus allen Himmelsrichtungen attackieren“, meinte Admira-Coach Geyer vor dem Spiel im Sky-Interview. Nachdem sich der Bengalen-Nebel verursacht von der Sturm-Choreo verzogen hatte, befolgten die Admiraner die Vorgabe ihres Gegners. 

Die Gäste agierten von Beginn an lästig, gingen früh drauf und hatten durch Patrick Schmidt die erste Chance des Spiels. Der Doppeltorschütze gegen Salzburg verzog jedoch deutlich. Die Grazer hatten in der Anfangsphase zwar deutlich mehr Ballbesitz (rund 67 Prozent), waren vom mutigen Beginn des Tabellenletzten jedoch sichtlich überrascht. 

Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe die Grazer erstmals anschrieben: Eze nahm sich ein herrliches Zuspiel von Maresic perfekt an und zog volley ab. Leicht abgefälscht prallte sein Schuss an die Stange. Zulj wollte nachsetzen, doch der Nigerianer kreuzte unglücklich seine Laufbahn (25.). 

Sturm war nun deutlich aktiver, gewann aber nur 35 Prozent aller Zweikämpfe. Dementsprechend selten schafften es die Hausherren, die Admira ernsthaft zu gefährden. 

Das Warten auf einen Schuss auf eines der beiden Tor hatte nach 38 Minuten ein Ende: Peter Zulj fasste sich ein Herz und feuerte aus gut 25 Metern einen krachenden Schuss ab, den Leitner stark parierte. Unmittelbar danach bediente Schrammel mit einem weiten Einwurf Eze, der sich stark durchsetzte, jedoch deutlich verzog (39.). Praktisch mit dem Pausenpfiff gingen die Südstädter beinahe in Führung: Sahanek zirkelte einen Freistoß aus rund 25 Metern gefühlvoll an die rechte Stange (45.+2). 

Hjulmand-Missgeschick leitet Sturm-Sieg ein, Zulj macht den Messi

Ohne personelle Veränderungen kehrten beide Mannschaften zurück auf das Spielfeld der Merkur-Arena. Unverändert stellte sich auch das Spielgeschehen dar. Die Grazer hatten weiterhin viel Ballbesitz, fanden im letzten Drittel jedoch keine Lösungen.

Dennoch blieben die Hausherren dran und profitierten letztendlich von einer unglücklichen Aktion von Admira-Talent Morten Hjulmand, der den Ball unglücklich in den eigenen Strafraum spielte, wo Rechtsverteidiger Fabian Koch lauerte und trocken ins kurze Eck abschloss - 1:0 (65.).

Gäste-Coach Reiner Geyer riskierte, brachte mit Bakis für Malicsek einen Stürmer für einen Defensivmann. Die Grazer machten jedoch weiterhin das Spiel, das unmittelbar vor der Schlussviertelstunde entschieden war. Peter Zulj tanzte in Manier eines Lionel Messi die gesamte Hintermannschaft der Admira aus und vollendete mit einem Schuss ins lange Eck - 2:0 (74.).

Die Gäste aus Niederösterreich gaben zwar nicht auf und hatten durch Bakis noch eine Chance auf den Abschlusstreffer, doch der eingewechselte Philipp Hosiner setzte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt: Der 29-jährige Burgenländer erzielte nach Huspek-Vorlage sein erstes Tor seit Mitte September - 3:0 (90.+3). Damit blieben die Grazer auch im vierten Spiel unter Roman Mählich ohne Gegentor. 

Stimmen zum Spiel

Roman Mählich, Trainer SK Sturm: „Zu Null ist schön, es war aber auch ein bisschen Glück beim Freistoß an die Innenstange in der 1. Halbzeit dabei. Wir sind geduldig geblieben und haben verdient gewonnen. Die Admira hat das gut gemacht. Würde es viel Sinn machen, wenn wir uns querlegen? (möglicher Abgang von Peter Zulj, Anm.). Dass ein Spieler seiner Qualität Angebote bekommt, ist klar. Man wird sehen. Ich bin nicht urlaubsreif, aber die Spieler haben sich den Urlaub redlich verdient.“

Peter Zulj, SK Sturm: „Großes Lob an die Mannschaft, sie hat einen guten Job abgeliefert. Es war ein schönes Spiel, nicht immer, aber unterm Strich zählen die drei Punkte. Heute Abend bin ich noch in Graz und danach im Urlaub. Ich habe Vertrag bis 2020.“

Reiner Geyer, Trainer Admira: „Wenn man die Spielstatistik sieht, waren viele Werte ausgeglichen. Unsere jungen Spieler haben das gut gemacht bei Sturm, die mit breiter Brust am Platz stehen. Wir haben das Spiel lange auf Augenhöhe bestritten, aber letztendlich hat die besondere Qualität das Spiel entschieden. Ich denke, dass wir absolut optimistisch sein können. Ab 9. Jänner werden wir angreifen und uns gut vorbereiten.“

Quelle: Sky

SK Sturm Graz - FC Flyeralarm Admira 3:0 (0:0)

Merkur-Arena; 7.048 Zuschauer; SR Muckenhammer 

Zum Live-Ticker SK Sturm Graz gegen FC Flyeralarm Admira

Tore: Koch (65.), Zulj (74.), Hosiner (90.+3)

Sturm: Siebenhandl - Maresic, Avlonitis, Spendlhofer - Koch, Zulj, Lovric, Schrammel - Kiteishvili (90.+2/Huspek), Eze (81./Hosiner), Grozurek (75./Lema)

Admira: Leitner - L. Malicsek (68./Bakis), Spasic, Aiwu, Thölke, Scherzer - Sahanek (90.+2/Kadlec), Starkl, Soiri, Hjulmand - Schmidt (77./Jakolis)

 

 

Geschrieben von Daniel Ringsmuth

 

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