Unserie gebrochen: Im 16. Anlauf gewinnt Altach erstmalig bei Sturm!

In der 17. Runde des Grunddurchgangs der tipico Bundesliga traf der SK Puntigamer Sturm Graz auf den Cashpoint SCR Altach. Und dabei gelang es den Vorarlbergern, die in 15 Spielen in Graz nur 3 Remis verbuchen konnten, einen vollen Erfolg unter Dach und Fach zu bringen. Die Altacher konnten damit mit einer starken Performance den zweiten Auswärtssieg in dieser Spielzeit sicherstellen. Damit hält der Höhenflug der Westösterreicher, die nun bereits 16 Punkte aufweisen, weiter an. Sturm Graz hingegen hat die Chance ausgelassen, den Wolfsbergern in der Tabelle auf die Pelle zu rücken. Aber gesamt betrachtet war das einfach zu wenig, was die Steirer da zum Besten gaben.

 

Jakob Jantscher mit dem Blitz-Treffer

In den vergangenen drei Runden schafften es die „Blackies“ spät aber doch, den Erwartungen gerecht zu werden. Mit den 7 Punkten gegen Hartberg bzw. bei Rapid Wien und WSG Tirol, ist es auch gelungen Boden in der Tabelle gutzumachen. Aktuell besteht sogar die Möglichkeit, mit einem vollen Erfolg, punktemäßig zum WAC aufzuschließen. Aber auch bei den Altachern war zuletzt eine Aufwärtstendenz erkennbar. So war es zuhause mit einem starken Auftritt gelungen, die „Eurofighter“ aus Wolfsberg in die Knie zu zwingen. Beim Duell zweier verletzungs bzw. krankheitsbedingt dezimierter Mannschaften, Huspek, Dominguez bzw. Anderson, Thurnwald und Karic fehlen, kommt es bereits in der 3. Minute zum 1:0. Jakob Jantscher marschiert nach Balaj-Assist alleine auf Gästekeeper Kobras zu und markiert trocken die rasche 1:0-Führung. Was den Plan der Gäste, die so lange wie möglich die Null halten wollten, völlig über den Haufen wirft. Nachfolgend gelingt es den Altachern den Steirern durchaus die Stirn zu bieten. Woran es aber auswärts einmal mehr mangelt, ist das Kreieren von Torchancen. Aber auch die El Maestro-Truppe zündet kein Offensiv-Feuerwerk. So kommt es, dass die Begegnung auf mäßigen Niveau so vor sich hinplätschert. Die Pastoor-Schützlinge agieren auch in der Schlussviertelstunde ansehnlich im Spielaufbau. Aber im entscheidenden Moment lässt man im letzten Drittel die nötige Gefährlichkeit gänzlich vermissen - Halbzeitstand: 1:0.

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Trainer Nestor El Maestro musste mit Sturm Graz gegen Altach eine ganz bittere Heimniederlage hinnehmen.

 

Altach kann das Spiel noch drehen

Der Gastgeber wird sich im zweiten Durchgang wohl um einiges steigern müssen, will man am 2. Adventsonntag nicht noch ein blaues Wunder erleben. Denn die Altacher haben, wie man es bewiesen hat, durchaus drauf, noch für eine Kehrtwende Sorge zu tragen. Von Beginn weg ist es dann tatsächlich der Fall, dass beide Teams darum bemüht sind ein Schäuferl nachzulegen. In der 48. Minute kommt Tartarotti aus vielversprechender Position zum Abschluss. Er setzt das Leder aber sehr deutlich über das Tor der Heimischen. Was in weiterer Folge dazu führt, dass Sturm Graz mehr und mehr die Spielkontrolle erlangt. Zweimal ist es Stefan Hierländer, der per Kopf an Torhüter Kobras scheitert. Was sich rächen sollte, denn daraufhin gelingt den Vorarlbergern der Ausgleich. Sam trifft vorher nur Aluminium, aber in der 62. Minute kommt es zum 1:1-Ausgleich. Über Schreiner und Berisha kommt das Leder zu Christian Gebauer, der Sturm-Torhüter Siebenhandl zu überraschen weiß. Jetzt ist so richtig Feuer im Spiel bzw. wogt die Begegnung hin und her. Gelingt es einer Mannschaft das möglicherweise entscheidende zweite Tor zu erzielen? Kiteishvili hat die neuerliche Führung vor den Beinen, aber Kobras packt zu bzw. weiß das zu verhindern. Als dann schon vieles auf ein Remis hindeutet kommt es doch noch zum Altacher Siegestor. 92. Minute: Die Grazer verzichten auf das Attackieren, Sidney Sam kann das ausnützen und markiert das 1:2-Siegestor. In der letzten Herbstrunde gastiert Sturm Graz am Sonntag, 15. Dezember um 17:00 Uhr beim LASK. Die Altacher bekommen es am Tag zuvor mit der selben Startzeit auswärts mit St. Pölten zu tun.

 

SK STURM GRAZ - SCR ALTACH 1:2 (1:0)

Merkur Arena, 8.052 Zuseher, SR: Oliver Drachta (OÖ)

SK Sturm Graz (4-2-3-1): Siebenhandl, Spendlhofer, Avlonitis, Sakic, Schrammel, Ljubic (86. Leitgeb), Kiteishvili, Jantscher (71. Röcher), Despodov, Hierländer (83. Pink), Balaj

SCR Altach (4-4-1-1): Kobras, Zwischenbrugger, Schmiedl, Puschl (81. Nussbaumer), Schreiner, Oum Gouet, Tartarotti (89. Maak), Nussbaumer, Sam, Gebauer, Berisha

Torfolge:  1:0 (3. Jantscher), 1:1 (62. Gebauer), 1:2 (92. Sam)

gelbe Karten: Balaj bzw. Berisha, Puschl, Nussbaumer

stärkste Spieler: Sakic, Kiteishvili bzw. Kobras, Schreiner, Gebauer

Stimmen zum Spiel:

Nestor El Maestro, Trainer Sturm:

"Das war eine extrem enttäuschende Vorstellung. Wir haben schlecht ausgesehen, waren ohne Leben und ohne Intensität. Es gibt solche Spiele im Fußball, aber gerade dann, wenn man in Führung geht, erwartet man sich mehr Zusammenhang, um das Ergebns rüberzubringen. Ein extrem bitterer Nachmittag."

Alexander Pastoor, Trainer Altach:

"Ich bin aus mehreren Gründen froh. Wir haben zum 3. Mal hintereinander gut und kontrolliert gespielt. Und dass die Statistik in den Büchern neu geschrieben wird. Insbesondere zählt aber nicht das schöne Spiel, sondern die Punkte."

Sidney Sam, Siegtorschütze Altach:

"Es macht richtig Spaß in dieser Mannschaft zu spielen. Wir haben es uns vorgenommen in Graz endlich einmal erfolgreich zu sein. Die Partie war streckenweise sehr eng, aber letztlich hatten wir dann die besseren Lösungen. Was auch damit zu tun hat, dass wir uns immer wieder entsprechend gepusht haben."

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Photo: Richard Purgtaller

by: Ligaportal/Roo

 

 

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