Krisenstimmung im Glemmtal, Jubel in Maria Alm

In der 8. Runde der 2. Landesliga Süd kämpften der USC Saalbach-Hinterglemm und der UFC Maria Alm um Punkte. Sowohl die Glemmtaler als auch die "Oima" mussten am vergangenen Wochenende jeweils eine Niederlage hinnehmen. Die Kendler-Crew unterlag Eben mit 2:3, Maria Alm zog indes gegen die 1b-Mannschaft des FC Pinzgau (1:2) den Kürzeren. Vor dem gestrigen Duell wiesen die Saalbach-Hinterglemmer gegen die Almer eine positive Bilanz auf, sprangen aus den zwei Aufeinandertreffen der letzten Spielzeit (1:0, 2:2) vier Zähler heraus. Doch das änderte sich dieses Mal schlagartig. Günther Buchner, Rudolf Schoder und Thomas Schwaiger knipsten jeweils zweimal und sorgten letztendlich für einen gerechten 6:1-Kantersieg.

 

Numerische Überlegenheit optimal ausgenutzt

150 Zuseher inklusive einer Hochzeitsgesellschaft aus der Steiermark wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen und wurden Zeugen eines denkbar ungünstigen Starts für die Hausherren: Nachdem Eric Niederseer nach Keil-Querleger die große Führungschance vergab (2.), kam es wenige Augenblicke später zu einem unglücklichen, aber folgeschweren Zusammenprall zwischen Alms Günther Buchner und Saalbachs Maximilian Winkler. Die Konsequenz? Gelb für Buchner, Cut und Krankenhaus für Winkler. Dem nicht genug kam es für die Heimelf noch dicker: Weil die verletzungsbedingte Auswechslung noch nicht durchgeführt worden war, mussten die Glemmtaler minutenlang mit einem Spieler weniger auf dem Feld auskommen. Das wussten die Gäste aus Maria Alm auszunutzen und zwickten gleich zweimal zu: Günther Buchner (9., 10.) traf binnen 60 Sekunden doppelt und brachte seine Farben komfortabel in Front - 0:2. "In der weiteren Folge haben wir nicht viel zugelassen", bilanzierte ein merkbar zufriedener Maria Alm-Sektionsleiter, Bruno Oberschneider.

 

Oberschneider: "Unser drittes Tor war sauwichtig"

Was auch immer USC-Coach Josef Kendler seinen Mannen in der Halbzeitpause gesagt hatte - es zeigte Wirkung. Die Saalbach-Hinterglemmer kamen ambitioniert aus den Katakomben und stiegen gehörig auf die Tube. "In den ersten 15 Minuten nach dem Wiederbeginn haben die Saalbacher enorm gedrückt", gab Oberschneider zu. Nicht wirklich überraschend, dass Daniel Scheyerer nach exakt einer gespielten Stunde auf 1:2 verkürzte (60.). Doch inmitten der heimischen Drangphase brach Thomas Schwaiger den Glemmtalern auf der anderen Seite das Genick: Schoder tankte sich auf rechts durch, bediente Schwaiger, der quasi nur noch seinen Schlappen hinhalten musste - 1:3 (68.). "Unser drittes Tor war sauwichtig. Erst danach haben wir wieder das Heft in Hand genommen und so dominant gespielt wie in den ersten 45 Minuten", schnaufte Oberschneider tief durch. Je älter die Partie wurde, desto mehr und mehr zerbrach die Kendler-Crew. Rudolf Schoder (70., 78.) mit einem Doppelpack und Thomas Schwaiger vom Punkt (87.) machten schlussendlich noch das halbe Dutzend Tore voll - 1:6. "Bis auf die angesprochenen 15 Minuten hatten wir eigentlich alles im Griff, weswegen es für mich auch ein verdienter Sieg war. An diesem Tag waren wir kämpferisch, läufersich und spielersich besser als Saalbach", hüpften Oberschneider und seine "Oima" vorübergehend auf Position drei. 

 

Die Besten bei Maria Alm: Pauschallob.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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