Trainer von Meiningen, Obfrau von Mäder und Obmann von Au zum Saisonabbruch

Nach der allgemeinen Schockstarre durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie kehrt in Österreich, langsam aber sicher, wieder Normalität ein. Die Fragezeichen sind aber nicht kleiner geworden – nach der gesundheitlichen kommt nun wohl auch eine wirtschaftliche Krise auf die ganze Welt zu. Ausmaß aktuell vollkommen unklar. Im Fußball ist nur fix, dass im österreichischen Unterhaus die Meisterschaften abgebrochen wurden. Im Herbst könnte neu gestartet werden – aber auch das ist alles andere als sicher. Ligaportal.at hat vom SK Meiningen, FC Mäder und FC Au Stellungnahmen zur aktuellen Situation Ende April 2020 eingeholt.

 

Entscheidungen wieder gegen die kleinen Vereine

Enes Cavkic, Trainer SK Meiningen: „Ich persönlich finde es sehr, sehr schade dass die Meisterschaft so beendet wurde ohne eine Chance zu bekommen, sich sportlich am Platz gegen andere Mannschaften zu messen um eine Entscheidung zu suchen! Dann dazu noch die Entscheidung Mannschaften der Bundesliga dürfen trainieren und der Rest der Fußball-Familie darf zu Hause bleiben. Geht es bei anderen Vereinen auch nicht um Existenz und ums Überleben? Eine sehr fragwürdige Entscheidung und wieder gegen die kleinen Vereine! Meine Mannschaft war sehr gut vorbereitet für die kommende Meisterschaft und ich habe mir auch große Hoffnungen gemacht, dass wir den Aufstieg erreichen. Jetzt müssen wir schauen dass wir nicht alles verlieren, sportlich betrachtet! Wir wollen aus dieser Krise als Mannschaft und als Verein noch stärker herauskommen!“

Richtiger Schritt

Cilli Cito, Obfar FC Mäder: „Ich finde, dass es der richtige Schritt ist. Man sollte auf die Gesundheit der Spieler schauen!“

Desaster, falls auch im Herbst 2020 nicht gespielt werden kann

Herbert Natter, Obmann FC Raiffeisen Au: „Diese Entscheidung war wohl nicht anders zu fällen, aber sie ist natürlich bitter. Den Ärger der Vereine, die vorne stehen, kann ich verstehen. Konsequenzen sind natürlich die finanziellen Verluste aufgrund der fehlenden Heimspiele, besonders weil wir im Frühjahr zwei Derbys zuhause gehabt hätten. Die Planungen für die neue Saison sind natürlich auch sehr schwierig, weil man nicht weiß, wann es wieder losgehen wird. Sollte im Herbst auch nicht gespielt werden können, wäre das natürlich ein Desaster!“