Spielberichte

„Warum sollen wir sie nicht schlagen?“ – Seeboden fügt St. Veit mit 3:0 die erste Niederlage zu

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Seeboden
SC St. Veit

In der Kärntner Liga hat SV Seeboden am Millstättersee dem SC St. Veit mit einem 3:0 die erste Niederlage zugefügt. Nach einem 0:0 zur Pause schlug Seeboden direkt nach Wiederbeginn zu, Seid Zukic traf doppelt, Mirsad Ramic legte nach. Trainer Damir Kukic führte den klaren Erfolg vor allem auf einen selbstbewussten Auftritt und eine sehr konsequente Umsetzung des Matchplans zurück.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Nach der Pause kippt das Spiel

Lange hielt Seeboden die Partie genau dort, wo die Gastgeber sie haben wollten. Zur Pause stand es 0:0, und gerade dieser Zwischenstand passte zur Überlegung von Damir Kukic. Der Seeboden-Coach erklärte, dass seine Mannschaft darauf gesetzt habe, das Spiel so lange wie möglich offenzuhalten. „Je länger es 0:0 steht, desto mehr wird der Gegner aufmachen“, sagte er. Genau so kam es dann auch. Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel brachte Seid Zukic die Heimischen in Minute 48 mit 1:0 in Führung. Damit bekam die Partie eine neue Richtung, und Seeboden blieb danach weiter am Drücker. Zukic erhöhte in der 63. Minute auf 2:0, nur wenig später machte Mirsad Ramic mit dem 3:0 in Minute 67 alles klar.

„Wir haben das wirklich gut umgesetzt“

Für Kukic war der Sieg kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Plans. Schon vor dem Spiel sei der Zugang in der Kabine deutlich gewesen. „Warum können wir sie nicht schlagen? Wir müssen nur selbstbewusst auftreten“, sagte der Trainer rückblickend. Genau diesen Auftritt habe er von seiner Mannschaft gesehen. Kukic sprach von einer taktisch hervorragenden Leistung und betonte mehrfach, wie sauber Seeboden die Vorgaben umgesetzt habe. „Wir haben das sehr gut kontrolliert in unserer Hälfte“, meinte er. Vor allem in der Phase nach dem 1:0 sah er seine Elf im Vorteil, weil St. Veit aus seiner Sicht mehr riskierte. „Sie wollten es mit der Brechstange erzwingen, und wir haben mit kühlem Kopf gewartet“, so Kukic. Dass Seeboden dann noch zu weiteren guten Möglichkeiten kam, passte für ihn ins Bild dieses Nachmittags.

Kollektiv als Schlüssel, Respekt für den Gegner bleibt

Der Trainer hob nach dem Schlusspfiff nicht einzelne Spieler heraus, sondern das Gesamtpaket seiner Mannschaft. „Das Kollektiv“ sei die größte Stärke gewesen, sagte Kukic, dazu „der Glaube an sich, dass wir den Gegner schlagen können“. Er habe seiner Mannschaft mitgegeben, „zwei bis drei Kilometer mehr zu laufen als der Gegner“, und genau diese Bereitschaft habe er gesehen. Gleichzeitig blieb der Seeboden-Coach in seiner Einschätzung des Gegners sehr respektvoll. St. Veit sei „eine super Mannschaft“ mit viel Qualität und Routine, und Kukic verwies dabei auch auf die Kadertiefe: „Wenn man einen Brandstätter auf der Ersatzbank hat und einen Lukic auf der Ersatzbank hat, dann brauchen wir über diese Qualität nicht zu reden.“ Umso höher ordnete er den eigenen Auftritt ein. Wichtig war ihm auch, „die Null zu halten“, dazu sagte er, seine Mannschaft habe vorne die Qualität, „gegen jeden zwei bis drei Tore schießen“ zu können. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht mit jeder Szene, weil aus seiner Sicht noch „zwei bis drei Hundertprozentige“ liegen geblieben seien.

Seeboden will auf dieser Linie bleiben

So klar der Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenzweiten auch war, von Überschwang wollte Kukic nichts wissen. „Wir werden uns nicht zurücklehnen“, stellte er klar. Seeboden kenne seine Rolle in dieser Liga genau, der Trainer sprach offen davon, dass man „der Underdog in der Liga“ sei. Gerade deshalb ordnet er die bisherige Punkteausbeute zwar als ordentlich ein, sieht aber weiter Luft nach oben. Entscheidend sei für ihn, dass die Entwicklung stimme. Das gelte auch für Wochen, in denen die Ergebnisse nicht immer gepasst hätten. „Die Entwicklung stimmt und das ist der richtige Weg des Vereines“, sagte Kukic. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben kündigte er an, sich wieder gründlich vorzubereiten und das eigene Konzept weiter durchzuziehen. Der 3:0-Erfolg gegen St. Veit war für Seeboden damit mehr als nur ein guter Nachmittag – er war vor allem die Bestätigung, dass dieser Weg in der Kärntner Liga funktionieren kann.

Kärntner Liga: Seeboden : SC St. Veit - 3:0 (0:0)

  • 67
    Mirsad Ramic 3:0
  • 63
    Seid Zukic 2:0
  • 48
    Seid Zukic 1:0