Mäßige Begeisterung über Nachtragsspiele in St. Andrä

Der SK St.Andrä/Lav. liegt nach 14 gespielten Runden auf dem 2. Rang in der Unterliga Ost und hat damit beste Karten, zumindest einen Relegationsplatz zu ergattern. Bei einem deutlichen Sieg im ausstehenden Spiel über Ruden bei einem gleichzeitigen Punkteverlust des ASK (Derby bei Donau) könnte sich sogar noch Rang 1 ausgehen. Dass überhaupt noch Spiele anstehen, sorgt bei den Lavanttalern für wenig Begeisterung, man verweist auf die Beschlüsse vom letzten Jahr.

 

Verwirrung um die Definition “Nachtragsspiel”

Umgekehrt droht St. Andrä bei einem Punkteverlust noch das Abrutschen auf den dritten Platz, was Trainer Gundolf Stocker nicht kritiklos hinnimmt: “Die Bestimmungen wurden während der Saison geändert. Nicht nur, dass es aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen keine Absteiger gibt, auch von Nachtragsspielen steht nichts in den ursprünglichen Bestimmungen. Nur was von einer 90%-Regel, und die wurde erfüllt.”

Für den Trainer wäre die Tabelle demgemäß zu werten, wie er bestätigt: “Ich halte es für nicht die beste Idee, nach einem dreiviertel Jahr Pause mit sehr kurzer Vorbereitungszeit noch Bewerbsspiele durchzudrücken.”

Verwirrung herrschte auch bei den Lavanttalern, was nun ein Nachtragsspiel sei und was nicht. Nach Stocker seiner Definition wären das nur jene Begegnungen, die bis zur 15. Runde fehlen: “Die 15. Runde ist die laufende Runde und meiner Meinung nach kein Nachtrag.” KFV-Generalsekretär Richard Watzke sieht das auf Nachfrage von Ligaportal anders: “Die 15. Runde beschließt die Hinrunde der Unterliga Ost und konnte nicht plangemäß durchgeführt werden. Also sind sämtliche Spiele der 15. Runde Nachtragsspiele.”

 

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St.Andrä-Trainer Gundolf Stocker zeigt sich über die KFV-Beschlüsse wenig erfreut Foto: SOBE

“Vorbereitung auf nächste Saison wäre uns lieber”

St. Andrä muss also nach Lage der Dinge gegen Ruden den zweiten Platz absichern oder kann eventuell doch noch den ASK überholen. Der Tabellenführer muss beim Nachbarn Donau bestehen, dass die St. Ruprechter das Spiel abschenken, ist ausgeschlossen. Besonders begeistert zeigt sich Stocker davon nicht: “Uns betrifft es sicher weniger, weil unsere Truppe sehr jung und damit weniger verletzungsanfällig ist. Wir würden uns lieber bereits gezielt auf die neue Saison hin vorbereiten. Aber schauen wir einmal, ob wirklich zu den Stichtagen Kontakttraining freigegeben wird.”

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