ASK: “Wiederaufnahme der Meisterschaft respektlos gegenüber allen Beteiligten!”

ASK-Klagenfurt-Trainer Dietmar Thuller war stets jemand, der aus seinem Herzen keine Mördergrube machte und seine Meinung kundtat, auch wenn er damit aneckte. Das wird wohl auch bei seiner Position bezüglich der Wiederaufnahme der Meisterschaft unvermeidlich sein, von der er genau gar nichts hält. Seine Kritik richtet sich im Kern gegen das Aufschnüren der Herbstbestimmungen, gegen die kurze Vorbereitungszeit und gegen die von ihm gemutmaßte  Wettbewerbsverfälschung.

 

”Dem Verband verließ der Mut”

Für den ASK-Coach waren die Bestimmungen vom Herbst umzusetzen. “Da ist unmotiviert und falsch eingegriffen worden”, so ein erboster Thuller, der nicht einsieht, warum die vorne platzierten Vereine trotz “klarer Bestimmungen” noch um die Früchte ihrer Arbeit zittern müssen, die Nachzügler aber in der Klasse bleiben dürfen.

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Die geplanten Nachholspiele lassen ASK-Coach Dietmar Thuller schäumen. Foto: SOBE


KFV handelt anders, als er selbst als Ausbilder lehrt

Thuller (selbst UEFA-A-Lizenztrainer) geht mit der kurzen Vorbereitungszeit bis zum ersten Pflichtspiel (rund vier Wochen) hart ins Gericht: “Da lernt man bei den Trainerkursen, dass man nach so einer langen Pause mindestens 8 Wochen trainieren soll und dann handelt der Verband gegen jegliche Empfehlungen der Sportwissenschaft. Das wird kein Sportwissenschaftler der Welt gutheißen- nur der Verband.” Thuller sorgt sich um die Spielergesundheit, aber auch um die sportliche Reputation der Ligen: “Das ist respektlos gegenüber allen Beteiligten. Respektlos gegenüber den Spielern, aber auch gegenüber den Vereinen. Wofür soll sich ein Verein, für den es um nichts mehr geht, für ein Spiel meisterschaftsfit machen? Da ist Tür und Tor für eine Farce geöffnet!”

Thuller, dessen ASK die Unterliga Ost anführt, hofft auf eine Korrektur seitens des KFV. “Es gibt ja zudem immer noch die Ausgehverbote. Viele Spieler dürfen ja derzeit gar nicht trainieren, weil sie nicht rechtzeitig zu Hause sind”, bringt der ASK-Coach abschließend einen nicht unwesentlichen Nebenschauplatz ins Spiel.

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