Vereinsbetreuer werden

St. Michael/L. gelingt der Teamumbau und dennoch droht Ungemach!

Wie jedes Jahr führt Ligaportal in der Winterpause Interviews mit Offiziellen, Trainern und Spielern durch. Einerseits um den Herbst Revue passieren zu lassen, andererseits um den Fußballfreunden einen Ausblick auf das Frühjahr zu gewähren. Heute stand uns der Obmann vom FC St. Michael/Lav., Erwin Svensek, Rede und Antwort.

 

LP: Erwin, wie lautet euer Resümee zur Herbstsaison?

Erwin Svensek: „Im vorletzten Herbst befanden wir uns mitten im Abstiegskampf. Wir sahen schon damals, dass wir einen Umbau einleiten müssen. Dafür hielten wir wichtige Spieler im Verein und konnten neue, hungrige Spieler gewinnen! Überdies bewiesen wir mit der Wahl der Legionäre Maze und Smrtnik ein glückliches Händchen. So verlief die Herbstsaison sehr zufriedenstellend, obwohl wir einige Punkte liegen gelassen haben. Es überwiegt aber klar das Positive – was auch unsere Fans honorierten. Dennoch gab es mit dem Ableben unseres Spielers Miha Robic ein sehr tragisches Ereignis im Herbst, das gerät bei aller Zufriedenheit nicht in Vergessenheit.“


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St. Michael/Lav.-Obmann Erwin Svensek spricht Klartext Foto: St. Michael/KK

LP: Wie ist dann gegenwärtig die Stimmung?

Erwin Svensek: „Die Stimmung alle Akteure ist gut, natürlich fordert die Pandemie ihren Tribut, so mussten wir wieder unser NW-Hallenturnier absagen, es gab keine Weihnachtsfeier und die Verordnungen der Bundesregierung stellen uns immer noch vor große Probleme. In Zeiten wie diesen wird es für uns Funktionäre und das ganze Umfeld immer schwieriger, positiv in die Zukunft zu blicken!“

LP Welche Zu- und Abgänge meldet St. Michael?

Erwin Svensek: „Julian Brunner wechselt auf eigenen Wunsch nach Maria Rojach, ansonsten vertrauen wir der Truppe vom Herbst und werden nicht aktiv. Wir zogen ja bereits fünf Spieler aus der eigenen U15 hoch, die werden punktuell ihre Chancen erhalten. Ein Dank auch an dieser Stelle an unseren NW-Trainer Raphael Roscher, der die Jungs über Jahre formte. Mit De Monte, Hasenbichler, Hassler, Nößler und Trippolt werden wir in Zukunft noch viel Freude haben!

Übrigens... ...auf dem Transfermarkt gibt es keine Spieler, die 2G­ erfüllen!“

LP: Welche Pläne gibt es für die Vorbereitung, was sind eure Ziele, wer wird Meister?

Erwin Svensek: „Wir starteten am 17.1., unsere Jungs trainieren viermal in der Woche, davon zweimal am Kunstrasenplatz in St. Andrä. Wir führen zudem laufend ausgewertete Leistungstests durch. Mit dem Trainerteam und der sportlichen Leitung wurde für unseren Kader in der Vorbereitungszeit sehr viel möglich gemacht. Wir wollen in der Saison dann unsere Fans weiterhin mit tollem Fußball begeistern und unsere jungen Spieler forcieren! Meister wird Eberstein.

Was diese Verordnung mit maximal 25 Teilnehmern im Sport angeht – ich frage mich echt, wer sich solche Regeln ausdenkt! Ein Wahnsinn für den gesamten Breitensport! Wir werden unter dieser Verordnung KEINE Testspiele bestreiten, weil es einfach nicht nachvollziehbar ist und wir können uns nicht alles gefallen lassen!“

 LP: Glaubt ihr an eine reibungslose Frühjahrssaison im Hinblick auf COVID?

Erwin Svensek: „In der jetzigen Situation sind wir schon mal froh, dass wir trainieren dürfen. Ich denke schon, dass im Frühjahr gespielt werden kann, nur unter welchen Voraussetzungen wird die Frage sein! Ohne Zuschauer und Kantinenbetrieb sind Meisterschaftsspiele für uns als Amateurverein erwiesenermaßen nicht durchführbar! Ein großes Problem tut sich mit der angedachten „2G“ Regel im Amateurbereich auf. Auch bei uns gibt es nicht impfwillige Spieler, das ist für mich als Obmann auch zu respektieren, auch wenn ich mich anders entschieden habe.

Einige Kaderspieler verlieren im März oder April zudem ihren Status als Genesene, der eine oder andere davon mit einer hohen Anzahl an Antikörpern. Es ist nicht einzusehen, dass junge Menschen mit PCR-Tests zur Arbeit gehen können, die Schule besuchen-, aber als getestete Personen nicht einem Freiluftsport nachgehen dürfen!

Wir, der FC St. Michael werden auch keinen Spieler fallen lassen, wir als Verein leben von unserer Gemeinschaft und werden das auch in Zukunft leben! Es könnte in der Frühjahrssaison auch passieren, dass wir nicht antreten können, wenn alles schiefläuft: Verletzungen, Erkrankungen, Sperren und keine Spielberechtigung wegen der COVID-Regeln. Was passiert dann? Diese Punkte müssen geklärt werden und man darf nicht vergessen, dass wir viele talentierte Spieler von der 2. Klasse bis zur Kärntner Liga verlieren! Nur: es gibt schon jetzt nicht so viele Spieler in Kärnten und wir beabsichtigen einfach nicht hinzunehmen, dass gesunde, getestete Spieler nicht einlaufen dürfen!“