Vereinsbetreuer werden

Beim SC Landskron erwartet man sich im Frühjahr ein innerstädtisches Duell um den Meistertitel

Der SC Landskron wurde knapp vor Lind und dem Villacher SV Herbstmeister der Unterliga West. Natürlich blickt man zufrieden auf die Herbstssaison zurück, doch man weiß auch, dass es im Frühjahr zu einem beinharten Drei- wenn nicht Vierkampf um die Meisterkrone kommen wird. Mit Lind und dem VSV sind zwei Mannschaften quasi gleichauf mit den Landskronern, aber auch Radenthein darf man nicht außer Acht lassen, denn auch sie haben das Potential die vier Punkte Rückstand wettzumachen. Am stärksten schätzt man aber die Nachbarn des Villacher SV ein, doch abgerechnet wird bekanntlich erst am Ende. 

Schlechte Vorbereitung - tolle Saison 

"Grundsätzlich sind wir mit der Herbstsaison zufrieden. Die Vorbereitung nach der langen Coronapause war nicht optimal. Wir haben in den Vorbereitungsspielen teilweise sehr schlechte Leistungen gebracht, uns aber stetig gesteigert und weiterentwickelt", erklärt Bernhard Seebacher, der Trainer des SC Landskron und fügt hinzu: "Mit dem ersten Platz nach der Herbstsaison haben wir nicht gerechnet, da für uns der VSV der große Favorit war und auch noch immer ist. Der VSV hat einen großen, breiten und qualitativ sehr guten Kader und wird in der Frühjahrssaison nur ganz, ganz schwer zu schlagen sein."

Den Moment genießen

"Die Stimmung im Verein ist nach dieser zum Teil erfolgreichen Herbstsaison natürlich gut. Aber im Fußball kann es auch sehr schnell in die andere Seite ausschlagen. Deshalb genießen wir die momentane Situation, aber mit Beginn der Vorbereitung im Jänner ist das alles Vergangenheit und wir müssen uns wieder Woche für Woche neu beweisen", weiß der Coach.

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Foto (Sobe): Der Toptorschütze des SC Landskron: Julian Brandstätter

Junge Spieler mit Potential gesucht

"Zu- oder Abgänge gibt es bisher noch keine zu vermelden. Aber wir halten immer Ausschau nach jungen Spielern mit Potential und passender Einstellung. Auf der Torhüterposition müssen wir was machen, da unser zweiter Tormann Michael Lessiak aufgrund seiner beruflichen Situation seine Karriere beenden musste. Ich würde mich über jeden Spieler freuen, der die Qualität unserer Mannschaft hebt. Ein richtiger Konkurrenzkampf auf der ein oder anderen Position würde uns sicher guttun", sagt Seebacher.

Nur ein Fragezeichen

"Momentan sind bis auf Zoran Stankovic (Hüftverletzung) alle Spieler fit. Zoran hatte den ganzen Herbst große Probleme mit seiner Hüfte und pausiert seit Mitte der Herbstsaison aufgrund großer Schmerzen. Er ist seit damals bei unserem Vereinsarzt Dr. Christian Grabner in Behandlung. Bei ihm hoffe ich, dass er im Frühjahr nochmal zurückkommen kann. Er ist ein Spieler mit individueller Qualität und würde uns im Frühjahr bestimmt helfen."

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Ziel: Weiterentwicklung

"Für die restliche Saison würde ich mir wünschen, dass wir uns im taktischen aber auch im fußballerischen Bereich verbessern. Wir müssen im Ballbesitz noch viel geduldiger werden und im taktischen Bereich gibt es auch noch sehr viel zu tun. Wir hoffen doch, dass wir im Frühjahr wieder Fußball spielen können. Fußball ist ein Freiluftsport. Wenn das wieder nicht möglich sein sollte, dann können wir sowieso bald alles lassen", hofft Bernhard Seebacher auf eine Normalisierung der Pandemielage.

"Es wird nicht leicht" 

"Wie ich schon erwähnt habe, ist für mich der VSV der große Favorit. Wir werden versuchen jede Woche an unsere 100 % zu kommen. Was dann am Ende herausschaut, wird man dann sehen. Sollte es wirklich der Meistertitel sein, was aber noch meilenweit entfernt ist, werden wir natürlich aufsteigen und die neue Aufgabe annehmen", schleißt Bernhard Seebacher optimistisch ab.