Dellach/Gail gewinnt Duell gegen Greifenburg ohne zu glänzen [Video]

In der 16. Runde der Unterliga West kam es am Samstag zum Spiel des SV Dellach/Gail gegen den SV Greifenburg. In der ersten Rückrunde trafen bei englischem Wetter die Teams aus dem Gail- und dem Drautal aufeinander. Beide Teams punkteten in den vergangenen Spielen regelmäßig und fanden so den Weg aus dem Tabellenkeller. Das heutige Spiel war in vielen Abschnitten nicht mit spielerischen Glanzlichtern gesegnet und schlussendlich konnten sich die Heimischen knapp und glücklich mit 2:1 durchsetzen.    Jetzt Trainingslager buchen! 

Ersatzgeschwächte Teams

Die Heimelf, die in diesem Spiel auf Abwehrchef Zavrl gelbgesperrt verzichten musste, begann mit einem Defensivkonzept und lauterte auf Konter. Einer dieser Konterangriffe brachte in Minute 10 einen Freistoß für die Gailtaler, welchen Samir Nuhanovic unhaltbar über die Mauer im Eck versenkte. Nur zwei Minuten darauf die nächste hochkarätige Chance für die Obergailtaler, als Gabriel Umfahrer eine Nuhanovic-Flanke im Rutschen am Kasten vorbeisetzte. Ab dieser Szene nahmen dann allerdings die Drautaler das Spiel immer mehr in die Hand, kontrollierten das Geschehen weitgehends, kamen jedoch selten gefährlich in den Strafraum von Mandler und Co. Nach ca. einer halben Stunde der nächste Nackenschlag für die Feil-Mannen. Wiederum fing Lulic einen Ball im Mittelfeld ab, spielte ihn in den Raum von Nuhanovic und dieser bediente mustergültig Lukas Huber, der mit einem strammen Schuss ins Eck auf 2:0 stellte. In dieser Szene verletzte sich Keeper Brenter und da kein Ersatzkeeper ins Gailtal mitgereist war, stapfte Torjäger Pirker Marcel zwischen die Pfosten.
Doch auch dieser zweite Treffer beruhigte das Spiel der Dabringer-Elf in keinster Weise. Man hatte in den letzten zehn Minuten vor der Pause immenses Glück, nicht den Anschlusstreffer zu kassieren. Zuerst landet ein Bokal-Kracher aus sieben Metern an der Unterkante der Latte und sprang heraus und kurze Zeit später blieb Goalie Gailer im 1-1 Duell gegen Antun Miskovic spektakulär der Sieger. Die Heimelf ihrerseits hatte noch eine 5 gegen 2 Konterchance in Minute 45, spielte jedoch den Angriff zu zaghaft und ungenau zu Ende. 

Tor 1:0 Dellach/G 11

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Greifenburg greift an - Dellach bringt Erfolg irgendwie über die Zeit

Auch ein Grossteil der zweiten Hälfte spielte sich ähnlich der ersten ab. Greifenburg spielte, dominierte den Gegner, schaffte es jetzt allerdings nicht mehr so einfach Chancen zu kreieren, denn in den entscheidenden Phasen kam der letzte Pass nicht genau an oder es warf sich ein Spieler der toll kämpfenden Dellacher Abwehr in den Schuss. Angriffe Dellachs, oder sogar eventuelle Torschüsse gab es in dieser Phase keine, zu fehleranfällig, kompliziert und vor allem ungenau war das Spiel der Gailtaler über weite Strecken. Als Referee Ristoskov in Minute 68 den Gailtaler Max Wastian mit der Ampelkarte unter die Dusche schickte und Antun Miskovic per Kopf in Minute 70 den Anschlusstreffer erzielte, schien das Match zu kippen. Doch ab diesem Moment wirkte vor allem das Dellacher Mittelfeld in der Defensive wieder etwas kompakter und ließ bis zum Schlusspfiff keine ernstzunehmende Ausgleichschance mehr zu. Auch der zweite Torhüterwechsel von Greifenburg (Neuwirther für Pirker) konnte den gewünschten Erfolg nicht mehr mit sich bringen. So beendete der Unparteiische eine schwache Unterligapartie mit einem 2:1 Zittersieg der Heimelf aus dem Gailtal.
 
Philipp Dabringer, Coach SV Dellach/Gail: "Bis zum 2:0 haben wir wenigstens noch phasenweise Fussball gespielt. Ab diesem Zeitpunkt war es dann nur mehr Krampf. Trotzdem muss ich der Mannschaft, vor allem der Defensive, ein Lob aussprechen, denn wir haben das Kunstück zu Wege gebracht, mit der bei weitem schlechtesten Saisonleistung, und ab der 30. Minute ohne einen einzigen Torschuss, drei Punkte ins Trockene zu bringen. Ein Spiel gut für die Tabelle, für meine Nerven eher nicht ...."
 
Bernd Feil, Trainer des SV Greifenburg: "Wir hatten große personelle Probleme und kamen mit den extrem schwierigen Bedingungen nicht wirklich zurecht. Dazu haben wir mindesten sechs Hochkaräter ausgelassen und so kann man dann halt auchnicht gewinnen."
 
Die Besten: Mandler, Lulic, Nuhanovic bzw. Miskovic
 

 

 

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