Spielberichte

„Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten, Energie – alles hat gefehlt“: Lind erlebt einen schwarzen Tag

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Union Lind
Rapid Lienz

In der Unterliga West musste sich SV Union Lind am Samstagnachmittag Rapid Lienz mit 0:1 geschlagen geben. Lange deutete in einer zähen Partie vieles auf ein torloses Remis hin, ehe Dominik Müller in der 85. Minute den Unterschied machte. Lind-Trainer Ibel Alempic sprach danach von einem „schwarzen Tag“ und machte vor allem fehlende Laufbereitschaft, zu wenig Energie und eine schwächere Einstellung als den Hauptgrund für die Niederlage aus.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Lienz von Beginn an aktiver

Vieles an diesem Nachmittag sprach früh dafür, dass Lind einen schwierigen Tag erwischen würde. Alempic machte daraus nach dem Schlusspfiff keinen Hehl. „Von Anfang an war Rapid Lienz die aktivere Mannschaft. Sie hat viel mehr Zweikämpfe gewonnen und viel mehr Entschlossenheit gezeigt“, sagte der Trainer. Während die Gäste mehr Zugriff hatten, lief Lind über weite Strecken nur hinterher. „Wir haben nur zugeschaut, nur reagiert statt agiert und waren immer einen Schritt langsamer“, so Alempic. Dass es zur Pause dennoch 0:0 stand, lag aus seiner Sicht vor allem daran, dass die letzte Linie standhielt. „Defensiv hat die letzte Linie gut gearbeitet und wenig zugelassen“, sagte er über jenen Teil des Spiels, der aus Lind-Sicht noch funktionierte.

Die große Chance bleibt ungenutzt

Zur Pause stand es 0:0, obwohl Alempic das Niveau beider Mannschaften insgesamt kritisch sah. „Das war spielerisch von beiden Seiten keine gute Partie. Beide Mannschaften waren nicht auf gutem Niveau“, sagte er. Gerade deshalb sei am Ende etwas anderes entscheidend gewesen: der Wille. Rund um die 70. Minute hatte Lind die große Chance, das Spiel in eine andere Richtung zu drehen, als ein Lind-Spieler allein vor dem Tormann auftauchte. „Da konntest du den Tormann fast fragen: links oder rechts? Aber wir haben ihn angeschossen“, meinte Alempic. Genau das gelang in dieser Situation aber nicht. Müller kam in der 85. Minute aus etwa 16 bis 18 Metern zum Schuss und traf zum 0:1. Alempic nannte den Treffer den entscheidenden Moment, betonte aber auch: „Das war nicht unverdient.“ Für ihn passte dieses späte Tor zum gesamten Nachmittag, weil Lind zuvor zu wenig Energie, zu wenig Kommunikation und insgesamt zu wenig Präsenz auf den Platz gebracht hatte.

Alempic fordert Verantwortung und Reaktion

Alempic nahm die Niederlage danach nicht nur seiner Mannschaft übel, sondern stellte sich auch selbst in die Verantwortung. „Das fängt bei mir an. Der Trainer muss das beibringen“, sagte er. Gleichzeitig forderte er von seiner jungen Gruppe eine klare Reaktion. „Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen“, so der Lind-Coach, der vor allem Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und Kommunikation rasch wieder auf ein anderes Niveau bringen will. Dass die Stimmung in der Mannschaft grundsätzlich gut sei, stellte er ausdrücklich klar. Umso mehr störte ihn, dass auf dem Feld so wenig zusammenlief. Selbst dem Schiedsrichter stellte Alempic ein gutes Zeugnis aus und nannte ihn in dieser schwachen Partie „unauffällig, so wie ein Schiedsrichter sein soll“. Nach zehn Runden bleibt Lind damit bei acht Punkten auf Rang zwölf, nun soll in der Trainingswoche wieder „die alte Stärke“ zurückkommen.

Unterliga West: SV Lind : Lienz - 0:1 (0:0)

  • 85
    Dominik Müller 0:1