SG Wagrain-Kleinarl - eine Torfabrik mit Defensivproblemen

Die erst im vergangenen Sommer installierte Spielgemeinschaft Wagrain-Kleinarl hinterließ in der 2. Klasse Süd bis dato einen guten Eindruck. Mit neun Punkten Rückstand auf Liga-Primus Mühlbach/Hkg. führt die Gwehenberger-Crew das Verfolgerfeld an. Den Meistertitel de facto abgeschrieben, werden sich die Wagrainer und Kleinarler optimal auf die kommende Spielzeit vorbereiten.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

"Zu viele Gegentore kassiert"

Seit Sommer 23' laufen die Wagrainer und Kleinarler Kicker erstmals im Zweigespann auf. Die erste Halbsaison der neu ins Leben gerufenen Spielgemeinschaft kann sich sehen lassen. 32 Punkte, Tabellenplatz zwei und zudem die meisten geschossenen Tore der gesamten Liga. "Mit dem Tabellenplatz sind wir sehr zufrieden, die Leistungen waren summa summarum auch gut", bilanziert Coach Gerhard Gwehenberger erfreut. Dass man mit Liga-Dominator Mühlbach/Hkg. nicht mithalten kann, habe man laut Gwehenberger bereits im Vorfeld gewusst. Etwas spannender hätte man es dennoch gestalten können. "Wir haben ein paar Spiele gehabt, in denen wir zu viele Gegentore kassiert und somit leichtfertig Punkte liegengelassen haben. Im Endeffekt wäre schon noch mehr drinnen gewesen." Zum Vergleich: Leader Mühlbach/Hkg. (11) musste mehr als die Hälfte weniger Gegentreffer schlucken als die zweitplatzierte SG (28).

 

Wagrain-Kleinarl mit Weitblick

Geht es nach Gwehenberger, ist den Mühlbachern das Meisterstück nur schwer zu nehmen: "Für ganz, ganz vorne sind wir noch zu grün hinter den Ohrwascheln." Gerade deshalb fokussiert sich die Spielgemeinschaft schon ein Stück weit auf das nächste Spieljahr. So will man in Saisonabschnitt zwei die Mannschaft weiterentwickeln und den jungen Eigenbauspielern die ein oder andere Einsatzzeit geben. Bis auf Öztürk, der von St. Veit kommt, und Farkas, der sich für einen Wechsel zur SG Filzmoos/Hüttau entschieden hat, wird das Spielermaterial ziemlich das gleiche wie noch im Herbst sein. "Vier, fünf Verletzte kommen zurück. Der Kader ist in Sachen Quanti- und Qualität gut", sagt Gwehenberger. Improvisation: Weil fast den ganzen Herbst die komplette Viererkette ausfiel, wurden eine Youngsters regelrecht ins kalte Becken gestoßen. "Die haben ihre Sache aber gut gemacht", gibt's von Gwehenberger den Daumen nach oben. Auf die Verletzungsmisere wird eventuell im Sommer reagiert. "Einige dieser verletzten Spieler sind generell verletzungsanfällig. Das werden wir nun im Laufe des Frühjahrs beobachten und wenn nötig, uns in der Sommerpause verstärken."

 

Rechnungsbegleichung zum Liga-Restart?

Seit 10. Jänner trommelt der Übungsleiter seine Kicker dreimal pro Woche zusammen. Zum Frühjahrsauftakt geht's zuhause gegen die Bischofshofener 1b. Ein Gegner, mit dem Wagrain-Kleinarl noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Das Hinspiel war nämlich eines der von Gwehenberger erwähnten Spiele, in denen man den Ball zu oft aus der eigenen Hütte fischen musste - die SG unterlag mit 3:4.

  

Wintertransfers

 Zugänge: Dursun Öztürk (St. Veit)

 Abgänge: Robert Farkas (Filzmoos/Hüttau)

 

 Herbst 2023 auf einen Blick

  • Meiste erzielte Tore der Liga (51)
  • Höchster Sieg: 6:1 gegen Bad Gastein
  • Höchste Niederlage: 0:3 gegen Mühlbach/Hkg.
  • Bester Torschütze: Tobias Passrugger (11)