Nachtrag: Eindeutiger St. Johann-Sieg im Pongau-Derby

Im gestrigen Pongau-Derby entdeckte der TSV St. Johann gegen den Rivalen SK Bischofshofen einmal mehr die Abbiegespur auf die Siegerstraße. Nach einer 1:0-Pausenführung verfrachteten die Schützlinge von Trainer Ernst Lottermoser die drei zu holenden Punkte gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Gefrierfach, siegten am Ende klar mit 4:1.

 

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Kapsa-Fauxpas brachte Gastelf ins Hintertreffen

Zwei Tage nach dem geplanten Termin konnte das Pongauer Nachbarschaftsduell unter der Leitung von Schiedsrichter Hochstaffl gestern Montag problemlos nachgetragen und über die Bühne gebracht werden. Die Startphase verlief aus Sicht der nervös wirkenden St. Johanner nicht wirklich nach Wunsch. Übungsleiter Ernst Lottermoser murrte: "Am Anfang waren wir nicht vorhanden. Da hatte Bischofshofen Oberhand." Sein Pendant, BSK-Dompteur Adonis Spica, konkretisierte: "Es hat nur eine Mannschaft gegeben und das waren wir." Allerdings konnten die Gäste aus den Vorteilen kein Kapital schlagen. Ganz zum Unverständis von Spica, dem das verjuxte Chancen-Doppel von Takyi und Mayer ganz und gar nicht schmeckte: "Nach 30 Minuten hätte es eigentlich 3:0 für uns stehen müssen." Kurz nach dieser angesprochenen Halbstundenmarke wandte sich das Blatt. Nachdem Goalie Kapsa einen "Tausender" von Heim-Boy Oberkofler heroisch entschärft hatte (34.), stand der Bischofshofener Schlussmann in der 40. Minute neuerlich im Rampenlicht, als er nach einem Corner patzte und der Lottermoser-Crew, genauer gesagt Defensivmann Özkan, den Führungstreffer quasi auf dem Silbertablett servierte - 1:0.

 

Nach St. Johanner Blitzstart war der Fisch im Netz

Den Plan, den man sich während der Halbzeitpause zurecht gelegt hatte, mussten die Spica-Männer gleich nach Wiederbeginn über Bord werfen. Die Ursache war ein Doppelschlag, der den TSV blitzartig mit 3:0 in Front brachte: Erst vollstreckte Ellmer nach einem Konter (48.), kurz darauf schrieb sich Özkan nach einem ruhenden Ball ein zweites Mal auf die Liste der Torschützen (51.). "Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir aktuell große Probleme bei Standards. Darüber müssen wir in den nächsten Tagen unbedingt sprechen", war es für Spica ein gebrauchter Fußballabend. Die Brust der St. Johanner wurde, ob des komfortablen Vorsprungs, immer breiter, indes bot Bischofshofen seinem Kontrahenten ein Rundum-Sorglos-Paket an. "Ich hab' dann nur noch auf den Schlusspfiff gewartet", winkte ein hilfloser Spica förmlich mit der weißen Flagge. Glück im Unglück: Der TSV ging mit seinen Möglichkeiten schlampig um, vergab einen noch höheren Triumph. Zwei Tore sollten in der Alpenarena im Endspurt aber doch noch fallen. Zunächst versuchte Benedek Nagy das entstandene Feuer auszutrampeln (87.), im Nachschlag zauberte Heim-Kanonier Ajibade, sieben Minuten nach seiner Einwechslung, den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her - 4:1 (92.). Dass der Goalgetter just in diesem prestigeträchtigen Derby in die Jokerrolle schlüpfte, hatte einen Hintergrund. Lottermoser klärt auf: "Er war verletzt und wir wollten in der Schlussphase schauen, wie es ihm tut. Und wie man gesehen hat: sehr gut."

 

TSV im ÖFB-Cup gegen Bundesligist

Übrigens: Seit vorgestern stehen die Zweitrundenpartien des UNIQA-ÖFB-Cups fest. Da bekommen es die St. Johanner mit Bundesliga-Aufsteiger Austria Klagenfurt zu tun.

 

Die Besten bei St. Johann: Özkan, Beran