Maßlose Enttäuschung nach dem Ausblick der Bundesregierung für den Amateursport

Mit 15. März 2021 können österreichweit im Kinder- und Nachwuchsbereich wieder Sportaktivitäten im Freien ausgeübt werden. Als Grundlage sind die Tests in den Schulen und Regeln für den Ablauf vorgesehen. Das ist zumindest erfreulich, aber viel weiter gedacht wurde im Sinne des Amateursports leider nicht. Getestete Jugendliche dürfen wieder auf den Fußballplatz, getestete Erwachsene nicht. Logisch ist das nicht und wird dadurch sicherlich der Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung keinen großen Aufschwung bringen können. Die Konsequenzen für die Tiroler Unterhausligen sind damit aber schon ziemlich besiegelt. Ein Durchführung der Rückrunde erscheint zeitlich gesehen kaum mehr machbar, es werden wohl nur die Nachtragsspiele der Hinrunde angepfiffen und dann die Meisterschaft dementsprechend gewertet. Der Präsident des TFV, Sepp Geisler, hat die Argumente für die Öffnung des Trainingsbetriebes für alle auf den Punkt gebracht.

 

Stellungnahme des Präsidenten des TFV zur PK der Bundesregierung vom 1.3.2021

Sepp Geisler, Präsident TFV: „Warum setzt unsere Bundesregierung nicht dort sofortige Öffnungsschritte, wo keinerlei Gefahr für eine Ausbreitung des Virus gegeben ist?

Der Fußball hat bewiesen, dass seine sorgfältig ausgearbeiteten Präventionskonzepte funktionieren. So gab es laut ÖFB im gesamten LAZ Bereich Österreichs bisher gerade mal einen einzigen „Fall“.  Im Herbst kam es bei insgesamt 50.000 Spielen in Österreich in lediglich vier Fällen zu sogenannten Clusterbildungen (zwei davon betrafen Kantinen und zwei Fahrgemeinschaften). Diese Zahlen sind vernachlässigbar und machen deutlich, dass der Fußball kein „Pandemietreiber“ ist.

Es wird pausenlos von der Notwendigkeit und Wichtigkeit des Testens im Zusammenhang mit einer wirksamen Pandemiebekämpfung gesprochen. Warum nützt man dann nicht den Fußball, der ja unstrittig die Eigenschaft eines riesengroßen Multiplikators hat, für diese Strategie?

Ich komme daher zum Ergebnis, dass der Sport im Vokabular dieser Bundesregierung kaum und in deren Gedanken über die wichtigsten Werte in unserer Gesellschaft leider überhaupt nicht vorkommt. Für mich ist dieses ständige Vertrösten (bei den verschiedenen Pressekonferenzen und beim Sportgipfel) unter Ausblendung der Faktenlage, die ich bei meiner ersten Frage näher beschrieben habe, mehr als enttäuschend. Meine Wortwahl heute ist deshalb so deutlich, weil ich bei unseren Vereinen und deren Funktionären keinesfalls den Eindruck erwecken will, dass ich als Verbandsspitze das mittragen würde.“

Quelle: homepage TFV

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