Vereinsbetreuer werden

Punkteteilung in ereignisreichem Glantalderby

SV Glanegg
GSC Liebenfels

Der SV Glanegg und der GSC Liebenfels trennten sich mit einem 1:1-Remis. Die 90 Minuten brachten zwar „nur“ zwei Treffer hervor, langweilig wurde es den Fans aber nicht. Zahlreiche Möglichkeiten und auch zwei Gelb-Rote Karten sorgten für viel Farbe im Spiel. 




Liebenfels in der ersten Halbzeit das bessere Team

Die Gäste krebsen in dieser Saison etwas überraschend auf den hinteren Rängen herum, befinden sich aber nicht in unmittelbarer Abstiegsgefahr. Glanegg erwies sich nach Anlaufschwierigkeiten als die erwartet solide Mittelfeldtruppe und ging trotz einiger Ausfälle als leichter Favorit in das Derby.

Davon war in der ersten Halbzeit aber wenig zu sehen, die Elf von Guido Frank kam nur über Manuel Rest zum Ansatz einer Halbchance. Anders Liebenfels, die Truppe von Spielertrainer Marko Petricevic fand von Beginn an Zugriff auf das Match. Adnan Fehric fand in der ersten Halbzeit drei große Möglichkeiten vor, scheiterte aber am Außennetz und zweimal an Torhüter Gregor Horvat, der die körperliche Nähe zum Angreifer nicht scheute. 

Zwei Tore, zwei Ausschlüsse und auch sonst noch allerhand los in Friedlach

Guido Frank stellte in der Halbzeit gleich doppelt um, wechselte zwei Spieler und auch das System. Damit fand Glanegg wesentlich besser in die Begegnung hinein, die meisten Chancen erschöpften sich aber vorerst in Schüssen aus der zweiten Reihe. In der Phase traf Fehric das Lattenkreuz, dem Angreifer blieb das Pech treu.

Aber Fehric leistete doch noch einen entscheidenden Beitrag für den einzigen Treffer seiner Mannschaft. Nach einem Einwurf von Spielertrainer und Spielmacher Petricevic eingesetzt, leitet er die Haut mit der Ferse zu Erazem Zajc weiter. Dieser wiederum setzt mit einem Haken den letzten verbleibenden Verteidiger außer Gefecht und bezwingt Keeper Horvat zur durchaus verdienten Führung (61.).

Glanegg kassierte wenige Minuten später einen Ausschluss. 10er David Kramaric konnte sich nach einer Gelben Karte (Foulspiel) nicht beruhigen, fasste gleich noch einen Karton für Kritik aus (beides 64.). Diese numerische Überlegenheit brachte Liebenfels aber nichts ein, im Gegenteil, durch Glanegg ging ein Ruck und zu zehnt erwiesen sich die Heimischen als wesentlich gefährlicheres Team. Der Ausgleich fiel nach einer Ecke an die kurze Stange. Der eingewechselte Jean Scheriau lupfte halb Abschluss, halb Verlängerung den Ball auf die zweite Stange, dort musste aber niemand seiner Kameraden mehr eingreifen, weil sich der Ball bereits hinter der Linie befand (69.).

In der Schlussphase sahen die rund 240 Derbyfans noch einen Ausschluss, diesmal auf der Seite von Liebenfels. Dragan Juric musste nach seiner zweiten Gelben vorzeitig unter die Dusche (79.). Bei 10 vs.10 traf im Finish Glanegg die Stange (88.), während Liebenfels in der Nachspielzeit noch einen indirekten Freistoß im Strafraum zugesprochen bekam. In beiden Fällen fand der Ball keinen Weg in das Tor, es blieb beim 1:1.

Glanegg bleibt im gesicherten Mittelfeld, Liebenfels vergrößert den Vorsprung auf die Abstiegsränge vor dem Sonntagsspiel Ebental : Friesach auf fünf Punkte.

Am kommenden Samstag trifft Glanegg auf SV Oberglan (14:00 Uhr), Liebenfels reist zu ATUS KM Bau Guttaring (14:15 Uhr).

Stimme zum Spiel
Marko Petricevic (Spielertrainer Liebenfels): „Wir haben es einfach verabsäumt, schon in der ersten Hälfte zu treffen. Nach der Führung und dem Ausschluss für Glanegg dachten wir ein wenig an einen Selbstläufer und wurden dafür bestraft. Dennoch will ich meiner Truppe ein Pauschallob für die gezeigte Derbyleistung aussprechen.“

Die Besten: Horvat (Tor) bzw. Zajc (Mf) Fehric (St)

 

1. Klasse C: SV Glanegg – GSC Liebenfels, 1:1 (0:0)

  • 61
    Erazem Zajc 0:1
  • 69
    Jean Noel Scheriau 1:1