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Aus 0:3 wird 4:3! Straßburg gelingt phänomenale Aufholjagd!

Fußball ist eine Sportart, die viele Emotionen mit sich bringt. Oft liegen Freud und Leid nah beieinander. Das beste Beispiel hierfür ereignete sich in der 2. Klasse C. Die SG Magdalensberg/Poggersdorf sah nach 55 Minuten beim Spielstand von 3:0 wie der sichere Sieger gegen den SV Straßburg aus. Doch wie es so oft in unserer geliebten Sportart ist, kam es anders als man dachte. Straßburg drehte nochmals auf und darf nach einem Ultra-Last-Minute-Treffer doch noch über drei Punkte jubeln.

Straßburg startete gut in die Partie, drückte von Anfang an und wollte dies auch in Zählbares ummünzen. Die Tore erzielten aber die Gäste vom Magdalensberg in Form von Maximilian Rupitsch: In der 17. und in der 28. Minute erzielte der Stürmer zwei Treffer und so ging es mit dem überraschenden Zwischenergebnis von 2:0 in die Halbzeit. Hier konnte man noch nicht ahnen, welche Dramaturgie sich im zweiten Durchgang entwickeln wird.

Verrückte zweite Halbzeit

Die zweite Hälfte begann exakt wie die ersten 45 Minuten es taten: Straßburg drückte, aber die Tore erzielten die Gegner: Maximilian Rupitsch schnürte in Minute 60 einen Hattrick und hätte sich sicher schon auf eine Siegesfeier mit seinen Mannschaftskollegen gefreut. Doch dann begann der große Auftritt des SV Straßburg. Marvin Pickardt verkürzte eine Minute später auf 1:3 und ließ die Fans wieder hoffen. Diese Hoffnung schien aber vier Minuten später wieder zu schwinden, nachdem Magdalensberg ein Elfmeter zugesprochen wurde. Das Torgebälk verhinderte jedoch den vierten Treffer der Gäste, Straßburg blieb am Leben. Ab Minute 75 ging der Schlussshowdown dann so richtig los. Zuerst verkürzt Vladimir Dojcinovic auf 2:3, anschließend erhielt der Gästetormann Raphael Stark auch noch die Rote Karte. Lange musste die SG aber nicht zu zehnt spielen, Jakob Wallner wurde zehn Minuten vor Schluss ebenfalls vom Platz verwiesen. In der verrückten Schlussphase glich schlussendlich Adrijan Grgic in Minute 88 zum 3:3 aus. Zu Ende war dieses Spiel trotzdem noch nicht. In der allerletzten Minute wurde Straßburg ein umstrittener Elfmeter zugesprochen, Vladimir Dojcinovic verwandelte und krönte eine phänomenale Aufholjagd. Doe SG Magdalensberg/Poggersdorf muss diese Niederlage erst einmal verdauen.

Co-Trainer Patrick Kaiser, Magdalensberg/Poggersdorf:

„Straßburg hat von Anfang an Druck gemacht, die Tore schossen aber wir. Mit jedem Treffer von uns haben die Gastgeber kontinuierlich den Druck erhöht, nach dem 3:0 war er irgendwann zu hoch für uns. Der Fußball ist teilweise echt brutal, wenn man bedenkt, dass wir auch noch eine Elfmeter-Chance auf das 4:1 gehabt hätten. Danach hat das Verderben seinen Lauf genommen. Der Elfmeter für Straßburg in der letzten Minute war meiner Meinung nach nicht gerecht, auch einige Spieler der gegnerischen Mannschaft stützen mein Denken. Trotzdem haben wir es geschafft, Straßburg an den Rand einer Niederlage zu bringen. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“