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Geht nicht, gibt‘s nicht! Pfarrwerfen nimmt heimstarkes Mühlbach an die Kandare

In der 1. Runde der 1. Landesliga musste der SC Pfarrwerfen gestern zum SC Mühlbach/Pzg. reisen. Der aufgrund der Distanz eher unbeliebte Ausflug in den Oberpinzgau sollte sich für die Pongauer aber bezahlt machen. Weil sich die Männer von Übungsleiter Martin Baier nach 2:2-Pausenstand im zweiten Spielabschnitt in einen Rausch gespielt hatten, verließen sie am Ende eines torreichen Fußballnachmittags die grüne Wiese als 5:2-Sieger.

 

Fotocredit: Privat

 

Furioser Beginn

Ein pünktliches Erscheinen zählte gestern in Mühlbach/Pzg. doppelt. Der Grund war eine hochspektakuläre Startphase, in der es vom ersten Ballkontakt weg ordentlich zur Sache ging und in den ersten sieben Minuten nicht weniger als drei Treffer fielen. Den Anfang machten die Pfarrwerfener, die nach gewonnener Platzwahl den Ankick ausführen durften, sich im Anschluss über drei, vier Stationen schnell in Richtung Heim-Tor kombinierten und in Person von Kendlbacher einen Führungstreffer in rekordverdächtigen Zeit bejubeln konnten - 0:1 (1.). Der nächste Stimmungsmacher ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Gäste-Goalie Ehrensberger nach einem Flatterball nicht sicher zupacken konnte und Bachler das Spielgerät über die Linie grätschte, rechnete man im Lager der Lilien mit einem Stürmerfoul. In Absprache mit seinem Assistenten bewertete Schiedsrichter Begovic das Goal als regulär. Ganz zum Ärger von Pfarrwerfen-Obmann Daniel Hager: "Pepi (Anm. Josef Ehrensberger) war klar mit der Hand am Ball. Für mich ein Stürmerfoul - eindeutig" Dieser Nackenschlag zeigte Wirkung, denn wiederum nur wenige Aktionen danach ließen sich die Pongauer in der Vorwärtsbewegung den Ball abluchsen, den schnell vorgetragenen Gegenangriff der Gastgeber vergoldete Durmus mit dem 2:1 (7.). Bitter: Ehrensberger verletzte sich beim Mühlbacher Ausgleich, musste raus und wurde von Ersatzgoalie Huttegger ersetzt, der zuvor schon 90 Resi-Minuten in den Knochen hatte. "Er hat eine Weltpartie gespielt", nahm es Hager frohlockend vorweg. So furios das Spiel begonnen hatte, so unauffällig präsentierte sich der weitere Verlauf der ersten Halbzeit. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es aber noch einmal wild. Erst knallte Angerer einen Freistoß von der Strafraumgrenze zum 2:2 in den oberen Winkel, wenig später zischte ein Miller-Abschluss nach Stanglpass hauchdünn am Pfosten vorbei.

 

Pfarrwerfen-Express nicht zu stoppen

Im zweiten Spielabschnitt wirkten die Gäste anfangs etwas unsortiert. Was nach der kurzen Findungsphase passierte, verschlug sogar Hager die Sprache: "Da gab's irgendeinen Schalter, den die Mannschaft umgelegt haben dürfte. Wir haben Mühlbach zu Tode kombiniert." Freilich kamen die als offensivstark bekannten Heimischen zu zwei, drei guten Möglichkeiten, die Show gehörte aber ganz klar den Pongauern. "Wir hätten sechs, sieben Tore auch schießen können. Latte, Stange - da war ja alles dabei", berichtete Hager. Via Doppelschlag stellte Pfarrwerfen die Weichen zu Beginn der Schlussviertelstunde voll und ganz auf Auswärtssieg: Erst schoss Kirnbauer nach Angerer-Zuspiel die Gäste in Front, ehe Miller nach abgeblocktem Gschwandtner-Versuch binnen einer Minute auf 2:4 stellte. Der Schlusspunkt blieb Pfarrwerfens Knipser Kendlbacher vorbehalten, der nach zu kurz geklärtem Eckball und gewonnenen zweitem Ball den Abstauber zum 2:5 ins Netz beförderte. "Hochverdient", grinste Hager, der mit einem Sieg in dieser Form wahrlich nicht gerechnet hatte: "Es gibt eigentlich nichts Schöneres, als gegen so einen schwer und unangenehm zu bespielenden Gegner gleich in der ersten Runde die drei Punkte einzufahren."

 

Die Besten bei Pfarrwerfen: Pauschallob

 

 

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