"Das ist für uns nicht in Ordnung" - ASV schimpft über skurrile Schiedsrichterbesetzung

Ergebnistechnisch ist die abgelaufene 9. Runde für den ASV Salzburg alles andere als nach Wunsch verlaufen. Trotz knapper 1:0-Pausenführung musste sich die Crew rund um Trainer Markus Teufl auswärts bei der SV Wals-Grünau 1b schlussendlich relativ klar mit 1:3 geschlagen geben. Zwar schmolz der Vorsprung auf Verfolger Elixhausen von vier Zähler auf einen, dennoch strahlen die Städter in der 2. Landesliga Nord auch weiterhin vom Thron. Für Unmut sorgte allerdings etwas ganz Ungewöhnliches: Im Zuge des Schiedsrichter-Austauschs mit Bayern stand ein Grünauer U-17-Spieler, der in Deutschland als Unparteiischer aus Hammerau gemeldet ist, an der Linie. Die ASVler legten Protest ein, die Entscheidung fiel heute Vormittag.

 

Für den ASV gar nicht lustig - Neureiter: "Die Zuschauer haben während der Partie desöfteren gelacht" 

Am vergangenen Sonntag lief für den aktuellen Tabellenführer der 2. Landesliga mit nördlicher Ausrichtung zunächst alles nach Plan. Mirsad Dedovic brachte den ASV nach exakt einer halben Stunde Spielzeit in Front, mit diesem Zwischenstand ging es auch in die 15-minütige Halbzeitpause. In Hälfte zwei drehte der zweite Anzug des Regionalligisten Wals-Grünau jedoch auf: Wolfgang Högl sorgte in Minute 57 für den Ausgleich, Yannik Kraft (81.) und abermals Högl (93.) besiegelten letztlich die erste Saisonpleite der Städter - 3:1. So weit, so gut. Die Rahmenbedingungen? Mehr als kurios! Weil ein Schiedsrichter-Austausch mit Bayern stattgefunden hatte, wurde mit Marcel Motlik ein junger Mann als Linienrichter eingeteilt, der bei den Grün-Weißen in Nachwuchs als aktiver Torwart tätig ist. "Wir haben das erst nach dem Spiel erfahren. Uns ist schon aufgefallen, dass die Zuschauer während der Partie desöfteren gelacht haben", schilderte ASV-Sektionsleiter Robert Neureiter.

 

Protest angenommen: Spiel wird wiederholt

Weil der U-17-Spieler der Hausherren beim Platzverweis von 0:1-Torschütze Mirsad Dedovic maßgeblich beteiligt gewesen war und für einige fragwürdige Abseitsentscheidungen gesorgt hatte, legten die Landeshauptstädter Protest ein und forderten eine Neuaustragung. "Das ist für uns nicht in Ordnung. Wir wollen auf gar keinen Fall schlechte Verlierer sein, aber das würde keiner Mannschaft schmecken", betonte Neureiter. Wie der Straf- und Beglaubigungsausschuss des Fußballverbands heute Vormittag mitteilte, wird diese Begegnung neu ausgetragen. 

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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