Mit Ligaportal auf Fußballreisen zu Europas Top-Klubs

Ohne Strom, kein Spiel! Skurrile Spielabsage bringt Eben auf die Palme

Spielabsagen im Fußball - gerade im November - sind nichts Außergewöhnliches. Vor allen Dingen in den unteren Ligen machen Regen, Schnee und Kälte den Platz schnell mal unbespielbar. Warum der 2. Landesliga-Süd-Nachtrag zwischen dem USV Almsommer Hüttschlag und dem UFC Eben erneut abgeblasen werden musste, hatte einen anderen Grund.

Fotocredit: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Kleinräumige Stromabschaltung verhinderte Nachtragspartie

Die Wettervorhersage für den heutigen Samstag hatte zumindest für einen gepflegten Landesliga-Fußball ganz gut ausgesehen: Fünf Grad zur Mittagszeit, mäßiger Wind und heiter. Darüber hinaus stellt ein Kunstrasenplatz, den Hüttschlag ja bekanntlich hat, den Spielbetrieb auch in den Kältemonaten sicher. Trotzdem musste das für 13 Uhr angesetzte Spiel zwischen Hüttschlag und Eben abgesagt werden. Der Grund ist skurril: Von 13:00-14:30 Uhr wurde im gesamten Großarltal aus Wartungszwecken der Strom abgeschaltet, wie Peter Huber der Obmann der Hüttschlager auf Anfrage bestätigte. Auf Seiten der Gäste, die sich mit einem Sieg die Winterkrone hätten krallen können, machte sich Unmut breit. "Zumal wir vorgeschlagen hatten, dass wir die Partie auch am Vormittag oder nach 15 Uhr spielen könnten", erklärte Eben-Sektionsleiter Martin Fritzenwallner. Um den Ankick zeitlich um ein paar Stunden nach vorne oder hinten verschieben zu können, bedarf es einer Einwilligung der gegnerischen Mannschaft - in diesem Fall Hüttschlag. "Diese Einwilligung hat es letztendlich nicht gegeben. Sie wollten das einfach nicht - einen Grund haben sie mir keinen genannt", gab Fritzenwallner kopfschüttelnd zu Protokoll. 

 

Kaprun darf sich Winterkrone aufsetzen

Somit werden die Ebener mit einem Spiel und zwei Punkten weniger am Konto ihren Winterschlaf als Tabellenzweiter vollziehen. Der Winterkönig heißt übrigens Kaprun. "Natürlich ist das sehr bitter und schade für uns. Wir haben den Spielbetrieb extra um eine Woche verlängert und wollten unbedingt die Winterkrone holen", seufzte Fritzenwallner. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben - die Kampfansage ist raus. "Wir werden die Winterpause jetzt nutzen und im Frühjahr wieder voll angreifen."