4:1! Seekirchen gewinnt Duell der Trainer-Novizen

Beim Aufeinandertreffen zwischen dem heimischen SV Seekirchen und dem USK Maximarkt Anif standen beide Trainer im Fokus. Sowohl für SVS-Coach Mario Lapkalo als auch für Pendant Bernhard Kletzl war es das erste Pflichtspiel. Und dieses Debüt hat sich Zweitgenannter gewiss anders vorgestellt, mussten sich seine Schützlinge am Ende doch recht klar mit 1:4 beugen. Bitter: Nach Hartls Roter Karte agierten die Anifer rund eine Stunde lang in Unterzahl.

Fotocredit: Merrie Pipinn

 

Eiskalte Dusche für Anif

Nach dem großen Umbruch im Spielerkader waren viele Augen auf die neuformierte Anifer Truppe gerichtet. Diese startete beim Gastspiel in Seekirchen, ebenso wie der Hausherr selbst, sehr abwartend. "Vor allem zu Beginn hat man den beiden Mannschaften die lange Pause angemerkt", schildert Seekirchen-Trainer Mario Lapkalo. Weil sowohl die Heimelf als auch die Anifer sich weitgehend bedeckt hielten, blieben die Höhepunkte lange aus. Kurz nach der Halbstundenmarke ging dann richtig die Post ab: In der 31. Minute bewertete Spielleiter Begovic ein Handspiel von Anif-Akteur Martin Hartl als Verhinderung einer klaren Torchance und zückte die Rote Karte. "Strittig", murrt Gäste-Coach Bernhard Kletzl. "Für mich war es keine hundertprozentige Möglichkeit, zumal der langgeschlagene Ball in Richtung Eckfahne ging. Gelb wäre auch okay gewesen." Wenig später der nächste Nackenschlag für die Kletzl-Boys: Nach einem Eckball hüpfte Fabian Neumayr das Kunstleder förmlich vor die Fuße - 1:0 für Seekirchen (35.). Kurz darauf gelang den dezimierten Anifern der Ausgleich durch Enis Kuka, der einen Elfmeter nach Foul an Leitz verwandelte - 1:1 (38.). Noch vor der Pause nützten die Gastgeber ihre numerische Überlegenheit ein zweites Mal aus. Und wie: Einen kurz abgespielten Corner zimmerte Bernhard Biribauer mit viel Schmackes ins lange Eck - 2:1 (45.). Da schnalzte auch Lapkalo mit der Zunge.

 

Gnadenlose Seekirchener spielten Konterqualitäten aus

Die Aufgabe wurde für die zehn übriggeblieben Anifer in Halbzeit zwei nicht einfacher. Schon gar nicht, als Olugbemiga Ogunlade nach erfolgreichem Pressing und Neumayr-Assist nur noch einschieben musste und auf 3:1 stellte (48.). "Wir haben nach wie vor alles probiert, aber mit einem Mann weniger war es schwer", sagt Kletzl. Der komfortable Vorsprung im Rücken geballt mit dem Platzverweis der Anifer spielte der Heimelf richtig in die Karten. Aus einer kompakten Defensive heraus fuhren die Lapkalo-Mannen Konter um Konter. "Im schnellen Umschaltspiel haben sie generell ihre Stärken. Und heute waren die Räume ja noch größer", nahm es der Anifer Neo-Coach zur Kenntnis. Obwohl der USK viel Engagement an den Tag legte, musste er im Finish noch einen Gegentreffer schlucken: Bei einem der erwähnten SVS-Gegenangriffe bediente Fabian Neumayr Joker Jonas Vorderegger, der den Erfolg seiner Mannschaft noch ein Stück weit in die Höhe schraubte - 4:1 (79.). "Auch wenn der Sieg schlussendlich noch ein bisschen höher ausfallen hätte können, sind wir mit dem Start zufrieden. Nun konzentrieren wir uns aber schon auf die Austria", bilanziert Lapkalo. Kletzl fand am Auftritt seines Teams ebenfalls Gefallen: "Wir waren auch in Unterzahl über weite Strecken ebenbürtig. Vom Ergebnis abgesehen hätte Spiel eins durchaus schlechter laufen können."