Adnet trotzt Titelfavorit Eugendorf ein Unentschieden ab

In der 12. Runde haben sich der SK Adnet und der USC Eugendorf mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Die Grün-Weißen, die gleich zweimal eine Führung aus der Hand gegeben hatten, verpassten damit den Sprung auf Tabellenplatz eins.

 

Adnet kaufte Eugendorf die Schneid' ab 

"Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel bei katastrophalen Platzverhältnissen", ächzte Daniel Reischl. Der Übungsleiter der Eugendorfer durfte in Minute 12 dennoch jubeln, als Pichler gleich mit der ersten Chance zur Führung traf. Während es die Flachgauer in der weiteren Folge erfolglos mit der feinen Klinge probierten, setzten hochmotivierte Adneter eher auf Langholz, nur um die so wichtigen zweiten Bälle zu attackieren. "Damit sind wir überhaupt nicht zurecht gekommen. Der Gegner war viel besser im Spiel", gestand Reischl. Es war schließlich nicht weit hergeholt, dass Adnet den Vorsprung der Gäste egalisierte. Nach einem Eckball stand Sparber goldrichtig und netzte zum verdienten 1:1-Ausgleich ein (20.). "Die erste Halbzeit war richtig gut", zeigte sich Heim-Coach Thomas Heissl mit dem Auftritt seiner Jungs hochzufrieden.

 

Heissl: "Hätten Sieg verdient gehabt" 

Nach dem fünfzehnminütigen Durchatmen traten die Eugendorfer verbessert auf und gingen abermals relativ zeitig in Front: Einen Feldinger-Köpfler konnte Adnet-Schlussmann Stauder noch an die Latte lenken, beim Rebound von Auinger war er machtlos - 1:2 (55.). Ähnlich wie in Durchgang eins schafften es die Heimischen, mit ihrem frechen Angriffspressing den Eugendorfern deren Stärken zu nehmen. Nachdem Kapitän Widl nach Foul an Nestaval vom Elferpunkt den zahlenmäßigen Gleichstand besorgt hatte, fanden beide Lager im Schlussakt noch die große Siegeschance vor. Hüben setzte King nach einem Konter die Murmel nur knapp am Pfosten vorbei, drüben ballerte Moser das Spielgerät aus aussichtsreicher Position in den Adneter Nachthimmel. "Ich glaub', dass ihm der Ball versprungen ist. Der hat ihn ja gefühlt zehn Meter über die Hütte gejagt", schilderte Reischl. Während Eugendorf mit dem einen Punkt letztendlich gut leben konnte, gab's bei Heissl sowohl ein lachendes als auch ein weinendes Auge: "Freilich nehmen wir den Punkt gegen einen starken Gegner gerne mit, aber meiner Meinung nach hätten wir den Sieg verdient gehabt."