Tiroler Meister

Schwoich/Wildschönaus Frauen bleiben nach Sieg gegen Erl im Titelrennen

Vorletzte Hinrunde in der Tirol Liga der Frauen. Sensationsaufsteiger Angerberg  hat bereits am 17. Oktober mit einem 9:3 in Ried vorgelegt, die Konkurrenz hat nachgezogen. Knappe Siege feierten der SVI gegen Rinn/Tulfes/Wattens mit 2:1 und Matrei/Neustift gegen Haiming (5:4). Klarer der Erfolg von Schwoich/Wildschönau mit 6:2 gegen Erl. Damit führt Angerberg einen Punkt vor Matrei, zwei vor dem SVI und drei vor Schwoich. Die extrem spannende Hinrunde wird am letzten Oktoberwochenende abgeschlossen. Vom Spitzenquartett haben sicherlich der SVI in Haiming und Schwoich in Rinn de schwierigsten Herausforderungen zu bewältigen. Angerberg klarer Favorit gegen Brixlegg und ebenso Matrei im Heimspiel gegen Oetz.

 

Zurück in der Erfolgsspur

Peter Kleemann, Trainer SPG Schwoich/Wildschönau Frauen: „Nach der Niederlage in Angerberg hieß es heute für uns den Kopf frei zubekommen und mit einem Sieg an der Tabellenspitze dran zubleiben.Damit es nicht zu leicht wird ließen wir den Gegner nach dreißig Sekunden frei zum Torabschluss kommen und schon stand es 0:1. Nach diesem Geschenk besannen wir uns aber doch auf die heutige Aufgabe und fanden immer besser ins Spiel, einen Freistoß von Carmen konnte die Erler Torfrau nur abprallen lassen und Savanna traf aus kurzer Distanz zum 1:1. Das Spiel fand ab jetzt nur noch in der Hälfte von Erl statt. Wir taten uns aber schwer den Führungstreffer zu erzielen, dieser lies bis zur 41`min auf sich warten und wiederum war es Savanna die zum 2:1 Halbzeitstand verwandelte.

 

In der zweiten Hälfte war es ein ähnliches Bild und das Spiel ging immer in eine Richtung, nur das Tore schießen viel uns jetzt leichter und in kurzer Zeit konnten wir die Führung auf 4:1 ausbauen. Erl blieb durch ihre sehr schnellen Flügelspieler aber stets gefährlich und so gelang ihnen auch der 2. Treffer zum 5:2 Zwischenstand. Den Abschluss besorgte dann die an diesem Spieltag sehr starke Savanna mit einem super Distanzschuss zum 6:2.


Insgesamt wieder eine starke Mannschaftsleistung und mit diesem Selbstvertrauen gehen wir in das letzte Fußball-Wochenende für dieses Jahr. Am Freitag, dem 26. Oktober 2018, geht es nach Lechaschau zum Cupspiel und am Sonntag noch auswärts in der Meisterschaft zur SPG Rinn/Tulfes!“

 

Niederlage selbst eingehandelt

Mario Träger, Trainer SVG Erl Frauen: „Das Spiel begann aus Sicht der SVG Erl optimal, denn schon nach 20 Sekunden führte man mit 0:1. Sandra Kapeller erkämpfte sich den Ball im Mittelkreis und es folgte ein Pass in die Schnittstelle der Abwehr von Schwoich/Wildschönau. Verena Wieser zog zum Sprint an, narrte noch zwei Gegenspielerinnen, und jagte den Ball von der rechten Strafraumkante ins lange Eck. Doch, um ehrlich zu sein, war es die letzte gute Aktion in Halbzeit 1. Danach verfiel man in eine bis jetzt nicht bekannte hektische Spielweise, es folgte ein hohe Anzahl von Fehlpässen und auch im Bereich der Zweikampfwerte lag man völlig neben der Spur. Der Druck auf die Erler Abwehr nahm dadurch zu und in der 18.Minute bestrafte Savanna Schoner einen Fehler von Torfrau Amanda Belancic mit dem Treffer zum 1:1. Schwoich/Wildschönau dominierte die Partie nach belieben und in der 36.Minute der nächste Nackenschlag für Erl. Nach einem harmlosen Zweikampf blieb Sandra Kapeller im Rasen hängen und verletzte sich am Knie, musste zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Dieser Schock wirkte sich zusätzlich auf das Spiel aus und der 41. Minute köpfte Savanna Schoner zum 2:1 für die Gastgeberinnen ein. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause, wo es zum ersten mal in dieser Saison ein bisserl lauter wurde.


Aber mahnende Worte blieben scheinbar ungehört und so ging es zu Beginn der zweiten Halbzeit auch wieder nur in eine Richtung. In der 52. Minute jagte Savanna Schoner einen Freistoß unhaltbar unter die Latte, es hieß 3:1. Man drückte weiter auf das Gaspedal und in der 57.Minute folgte ein Foul im Erler Strafraum. Sabine Seeleitner verwandelte den Strafstoß sicher zum 4:1. Bis zur 65.Minute blieb es auch bei diesem Zwischenstand, eher Savanna Schoner mit der Defensive von Erl spielte und ihre Vorlage schob Julia Ankrisch zum 5:1 ins Netz. Es drohte ein Debakel, doch plötzlich kämpfte die Truppe von Mario Träger und Mario Petras und kam in der 73.Minute zum 5:2, als Stephanie Gleinser es einmal aus der Ferne versuchte und der Ball ins Netz rauschte. In der 85.Minute zeigte Anna Sieberer dann ihre wirklichen Qualitäten, tanzte zwei Gegenspielerinnen aus und zog von der linken Strafraumkante ab, der Ball klatschte gegen das Kreuzeck. Hier fehlte einfach das Glück, welches Savanna Schoner auf der anderen Seite bei einem weiteren Freistoß hatte. Ihr Geschoss flog in Richtung Tor und plötzlich fiel der Ball wie ein Stein ins lange Eck, es hieß 6:2 für Schwoich/Wildschönau. Das war zugleich der Endstand, der auch in dieser Höhe absolut in Ordnung geht.


Wir haben uns diese hohe Niederlage selber eingehandelt, weil wir viel zu selten in die Zweikämpfe gegangen sind, haben deshalb auch Savanna Schoner nie in den Griff bekommen können. Mit dieser Einstellung gewinnst du auch keine Spiele, wenn von elf Spielerinnen nur zwei oder drei den Kampf suchen, der Rest spazieren geht", so ein enttäuschtes Trainer-Duo.“

 

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