Neuer Chefcoach in Oberhofen!

Für den FC Fritz Oberhofen ist es in der Hinrunde der Gebietsliga West nicht nach Wunsch gelaufen. Nur Platz acht in der Tabelle – fünf Siege, drei Remis und drei Niederlagen. Zwar eine ausgeglichene Bilanz, aber die Latte liegt in Oberhofen höher. Der bisherige Co-Trainer Miroslav Rikanovic wird die Mannschaft ab der Vorbereitung auf die Rückrunde betreuen, man bedankt sich beim Ex-Trainer Christian Mautner für sein Engagement. Andreas Kofler, Obmann Stv. und Stütze der Mannschaft, blickt im Ligaportal.at Interview auf ein extrem schwieriges Fußballjahr 2020 zurück.

 

Wie ist man mit dem Verlauf der Herbstsaison zufrieden?

Andreas Kofler, Obmann Stv. FC Fritz Oberhofen: „In der aktuellen Situation war es das oberste Ziel, dass unsere Spieler gesund geblieben sind und wir alle Spiele durchziehen konnten. Beides ist uns zum Glück gelungen, daher ist die Herbstsaison in dieser Hinsicht gut verlaufen. Aus sportlicher Sicht haben wir unsere Erwartungen leider nicht erfüllen können. Wir haben uns die Herbstsaison sicher alle anders vorgestellt!“

Wie war die Stimmung innerhalb der Mannschaft?

Andreas Kofler: „Trotz einer Negativserie war die Stimmung im Team trotzdem sehr gut. Auch die Einschränkungen durch Corona haben diese Stimmung nicht negativ beeinflusst, wobei die ein oder andere Nachbesprechung bei einem Bier nach Trainings/Spielende natürlich gefehlt hat!“

Man wusste ja teilweise bis wenige Stunden vor dem Anpfiff nicht, ob überhaupt gespielt werden darf. Wie ist man mit dieser herausfordernden Situation umgegangen? Wie hat man die Spannung hochgehalten?

Andreas Kofler: „Wir hatten sicher das Glück, dass wir alle Spiele wie geplant durchführen haben können. Allerdings hat man es natürlich nie in der Hand, ob es positive Fälle bei den Gegnern bzw. im Umfeld unserer Spieler gibt. Nachdem man aber nicht viel dagegen machen kann, bleibt einem nur Ruhe und Gelassenheit. Ein Dank auch an unsere Spieler, die hier natürlich auch sehr flexibel waren.“

Gab es vereinsintern Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr in der Kabine bzw. auch in der Kantine möglichst gering zu halten?

Andreas Kofler: „Ja natürlich. Alle Vorgaben bzw. Verordnungen haben wir so gut es ging umgesetzt. Räume wurden mehrfach gereinigt und gelüftet, Desinfektionsmittel aufgestellt, Hinweisschilder angebracht und Sitzplätze wurden zugewiesen, um auch unsere Zuschauerinnen und Zuschauer bestmöglich zu schützen.“

Können Sie den Stopp des Fußball-Unterhauses Anfang November nachvollziehen?

Andreas Kofler: „Eigentlich nicht, da das Ansteckungsrisiko scheinbar sehr gering sein sollte. Allerdings kann man auch nicht alles (Geschäfte, etc.) zusperren und am Fußballplatz läuft alles ganz normal weiter. Uns hat es aber auch nicht mehr betroffen, da wir die Spiele alle absolviert hatten und auch keine Trainings mehr geplant waren.“

Denken Sie, dass – anders als im Frühjahr 2020 – im Frühjahr 2021 gespielt werden kann, also ab März oder April?

Andreas Kofler: „Ja, ich denke schon. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht erst später mit den Vorbereitungsspielen anfangen kann bzw. sich vorab mal nur zu Trainingszwecken treffen darf. Vielleicht startet die Saison auch später und wir spielen dann noch länger in den Sommer rein. Aber so wie es kommt, werden wir es annehmen!“ Im Herbst musste man ja Corona-bedingt mit deutlich weniger Zuschauern das Auslangen finden. Daraus resultierend kam es auch zu Umsatzeinbußen.

Haben die Spieler auf Gehälter verzichtet?

Andreas Kofler: „Ich glaube in der Gebietsliga von Gehältern zu sprechen wäre die falsche Ausdrucksweise. Aber natürlich gibt es wie überall auch Aufwandsentschädigungen/Trainingsgelder. Hier hat es aber mit den Spielern überhaupt keine Probleme gegeben. Jeder kennt die Situation und trägt auch seinen Teil dazu bei, damit der Verein auch weiterhin finanziell überleben kann.“

Hat Ihr Verein bereits Unterstützungszahlungen vom Staat erhalten?

Andreas Kofler: „Ja, dort wo es möglich war bzw. wir die Voraussetzungen erfüllt haben, haben wir auch angesucht.“ Rechnet man im Winter mit Transferbewegungen? Andreas Kofler: „Mittlerweile kann im Fußball immer was passieren. Daher gehe ich schon davon aus, dass sich auch bei uns noch was tun wird. Aber jetzt ist es noch zu früh, um schon darüber zu sprechen.“

Auf welchen Positionen sieht man Handlungsbedarf?

Andreas Kofler: „Ich sehe hier nicht gezielt eine Position, die verstärkt werden muss. Wenn wir einen Spieler holen, muss das Gesamtkonzept stimmen. Er muss zur Mannschaft passen. Zusätzlich ist man als Verein auch finanziell begrenzt, daher kann man sich nicht immer jeden Spieler für die Wunschposition aussuchen.“ Weitere Informationen zu Mannschaft und Verein? Andreas Kofler: „Zu Beginn der Winterpause gab es beim FC Fritz Oberhofen einen Trainerwechsel. Nach der Analyse der Herbstsaison wurde die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Trainer Christian Mautner einvernehmlich beendet. Ein Dank an dieser Stelle noch einmal an Christian für die Zeit beim FC Fritz Oberhofen. Neuer Trainer ist der bisherige Co-Trainer Miroslav Rikanovic. Er kennt die die Truppe jetzt schon einige Zeit und wir freuen uns schon, wenn wir mit "Riki" in die Frühjahrssaison starten. Sehr erfreulich ist auch, dass wir mit Gerald Föger einen Co-Trainer aus den eigenen Reihen für uns gewinnen konnten. Gerald war selbst lange Zeit Spieler und Kapitän der Kampfmannschaft. Umso erfreulicher ist, dass er nun unser Team mit seinem Wissen unterstützt.“

Ihre persönlichen Anliegen und Wünsche für den Winter 2020/21 und hoffentlich der planmäßigen Fortsetzung im März/April 2021

Andreas Kofler: „Ich hoffe für alle Vereine, dass wir bald wieder zur "Normalität" zurückkehren können. Ohne zusätzliche Einnahmen durch die Kantine bzw. Zuschauer werden wir das nicht ewig durchhalten können. Zusätzlich müssen wir schauen, dass wir im Nachwuchsbereich keine Spieler verlieren. Speziell wir kleinen Vereine mit einem niedrigen Budget leben von unserem Nachwuchs. Wir können und wollen auch nicht immer nur Spieler kaufen, um eine Mannschaft zusammenstellen zu können. Zusätzlich hoffe ich natürlich, dass wir die Pandemie bald in den Griff bekommen und wir so gut wie möglich ohne Einschränkungen leben können!“

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